CRADLE OF FILTH

CRADLE OF FILTH sind zweifellos eine der größten und einflussreichsten britischen Metal-Bands aller Zeiten und haben die Szene beinahe ein Vierteljahrhundert lang mit einem bedrückenden, makabren Schatten überdeckt.

Bewaffnet mit ihrem Markenzeichen, dem Angriff auf das Christentum, das an zahlreichen Strängen der Klangextremitäten und morbiden Opulenz zieht, haben sie Stück für Stück den gesamten Globus erobert, während sie eine fiese Reihe an Klassiker-Alben von der Leine ließen. Von der rauen und ungestümen Grausamkeit ihres Debüts »The Principle Of Evil Made Flesh« bis hin zum unmenschlichen, farbenprächtigen Bombast des Albums »The Manticore & Other Horrors« - der Ethos und die Ästhetik CRADLE OF FILTHs hatten große Auswirkungen auf die Entwicklung des Metal, die endlose Gier der Band nach Live-Auftritten und das unfehlbare Charisma sowie der Sinn für das Eigentliche von Frontmann Dani Filth sorgten dafür, dass fortan allerorts eine kraftvolle und langanhaltende Bindung zu von der Hölle faszinierten Ministranten bestand.

Seite von

Obwohl ihre Autorität und ihr Können außer Frage stehen, waren CRADLE OF FILTH nie vor dem Wandel der Zeit sicher, woraus ein fast schon lustiger Ruf bezüglich der Besetzungswechsel resultierte, der - unüblicherweise - denselben Effekt hatte, dass die Band von einer geballten Ladung an fortlaufenden Weiterentwicklung und Veränderung heimgesucht wurde. Mit dieser Tatsache im Hinterkopf ragt das neue Album »Hammer Of The Witches« mit seiner erfrischenden Bestätigung der boshaften Werte, für die die Band steht, eindeutig ebenso als Meilenstein in CRADLEs langer Geschichte hervor wie durch die wilde chemische Zusammensetzung, die sich rasch zwischen diesen virtuosen Übeltätern - Dani Filth, den neu dazugestoßenen Gitarristen Richard Shaw und Ashok, Bassist Daniel Firth, Keyboard-Priesterin Lindsay Schoolcraft und dem unerschütterlichen, perkussiven Motor Martin Skaroupka – entwickelt hat und während den 56 Minuten extravagantem, abenteuerlichem und packendem Extreme Heavy Metal verdeutlicht wird. Die neue Platte besitzt die perfekte Balance zwischen der klassischen Twin-Lead- Schwülstigkeit der Erfolge der 90er Jahre wie »Dusk & Her Embrace« und »Cruelty & The Beast« und den zäheren, knorrigen Strukturen der neuesten Meisterwerk wie »Godspeed On The Devil’s Thunder« und »Darkly Darkly Venus Aversa«; »Hammer Of The Witches« ist das wohl fokussierteste, fesselndste und furchtloseste Album, das die Formation jemals produziert hat - als ob frisches Blut und erneuerte Zielstrebigkeit in einem Bad von blutigen Funken aufeinanderträfen.

Die Briten führen ihre große Tradition fort, jedes Album mit einer einzigartigen Atmosphäre und Konzept-Elementen, die den Ablauf der Songs unterstützen, zu versehen; »Hammer Of The Witches« ist durchweg typisch CRADLE. Der Albumtitel stellt mit der typisch boshaften Gelassenheit die historische Vorlage auf den Kopf, indem er die Rollen der grausamen Hexenverfolgungen im Europa des 16. und 17. Jahrhunderts vertauscht und sich darum bemüht, im Auftrag all derer, die unter dem Verfolgungswahn der religiösen Fanatiker in diesen unruhigen Zeiten der Geschichte gelitten haben, die verdiente Rache auszuüben.

Heute ist der Act, bestehend aus Dani Filth, den Gitarristen Ashok und Richard Shaw, dem Bassist Daniel Firth, dem Keyboard- und Stimmengel Lindsay Schoolcraft und dem Schlagzeuger Martin Škaroupka, stärker und verheerender als je zuvor. Und mit dieser vereinten Kraft näherten sie sich ihrem neuesten Studiowerk »Cryptoriana - The Seductiveness Of Decay« an.
Das Album ist genau das künstlerische Statement, das Fans der unzerstörbaren Institution zu hören erwarten und nie waren CRADLE OF FILTH kraftvoller und einzigartiger.