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HELL

Human remains

HELL - Human remains
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Artikelnummer:
177664
Format:
CD
Genre:
Heavy/True/Power/Speed Metal
Verfügbarkeit:

Mehr von HELL


Produktbeschreibung

HELL steht für Metal aus Großbritannien mit Legendenstatus!

Interview

Hell
Den Geist erhalten
Nach 24 Jahren Pause erhebt sich mit HELL eine Kultband der New Wave Of British Heavy Metal aus ihrem kalten Grab, um mit »Human Remains« endlich die Anerken-nung zu bekommen, die die Briten schon zu Beginn ihrer Karriere verdient gehabt hätten. Originalmitglied Kev Bower (Gitarre, Keyboards) und Produzenten-Legende Andy Sneap (Gitarre) über einen ganz besonderen Neuanfang, der nur durch den Einsatz ihres größten Fans zustande kam.

Reunions gibt es wie Sand am Meer. Aber nur wenige sind so interessant wie HELL. Ende 1981 aus den Überresten von RACE AGAINST TIME und den nicht minder kultigen PARALEX (die 1980 ihre legendäre EP »White Lightning« veröffentlichten und damit unter anderem METALLICA beeinflussten), ackerten die jungen Musiker wie verrückt, brachten es aber „nur“ auf eine offizielle Single (1983) und vier Demos. Zwei Wochen bevor sie ihr Debüt aufnehmen wollten, ging ihre Plattenfirma Mausoleum pleite, Sänger und Gitarrist David G. Halliday konnte die Misserfolge nicht verweinden und nahm sich in der Konsequenz 1987 das Leben. Damit schien das Kapitel HELL endgültig erledigt. Doch es kam ganz anders, wie Gitarrist Andy Sneap erzählt. „Ich war immer ein riesiger Fan von HELL. Ich entdeckte die Band mit zwölf und war sofort Feuer und Flamme für sie. Sie spielten ziemlich häufig bei mir in der Gegend, also stand ich bei ihren Konzerten immer in der ersten Reihe und bangte zu ihren Songs. Die Demos bekam ich von Freunden überspielt. Als ich dann noch bei ihrem Sänger David Halliday Gitarrenunterricht nahm, wurde ein Traum für mich wahr. Ich war ein Teenager, die Jungs alle schon Mitte 20 und so was wie meine großen Brüder. Ich entwickelte einen regelrechten Fanatismus für HELL.“ Der nach dem tragischen Ende der Band wieder abflaute. Aber vor einigen Jahren erinnerte sich Sneap an seine alte Leidenschaft, trommelte die verbliebenen Mitglieder zusammen und sorgte so für die Wiedervereinigung. Die ersten Resonanzen auf diese plötzliche Rückkehr hauen sogar einen kampferprobten Musik-Veteranen wie Andy aus den Latschen. „Das Feedback ist bisher unglaublich. Wir hofften auf gute Reaktionen, aber das übersteigt unsere kühnsten Vorstellungen.“

