Spektakulärer und glanzvoller kann eine deutsche Metal-Band ihren Abschied aus der Öffentlichkeit wohl kaum zelebrieren: Am 30. Juli 2009 gaben RUNNING WILD im Rahmen des legendären Wacken Open Airs ihr Abschiedskonzert. Ein denkwürdiger Abend, der die mehr als 30jährige Karriere dieser Gruppe noch einmal optisch und musikalisch umfassend Revue passieren ließ. Vor nahezu 100.000 Zuschauern begeisterten Oberpirat Rock'n'Rolf Kasparek und seine Bandmitglieder Peter Jordan (Gitarre), Jan Eckert (Bass) und Matthias Liebetruth (Schlagzeuger) mit einer Show, die neben allen Klassikern auch diverse Überraschungen bereithielt. Zum allerletzten Mal präsentierten RUNNING WILD den Fans ihre ganz besondere Piratenshow, eine Mischung aus handfesten Metalriffs, hymnischen Melodien und wilder Seefahrerromantik. Für Rolf Kasparek war der finale Gig dennoch kein tränenreicher Abschied, sondern die bewusste Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt, ein umjubeltes Lebewohl mit Stolz und in Würde. "Man muss aufhören, wenn es am schönsten ist", lautet sein Credo generell, nicht nur hinsichtlich musikalischer Ambitionen. Die laue Sommernacht im Juli 2009 gehörte sicherlich zu den schönsten Momenten, die RUNNING WILD in ihrer Laufbahn erleben durften.