Kreuzfeuer

SUBWAY TO SALLY

SUBWAY TO SALLY - Kreuzfeuer

Sortie le: 2009-03-27

In schnelllebigen Zeiten wie diesen ist es schon ein ganz besonderer Anlass, wenn eine Band ihr zehntes Studioalbum vom Stapel laufen lässt - so wie es SVBWAY TO SALLY jetzt mit „Kreuzfeuer“ machen. Seit 1990 feilen die umtriebigen Potsdamer an ihren Visionen und haben im Laufe der Jahre ein ums andere Mal Zeichen gesetzt, die die deutsche Musiklandschaft maßgeblich geprägt haben. Mit ihren furiosen, von Tour zu Tour fantasievoll variierenden Konzerten haben sie sich sukzessive eine stetig wachsende, geradezu fanatische Anhängerschaft erspielt – die „Blut, Blut, Räuber saufen Blut“-Gesänge vor, während und nach jeder Show sind inzwischen legendär und jede Szene-Disco, die etwas auf sich hält, füllt mit Hits wie „Eisblumen“ oder „Auf Kiel“ die Tanzflächen.In der jüngeren Vergangenheit wurden die Szene-Lieblinge SVBWAY TO SALLY immer mehr auch vom Mainstream-Publikum entdeckt. Für die „Nackt“-Tour arrangierten sie mit viel Liebe zum Detail ihre hart rockenden Songs in filigrane Akustik-Versionen um. Das Echo darauf war so gewaltig, dass zig Zusatzkonzerte anberaumt werden mussten und die gleichnamige Unplugged-DVD mit Gold ausgezeichnet wurde. Mit ihrem letzten Studioalbum „Bastard“ (# 7) erreichte die Band nach dem sensationellen Erfolg von „Nord Nord Ost“ (# 5) erneut die Top-Ten der deutschen Album-Charts und kurz darauf konnte sie Stefan Raabs viel beachteten „Bundesvision Song Contest“ mit einem glanzvollen Sieg für sich entscheiden. Auf der „Bastard“-Tour spielten die sieben Vollblutmusiker in größeren Hallen als je zuvor und füllten diese trotzdem bis auf den letzten Platz. Die dabei aufgenommene, erneut sehr erfolgreiche Live-DVD „Schlachthof“ dokumentiert eines dieser mitreißenden Events eindrucksvoll. Mit ihrem zehnten Album „Kreuzfeuer“ setzen SVBWAY TO SALLY einen weiteren Meilenstein in ihrer glanzvollen Karriere. Das Jubiläumswerk entstand unter der Regie von Produzent Fabio Trentini in den renommierten Horus-Sound-Studios und verbindet das Beste der beiden letzten Scheiben, die auf ihre Art jeweils unter extremen Bedingungen entstanden sind. Während „Nord Nord Ost“ nämlich ein sorgfältig ausgearbeiteter Alleingang von Gitarrist Ingo Hampf war, entstand „Bastard“ höchst spontan in gemeinsamen Jam-Sessions. „Kreuzfeuer“ vereint nun das Beste beider Welten: Die Songs entstanden im lebendigen Kollektiv, aber „Musik-Professor“ Ingo hatte dennoch genug Zeit, um an den Arrangements zu feilen. Das Ergebnis zeigt das ganze Spektrum der Band, die Musik nicht nur als bloßes Handwerk, sondern als künstlerische Ausdrucksform begreift. Demnach reicht die Spanne von düsteren Gänsehaut-Balladen wie „So nah, so fern“ und „Komm in meinen Schlaf“ über mittelalterliches Flair versprühende Unplugged-Rocker wie „Angelus“ und „Krähenkönig“ bis hin zu brachial riffenden Metal-Hymnen wie „Aufstieg“ und „Judaskuss“, die bei den anstehenden Konzerten für prächtige Stimmung sorgen dürften. Mit dem unwiderstehlichen Ohrwurm „Besser, Du rennst“ haben SVBWAY TO SALLY zudem eine Single am Start, die die gleichermaßen raffinierte wie eingängige Melodieführung der Band perfekt auf den Punkt bringt. Ein wesentliches Erkennungszeichen von SVBWAY TO SALLY sind die einfühlsamen, tiefgründigen Texte von Gitarrist Bodenski. Mit nachvollziehbaren Metaphern greift er diesmal Themen wie Verrat, Liebe, Begehren, Gier und Religion auf, wobei er tief in unter die Haut gehende Gefühlswelten abtaucht oder intelligente Gesellschaftskritik ohne erhobenen Zeigefinger übt. Sänger Eric Fish erweist sich dabei als kongenialer Partner, der die Texte höchst emotional auszudrücken versteht und mit seinem markanten Gesang SVBWAY TO SALLY seinen unverwechselbaren Stempel aufdrückt. SVBWAY TO SALLY begreifen jede Tour als etwas Besonderes. Dementsprechend werden nicht einfach nur ein paar neue Songs in die Setlist eingebaut, sondern jedes Mal aufs Neue umfassende Konzepte entwickelt, die die komplette Dramaturgie inklusive Bühnendekoration, Outfits und Lichtshow umfassen. Jede Tour ist somit ein einzelner Baustein eines Gesamtkunstwerks und auch für die anstehenden „Kreuzfeuer“-Konzerte hat sich die Band wieder einiges einfallen lassen. Nicht nur deswegen sollte man die April-Tour auf keinen Fall verpassen – abgesehen von einigen ausgewählten Festivals legen die sechs Herren sowie Geigerin Frau Schmitt nach dem Dauerstress der letzten Jahre anschließend nämlich erst mal eine verdiente Pause ein.

tracklist
1 - Aufstieg
2 - Judaskuss
3 - Besser, Du rennst
4 - So fern, so nah
5 - Die Jagd
6 - Einsam
7 - Komm in meinen Schlaf
8 - Angelus
9 - Krähenkönig
10 - Niemals
11 - Versteckt
12 - Vater
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