CHILDREN OF BODOM Are you dead yet?

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CHILDREN OF BODOM - Are you dead yet?
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  • Artikelnummer:130268
  • Format:CD
  • Genre:Death Metal
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Alles andere als tot...

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INTERVIEW:
Death-Thrash-Speed-Punk - oder was?

"Immer locker aus der Hüfte" lautet das Motto für das neue CHILDREN OF BODOM-Album »Are You Dead Yet?«. Die Rasselbande aus Finnland klingt jedenfalls spontaner und rauer als je zuvor. Band-Kopf Alexi Laiho über Schubladen, das Rock 'n' Roll-Leben und warum er Power Metal nicht mag.

"Hallo, ich bin leider ein bisschen betrunken", meldet sich Alexi Laiho per Telefon aus einer Kneipe der slowenischen Stadt Ljubljana, wo CHILDREN OF BODOM auf einem Festival gespielt haben und nun ein paar Tage Urlaub dranhängen. Na ja, das Bier kostet dort wahrscheinlich weniger als in Finnland. Trotzdem ist der junge Mann noch fähig, fundierte Auskünfte über das neue Album »Are You Dead Yet?« abzugeben und das sogar ohne alle zwei Sekunden das Wort "Fuck" zu benutzen.

SLAYER lassen grüßen, HAMMERFALL nicht

"Für mich ist es natürlich schwierig, meine Musik einzuschätzen. Aber ich denke schon, dass wir auf der neuen Scheibe wieder ein bisschen mehr Death und Thrash Metal-Elemente verwendet haben. Sie ist auf jeden Fall nicht annähernd so progressiv wie »Hate Crew Deathroll«", meint Laiho, dessen Stimme auf CD diesmal viel besser ins Gesamtbild passt. Einziger Minuspunkt von »Are You Dead Yet?« ist die Spielzeit von gerade mal 37 Minuten, wobei das Stück 'Trashed, Lost And Strungout' bereits auf der gleichnamigen EP Verwendung fand. "Stimmt, aber aus meiner Sicht zählt nicht die Länge, sondern die Qualität. Mir ist es viel lieber, dass die Fans nach dem Hören der Scheibe das Gefühl haben, sie wollen mehr, als dass sie sich nach 50 Minuten langweilen. Es klingt vielleicht nach einem Klischee, aber manche Alben von SLAYER sind noch deutlich kürzer, deshalb aber nicht schlecht, oder? 'Trashed, Lost And Strungout' haben wir aufs Album genommen, weil der Song gut ins Gesamtkonzept passt. Viele werden die EP auch gar nicht kennen, das macht allein deshalb schon Sinn." Während der Chef der Band also mit sich im Reinen ist, toben unter den CHILDREN OF BODOM-Fans wahre Kämpfe. Grund dafür ist die Umschreibung der Musik, die der Finnen-Fünfer fabriziert. Ist das nun Thrash, Death oder gar Power Metal? Alexi Laiho schnauft durch den Hörer, ihm sind diese Auseinandersetzungen bekannt. "Am liebsten würde ich unsere Musik schlicht als Heavy Metal beschreiben, aber das reicht vielen nicht aus. Nennt es von mir aus Death-Thrash-Speed-Punk, aber bitte nicht Power Metal. Damit verbinde ich Bands wie HAMMERFALL, und mit denen haben wir nun gar nichts gemein."

