ALCEST

ALCEST – Musik aus einer anderen Welt

ALCEST wurde im Jahr 2000 von Songwriter und Multi-Instrumentalist Neige gegründet und 2009 von Schlagzeuger Winterhalter vervollständigt. Mit ihrem einzigartigen Sound, der auf musikalischen Kontrasten basiert, entwickelte sich die französische Band zu den Pionieren des Post Metal / Shoegaze (oft bezeichnet als „Blackgaze“) und befand sich in stetiger Metamorphose, von ihrer allerersten EP „Le Secret“ (2005), bis hin zu den Longplayern „Souvenirs D'Un Autre Monde“ (2007), „Écailles De Lune“ (2010) und „Les Voyages De L'Ame“ (2012). Doch neben musikalischer Genres, versteht sich ALCEST seit den Anfangstagen als ein konzeptionelles Projekt, basierend auf persönlichen spirituellen Erlebnissen von Neige, welches durch außerweltliche Melodien und Texten Ausdruck verliehen bekommt.

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Im Jahr 2014 wurde ihr viertes Album „Shelter“ veröffentlicht, auf dem die Gruppe sich dem Metalklang abwendete, zu Gunsten einer Dream-Pop-Ästhetik, die ihre Fangemeinde überraschte und gleichzeitig herausforderte. Doch rückblickend betrachtet öffnete das Album ALCEST neue Türen und brachte ihnen ein sehr weltoffenes Publikum aus völlig verschiedenen Hörern ein, die die Unberechenbarkeit der Musik zu schätzen wissen. Im Laufe der Jahre beeinflussten ALCEST viele andere Künstler und erlangten weltweit eine bedeutende Popularität, unter anderem durch ihre unzähligen Touren und Festivalauftritte auf der gesamten Welt.

„Kodama“ (2016), das fünfte und aktuellste Album von ALCEST, markierte dann wieder die Rückkehr der französischen Gruppe zum epischen und kontrastreichen Stil ihrer frühen Werke, ohne dabei ihrem dauerhafte Streben nach Neuerung und frischen Ideen im Wege zu stehen. „Kodama“ kombinierte poetische Elemente mit dunkleren Aspekten, die in den früheren Arbeiten von ALCEST noch nicht vorhanden waren, und entwickelte sich somit zu einem intensiven Album, das aus einem organischeren und druckvolleren Sound bestand.

Inspiriert von Hayao Miyazakis Anime-Film „Princess Mononoke“ dreht es sich bei „Kodama“ um das Schicksal einer Protagonistin, die mit dem Gefühl kämpft, niemals dazuzugehören und stets zwischen zwei verschiedenen Welten zu leben - sei es in der Stadt oder der Natur, der physischen oder spirituellen. Indem Neige und Winterhalter dem Album eine kulturelle, stilistische und kompositorische Erzählung verliehen, machten sie das Werk zu einem herausragenden und ungewöhnlichen Hörerlebnis, das nicht nur das Erbe der Band weiterführt, sondern auch die Frage aufwirft, wohin ALCEST als nächstes gehen werden.