Theater, Theater
Doch gehen wir erst noch einmal ein paar Schritte zurück. „Die Grundidee war ursprünglich, die alten Demos, die damals einfach im Proberaum mitgeschnitten wurden, ein wenig aufzupeppen, um sie überhaupt veröffentlichen zu können“, meint der blonde Produzent, der in Schweden sogar mal einen Grammy für den Mix des OPETH-Albums »Deliverance« abgreifen konnte. „Wir stellten aber schnell fest, dass der Sound einfach viel zu mies und kaum noch etwas zu retten war. Also musste das Material komplett neu eingespielt werden, wobei sich alle sofort einig waren, dass der Geist des Originals erhalten bleiben muss. Ich fragte meinen alten SABBAT-Kumpel Martin Walkyier, ob er vielleicht den Posten des Sängers übernehmen wolle. Aber nach einigen gemeinsamen Aufnahmen war klar, dass seine Stimme nicht wirklich passt. Er hat halt ein sehr charakteristisches Organ. Bei ihm klang es immer so, als würden SABBAT Songs von HELL covern.“ Selbstverständlich der grundlegend falsche Ansatz. Deshalb wurde Walkyier von seinen Aufgaben entbunden, was diesen verständlicherweise nicht sonderlich freute. Mittlerweile sollen sich Sneap und Walkyier aber wieder vertragen haben. Wie auch immer, der richtige Sänger für HELL hielt sich bereits im Studio auf, nur hatte ihn keiner auf der Rechnung gehabt. „Kevs Bruder David Bower ist in Großbritannien ein bekannter TV- und Bühnenschauspieler, der unter dem Künstlernamen David Beckford auftritt. Ursprünglich sollte er nur einige Chöre für den Hintergrund einsingen, aber es stellte sich heraus, dass er deutlich mehr kann. Durch seine Ausbildung bringt er genau die Theatralik mit, die HELL ausmachen. Wir sahen uns nach den ersten Versuchen von David verblüfft an und sagten: Genau so hätte Halliday geklungen, würde er heute noch leben.“ Zusätzlich machte die Band Sneap das Angebot, nicht nur als Produzent, sondern auch als Gitarrist an der Reinkarnation von HELL teilzunehmen, was dieser bei einer derartigen Vorgeschichte natürlich nicht ablehnen konnte. Zumal es ihm neue Aspekte seines Instrumentes näher brachte. „Ich habe im Thrash Metal natürlich meinen eigenen Stil entwickelt. Aber mit Kev zusammen zu spielen, war eine besondere Herausforderung, die mich technisch weitergebracht hat. Neben David Halliday ist Kev Bower mein größter Einfluss als Musiker.“ Trotzdem soll nicht unerwähnt bleiben, dass »Human Remains« dem in Derbyshire ansässigen Engländer eine Menge Arbeit machte. Doch der 41jährige Sneap nimmt es gelassen. „Die Aufnahmen liefen trotz der Doppelbelastung ziemlich gut. Wir suchten unsere Lieblingssongs von den Demos aus, nahmen sie neu auf und konnten an manchen Stellen sogar Originalpassagen von Halliday verwenden. Wir haben auch neue Songs geschrieben, aber die heben wir uns fürs nächste Album auf. Das soll dann zu 50 Prozent aus alten und neuen Kompositionen bestehen.“ Es ist also offensichtlich, dass Sneap voraus plant und auch weiterhin die Doppelbelastung Musiker/Produzent auf sich nehmen will. „Das ist an sich kein großes Problem. Wirklich Nerven haben mich nur Mix und Mastering gekostet. Wenn du so nah am Material dran bist, dann fällt es sehr schwer, den Stücken den letzten Feinschliff zu verpassen. Vielleicht gebe ich diesen Job beim nächsten Mal besser ab.“ Ein Grund, warum sich die Aufnahmen über mehrere Jahre hinzogen

