WHITE VOID

WHITE VOID ist die Abwesenheit von Anleitung und Sinn im Leben. Es ist eine Beschreibung der grundlegenden Disharmonie, die zwischen der Sinnsuche des Individuums und der Bedeutungslosigkeit des Universums besteht.

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Die eklektischen Hardrocker WHITE VOID sind ein merkwürdiger Haufen. Im luftleeren Raum zwischen 70er Jahre Okkult-Rock, dem unapologetischen Hard Rock der 80er und der britischen New-Wave -Bewegung geschmiedet, balancieren sie auf dem Ereignishorizont, der Alt von Neu trennt. Aggression von Melodie. Traum von Trieb.

Wenn man sich weiterhin bewusstmacht, dass die Mitglieder von WHITE VOID ursprünglich aus dem norwegischen Black Metal, aus Chiptune Electronica, sowie Popmusik und dem Blues kommen, wird klar, warum “Anti“ ein schwer einzuordnendes Album ist. Es ist auf düstere Art melodiös, es ist getrieben, und es ist durchsetzt mit Ohrwürmern, Hooks und Licks. Nicht zuletzt schwört es mit seinem unverschämt großspurigen Gestus unserem gemeinschaftlichen Hardrock-Erbe tiefe Treue.

Den Mittelpunkt von WHITE VOID stellt Lars Are Nedland dar, ein langjähriges Mitglied von BORKNAGAR und SOLEFALD. Während er ein Team von Musikern leitet, darunter Tobias Solbakk von IHSAHN, Electronica-Spezialist Vegard Kummen und der Blues-Rock-Virtuose Eivind Marum, navigiert er mit Entschlossenheit und Eleganz durch die Untiefen von Hardrock-Riffs, New-Wave-Harmonien und Blues-Rock-Soli.

Und doch klingt “Anti“ vermutlich immer noch nicht so wie Du nun denkst. Es ist ein Album voller Kontraste und Anspielungen, musikalischer sowie philosophischer Natur. Das Konzept basiert auf Albert Camus‘ Absurdismus und stellt die Frage nach dem passenden Umgang mit einer Existenz, die in ihrem Kern absurd ist. Musikalisch zehrt es von der Vergangenheit, während es zugleich eine Brücke in die Zukunft baut. Und das Ergebnis? Nun, betritt die Leere und finde es heraus!