Saufen ist kein Sport

Nicht wenige verehren CHILDREN OF BODOM aufgrund ihrer Instrumentalfähigkeiten. Die Duelle zwischen Laiho und seinem Keyboarder Janne Warman sind fast schon legendär, die beiden sind die Ritchie Blackmore und Jon Lord (DEEP PURPLE) einer neuen Generation. Trotzdem möchte Laiho nicht in die Gitarrenheldenecke abgedrängt werden. "Natürlich zeigen wir ganz gerne, was wir drauf haben. Aber es muss passen. Ich schreibe Musik grundsätzlich nur, weil ich sie liebe und nicht, um mein Ego zu befriedigen." Das hat Mitte Juni trotzdem einen zusätzlichen Zacken in die Krone bekommen, denn CHILDREN OF BODOM sprangen kurzfristig beim BÖHSE ONKELZ-Festival am Lausitzring ein. "Mann, der absolute Hammer. Wir haben vor ungefähr 110.000 Menschen gespielt. Das werde ich wohl in meiner ganzen Karriere nie wieder erleben. Zu Beginn schienen die Fans recht skeptisch, aber zum Schluss reckten sie alle ihre Fäuste in die Luft. Ein unglaubliches Bild", schwärmt der Finne, der zuvor noch nie etwas von den ONKELZ gehört hatte. "Auf dem Weg vom Flughafen zum Gelände hat mir jemand seinen MP3-Player mit ein paar Songs der ONKELZ gegeben. Für mich klangen die wie eine seltsame Version von MOTÖRHEAD. Ich dachte noch, wie viele Leute können die wohl ziehen. Keine 10.000. Aber da hab ich mich wohl getäuscht", lacht Alexi und nimmt einen Schluck aus seinem Glas. Wer die Band auf Festivals oder auf Tour beobachtet, wird festgestellt haben, dass "Wildchild" Laiho ganz gerne mal einen hebt. Deshalb abschließend die Frage nach dem Gesundheitszustand, schließlich musste so mancher Rocker seinen Lebensstil teuer bezahlen. "Ich weiß, dass manche denken, ich würde saufe wie ein Loch. Das stimmt aber nicht. Zu Hause trinke ich gar nichts, sondern treibe viel Sport. Ich passe da ganz gut auf mich auf." Clever.

Marcus Zemke


CHILDREN OF BODOM

Diskografie:
Something Wild (1997)
Hatebreeder (1999)
Tokyo Warhearts (1999)
Follow The Reaper (2000)
Hate Crew Deathroll (2003)
Are You Dead Yet? (2005)


Line-Up:
Alexi Laiho: Gesang/ vocals und Gitarre/ guitar
Roope Latvala: Gitarre/ guitar
Henkka Seppälä: Bass
Jaska Raatikainen: Schlagzeug/ drums
Janne Warman: Keyboard


Was nicht jeder weiß:
-CHILDREN OF BODOM starteten 1994 als Thrash Metal-Band
-Alexi Laiho nennt sich "Wildchild", weil er ein großer Fan von W.A.S.P. ist, die einen gleichnamigen Song haben
-Roope Latvala gehörte mal zum Line-Up von WALTARI

Aus der Presse:

Heavy Metal
37:39 Min
Finnische Ausnahmekrächzer

Das fünfte Studioalbum der CHILDREN OF BODOM ist ein schöner Schlag in die Fresse. Nichts gegen den großartigen Vorgänger »Hate Crew Deathroll«, aber manches wirkte auf dieser Scheibe doch überproduziert. »Are You Dead Yet?« tönt spontaner und direkter, wobei die alten Helden des Heavy Metal ihre Spuren im Sound der Finnen noch deutlicher hinterlassen haben. Man stelle sich ein getragenes Stück wie 'Punch Me I Bleed' nur mal mit einem "klassischen" Sänger der Marke Dio vor. Aber keine Angst, Band-Boss Alexi Laiho hat keinesfalls vor, demnächst SAXON Konkurrenz zu machen. 'In Your Face' und 'Bastards Of Bodom' (Killer!) tragen neben modernen Einflüssen deutlich thrashige Züge, während das Titelstück als typischer CHILDREN OF BODOM-Hit der Extraklasse in die Geschichte eingehen wird. Ein bisschen enttäuschend ist, dass sich abzüglich des bereits von der gleichnamigen EP bekannten Songs 'Trashed, Lost And Strungout' nur knapp über 30 Minuten neues Material auf dem Album befindet. Das ist allerdings feinster Metal, garniert mit irrwitzigen Keyboard- und Gitarrenattacken und der unnachahmlichen Krächzstimme von Laiho. Sollte man haben.

Marcus Zemke

Tracklist Dauer
1 - Living Dead Beat 5:18
2 - Are You Dead Yet 3:55
3 - If You Want Peace... Prepare For War 3:58
4 - Punch Me I Bleed 4:51
5 - In Your Face 4:16
6 - Next In Line 4:19
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