Feuer frei
Ein weiterer Grund für die relativ lange Aufnahmezeit war die Tatsache, dass die verbliebenen Bandmitglieder beim ersten Treffen anno 2006 nicht mehr hundertprozentig in Form waren, wie Kev Bower unumwunden zugibt. „Nach Hallidays Selbstmord 1987 waren wir alle völlig am Boden zerstört. Ich verkaufte umgehend mein ganzes Equipment, gründete eine Familie, ließ mich wieder scheiden. Ein ganz normales Leben also, haha. Ich hörte nicht mal mehr Heavy Metal, bis mein Sohn mich plötzlich wieder auf den Geschmack brachte. Er zeigte mir Bands wie TRIVIUM oder NEVERMORE, und ich erinnerte mich wieder daran, dass HELL damals etwas Besonderes waren.“ Was man nur unterstreichen kann. Denn die Band klingt zwar eindeutig nach New Wave of British Heavy Metal, hat aber dennoch einen ganz eigenen Sound. Als Vergleich kommt vielleicht maximal noch eine Mischung aus MERCYFUL FATE und METAL INQUISITOR in Frage, aber selbst dieser Vergleich hinkt. Textlich gibt es ebenfalls Parallelen zu den dänischen Kollegen, da sich HELL offen mit dem Teufel und seinen Schergen auseinandersetzen. Kollege Sneap sieht das allerdings eher aus einem unterhaltenden Blickwinkel. „Ich kann zwar nur für mich sprechen, aber ich glaube weder an Gott, Satan oder die Zahnfee. Aber all das ist super für Heavy Metal und Horror – am Ende geht es um Entertainment.“ Im Rückspiegel betrachtet, erläutert Bower: „Vielleicht waren wir unserer Zeit damals einfach ein bisschen voraus. Bands wie MERCYFUL FATE oder VENOM starteten ungefähr parallel zu uns, hatten aber ein bisschen mehr Glück. Ich muss allerdings betonen, dass beide Bands keine Einflüsse von HELL sind. Wir hatten nur alle die gleiche Idee.“ Bleibt letztlich zu hoffen, dass Fortuna den sympathischen Briten dieses Mal gewogen ist. Denn in diesem Fall können wir uns auch live auf etwas gefasst machen, wie Bower ausführt. „Wir waren damals vor allem im Norden Englands unterwegs, spielten in den fünf Jahren Support für BUDGIE (walisische Vorreiter-Combo in Sachen Heavy Metal – Anm.d.A.), JAGUAR oder URIAH HEEP. Aber unsere finanziellen Mittel als Demo-Band waren natürlich minimal, also passierte nicht viel. Heute ist allein aufgrund der Technik viel mehr möglich, und doch verzichten diverse Bands auf Showeinlagen. Das finde ich schade. Sollte sich das Album gut verkaufen, dann werden wir diese Möglichkeiten ausnutzen. Okay, an RAMMSTEIN oder KISS kommen wir mit Sicherheit nicht heran, aber eine Band wie HELL ohne Showeffekte ist live nicht denkbar.“ Also schlagt zu. Schließlich sind die 90er Jahre mit ihrem Grunge endgültig vorbei, und es regiert wieder Doktor Eisenfaust! In dieser Hinsicht los gehen soll es noch vor Ende des Jahres – HELL arbeiten an Tourplänen und Herr Sneap freut sich über den Enthusiasmus seiner Bandkollegen, der ihn an seine eigene Vergangenheit erinnert. Doch Kev Bower ist noch nicht fertig. „Da ich eine lange Zeit weg vom Fenster war, betrachte ich die heutige Metal-Szene mit etwas mehr Distanz. M ir ist aufgefallen, dass viele Bands zu ähnlich klingen; das war in den 80ern noch nicht so verbreitet. Wahrscheinlich machen sich viele junge Musiker über alles mögliche Gedanken. Dabei vernachlässigen sie aber das Songwriting. Und das ist das Wichtigste.“ Weise letzte Worte der NWoBHM-Legende, die hoffentlich nicht ungehört verhallen.
Marcus Zemke

Review

New Wave Of British Heavy Metal
Frischzellenkur für die NwoBHM
Die Pleite der Plattenfirma und der tragische Selbstmord des Sängers Dave Halliday im Jahr 1987 brachten HELL zwar ins Stolpern, aber aufhalten ließen sich die Briten nicht. Im Jahr 2011 heißt es wieder 'Save Us From Those Who Would Save Us'. Mit Starproduzent Andy Sneap an der Gitarre und Sänger David Bower holzten die verbliebenen Originalmitglieder zehn Songs ihrer legendären Demos neu ein. Erstaunlich, wie frisch das Material klingt und auch im heutigen Kontext funktioniert. Eine Nummer wie 'On Earth As It Is In Hell' könnte auch aus der Feder von METAL INQUISITOR stammen, während das schnelle 'Plague And Fyre' der manchmal etwas angestaubt wirkenden NWoBHM einen ordentlichen Tritt in den Hintern verpasst. Insgesamt überzeugen die Briten mit einer Mischung aus großartigen, eingängigen Hymnen und jeder Menge Theatralik (wie zum Beispiel bei 'Blasphemy And The Master' nachzuhören), die selbst KING DIAMOND komplett erblassen lassen dürfte. Anspieltipps sind neben den genannten Meisterwerken das geradlinige 'Let Battle Commence', das pompöse 'The Devils Deadly Weapon' und der epische Rausschmeißer 'No Martyrs Cage'. Kurzum, wer das Wort „true" in den Mund nimmt, muss diese Scheibe kennen.
Marcus Zemke

Trackliste Dauer
1 - Overture (Themes from Deathsquad) 1:14
2 - On Earth As It Is In Hell 5:09
3 - Plague And Fyre 5:09
4 - The Oppressors 5:53
5 - Blasphemy And The Master 8:11
6 - Let Battle Commence 4:23
7 - The Devil's Deadly Weapon 10:14
8 - The Quest 4:21
9 - Macbeth 7:21
10 - Save Us From Those Who Would Save Us 5:05
11 - No Martyr's Cage 9:00
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