MNEMIC

Sons of the system


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MNEMIC - Sons of the system
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  • Artikelnummer:166116
  • Format:CD
  • Genre:Metalcore/Deathcore
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Ändere das System…oder es ändert Dich!
Nach dem letzten, wirklich schwachen Album »Passenger« war nicht zu erwarten, dass die dänischen Future-Modern-Metaller MNEMIC noch mal die Kurve kriegen würden. Der neue Sänger Guillaume Bideau (ex-SCARVE) schien wenig integriert, die Songs wirkten saft- und ideenlos und die gesamte Band seltsam paralysiert. Umso erstaunlicher, dass »Sons Of The System« wieder in die andere Richtung ausschlägt und tatsächlich an das sensationelle Debüt »Mechanical Spin Phenomena« aus dem Jahre 2003 anknüpft.

„Zur Zeit des »Passenger«-Albums befand sich die Band in einer wirklich merkwürdigen Übergangsphase“, gesteht Gitarrist und Hauptsongwriter Mircea. „Wir hatten unseren alten Sänger Michael gerade verloren, mussten mit Guillaume einen neuen Sänger einarbeiten und zugleich auch noch neue Songs schreiben. Zudem handelte ich sehr egoistisch und glaubte, die Platte würde irgendwie von alleine laufen. Aber die Songs sind bis auf ein, zwei Ausnahmen einfach nicht gut genug gewesen.“ Späte Einsicht ist auch eine Einsicht, und so besann sich das Quintett schon bald wieder auf seine wirklichen Stärken. „Mit der Zeit schafften wir es, Guillaume besser in die Band zu integrieren und wieder als Einheit aufzutreten. Wir sind als Individuen gereift und legen jetzt viel mehr Wert darauf, gemeinsam etwas zu erschaffen. »Sons Of The System« ist eine Art offene Plattform, auf der sich jedes einzelne Mitglied von MNEMIC verwirklichen durfte.“ Das vierte MNEMIC-Album ist also gewissermaßen als Neustart für die Band zu werten. „Oh ja, definitiv“, gesteht der redselige Gitarrist mit den rumänischen Wurzeln. „Es fühlt sich sogar an, als seien wir eine komplett neue Band. Unsere Inspirationsquellen haben sich seit dem Debütalbum komplett verändert, hinzu kommt der Reifeprozess, den wir als Menschen durchlaufen haben. Wir hören so viel unterschiedliche Musik abseits vom Metal. Das fängt bei Drum’n’Bass-Sachen an und hört bei Jazz auf. Diese Offenheit kann man »Sons Of The System« deutlich anhören. Das Album ist viel Rock-orientierter, auch wenn wir nach wie vor eine Metal-Band sind und immer noch nach MNEMIC klingen.“ Im Vorfeld wurde von Mircea sogar der Vergleich mit den Traum-Bombast-Rockern MUSE und der Post-Rock-Instrumental-Band GOD IS AN ASTRONAUT ins Spiel gebracht. „Hm, wir klingen sicher nicht exakt so wie diese beiden Bands, aber wenn du dir bei ihnen Elemente wie Samples, elektronische Sounds und Melodien herauspickst und das Ganze mit Metal kreuzt, dann hast du im Prinzip das neue MNEMIC-Album.“ Die frühen Einflüsse von Bands wie MESHUGGAH, STRAPPING YOUNG LAD oder auch FEAR FACTORY sind auf dem von Tue Madsen druckvoll und modern produzierten Album dennoch an allen Ecken und Enden herauszuhören. Der Titel »Sons Of The System« ist übrigens eher metaphorisch zu betrachten, wie Mircea betont. „Während das Wort »Sons« für die Menschheit steht, kann der Begriff »System« für viele Dinge stehen. Es geht grundsätzlich um Unterdrückung von Menschen, sei es durch eine höhere Gewalt, eine korrupte Regierung oder durch Maschinen und Technologie. In vielen Songs geht es um Einsamkeit in Kombination mit einem monotonen, eindimensionalen Lebensstil, wo es den Menschen nicht erlaubt ist, sich frei zu äußern und aus sich heraus zu gehen.“ Dass Technologie auch zur Bedrohung werden kann, weiß ein jeder Mensch, der das Internet nutzt. Für Bands wie MNEMIC kann das illegale Downloading zu einem großen Problem werden. „Das Problem muss man global betrachten. 2005 hatten 600 Millionen Menschen Zugang zum Internet, das heißt auch freien Zugang zu Musik und Videos. Stell dir vor, jeder dieser Menschen müsste für eine Internet-Lizenz zum freien Herunterladen von Musik und Videos 50 oder 100 Dollar pro Jahr bezahlen. Dann wäre es ohne Probleme möglich, die unzähligen Musiker und Plattenlabels entsprechend auszubezahlen. Als Plattenfirma oder Band mit etwas in Konkurrenz zu treten, das umsonst ist, erscheint mir vollkommen blöd und irrational. Das gesamte System muss umgestaltet und anders bewertet werden.“ Trotzdem nutzen auch viele Bands und Plattenfirmen das Internet, um mit geschickten Strategien ihre Position zu stärken. „Ja, logisch. Eine Band wie JOB FOR A COWBOY wäre ohne das Internet bei weitem nicht so erfolgreich. Hinter solchen Bands stecken smarte Kerle und Strategien, was bemerkenswert ist.“
Patrick Schmidt

Aus dem Nuclear Blast-Magazin:

Modern/Progressive
52:13 Min.
Fokussierter Neustart
Ganz ehrlich, nach dem schwachen, viel zu wirrem Vorgänger »Passenger«, habe ich keinen Pfifferling mehr auf die dänischen Future-Progressive-Metaller gesetzt. Doch das Unerwartete ist tatsächlich eingetreten: Der Fünfer um Gitarrist und Mastermind Mircea Gabriel Eftemie zaubert mit »Sons Of The System« einen spektakulären Neustart aufs Parkett, der vor Power, Ideenreichtum und tollen Melodien nur so strotzt. Wirkte der damals neu ins Boot geholte Sänger Guillaume Bideau (ex-Scarve) auf »Passenger« noch wie ein Fremdkörper, glänzt er nun mit facettenreichen Vocals und brillanten Melody-Lines. Das Songmaterial an sich powert unheimlich fokussiert aus den Boxen, die stilistischen Eckpunkte heißen Meshuggah, Fear Factory und Devin Townsend, hinzu gesellt sich ein nie störender Pop-Einfluss in den Chorus-Lines. Mächtige, ausufernde Power-Eruptionen wie das grandiose 'Diesel Uterus' oder 'Hero In' stehen in einer Linie mit progressiven Outer-Space-Abfahrten wie 'March Of The Tripods' und eher kommerziell ausgerichteten Ohrenschmeichlern a la 'Climbing Towards Stars'. Abgerundet wird dieses klasse Album von einer detailreichen, kraftvollen Produktion und allerhand gelungenen Samples/Synthesizer-Einschüben. Ganz großes Kino!
Patrick Schmidt

Tracklist Dauer
1 - Sons of the system 5:35
2 - Diesel Uterus 4:31
3 - Mnightmare 4:55
4 - The Erasing 4:07
5 - Climbing Towards Stars 4:41
6 - March Of The Tripods 6:53
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