EXODUS

Exhibit B: the human condition


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EXODUS - Exhibit B: the human condition
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  • Genre:Thrash Metal
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Thrash til fuckin death!

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Die menschliche Seite
Mit »Exhibit B: The Human Condition« beweisen die Thrasher von EXODUS einmal mehr, dass sie zu den besten Riff-Schmieden dieses Universums gehören. Aber wo andere einfallslos eine Passage an die nächste hängen, kreieren die Jungs aus der Bay Area echte Hymnen mit Gänsehautfaktor. Einer der verantwortlichen Architekten ist Gary Holt, den wir auf der gemeinsamen US-Tour mit TESTAMENT und MEGADETH im Tourbus in New Orleans erwischten.

"Es läuft absolut großartig", meint ein ziemlich übermüdeter Holt. "Die Clubs sind voll und die Stimmung ist jeden Abend am Siedepunkt. Aber das kann ja auch nicht anders sein, wenn drei solche Bands zusammen unterwegs sind, haha." Wohl wahr, drei waschechte Thrash-Legenden auf einem Haufen sieht man nicht alle Tage. Zumal auch alle drei Combos mit ihren letzten Veröffentlichungen begeistern konnten. Am aktuellsten in dieser Reihe ist »Exhibit B: The Human Condition« aus dem Hause EXODUS, ein wahres Riff-Massaker mit überraschend melodischen Einsprengseln. Der Titel des Werkes legt nahe, dass es sich bei dem Material um Überbleibsel der letzten Scheibe »The Atrocity Exhibition – Exhibit A« handelt. Doch Gary stimmt nur teilweise zu. "Wir hatten zum damaligen Zeitpunkt vier Songs bereits fertig, drei weitere bestanden zumindest im Ansatz. Aber wir haben alle Texte umgeschrieben, weil wir einfach nicht zufrieden waren. So viel Arbeit haben wir in die Lyrics noch nie investiert." Der Mann, aus dessen Mund besagte Texte heraus geschossen kommen hört auf den Namen Rob Dukes, und der liefert auf »Exhibit B: The Human Condition« die Leistung seines Lebens ab. Hat der gute Mann am Ende gar Gesangsunterricht genommen? Holt muss ob dieser Vorstellung lachen. "Nein, das ist ein natürlicher Prozess. Man darf nicht vergessen, dass »Shovel Headed Kill Machine« das erste Album war, das Rob unter professionellen Bedingungen aufgenommen hat. Er fühlt sich in seiner Rolle immer wohler, jeder Auftritt schweißt uns enger zusammen. Und das wirkt sich wiederum auf die gesamte Band aus, die sowohl auf der Bühne als auch im Studio perfekt zusammen arbeitet. Aber ich weiß, was du meinst. Er hat dieses Mal viel mehr Gefühl in der Stimme, was ich persönlich sehr gut finde. Aber ich dränge ihn zu nichts. Er ist der Sänger und entscheidet. Der Rest ergibt sich von ganz alleine, wie man bei diesem Album ja gut sehen kann."

Organisch gegen synthetisch
Im Vorfeld der Veröffentlichung wurden einige Details verbreitet, zum Teil auch von der Band selbst. So hieß es zum Beispiel lange Zeit, die Scheibe würde schlicht »The Atrocity Exhibition – Exhibit B« heißen. Warum erfolgte plötzlich die Umbenennung? "Wie gesagt, wir haben sehr intensiv an den Texten gearbeitet – was ein genereller Trend bei EXODUS zu werden scheint – und dabei eine Gemeinsamkeit festgestellt. Alle handelten irgendwie von menschlichen Verfehlungen. Deshalb hielten wir es für angebracht, den Titel anzupassen." Angepasst wurde auch der Sound. Während der Vorgänger zwar fett, aber auch sehr steril und künstlich klang, tönt die neue Scheibe deutlich wärmer. Und das, obwohl mit Andy Sneap, der ja für seinen "kühlen" Sound bekannt ist, der gleiche Produzent im Sessel saß. "Stimmt, und wahrscheinlich denkt jetzt jeder, dass wir Andy um die Kurskorrektur gebeten haben. In Wahrheit war es aber seine Idee. Die Songs verlangten einfach nach einem wärmeren, organischeren Sound, das hat er gut erkannt. Es gab intern keinerlei Diskussionen darüber. Für »The Atrocity Exhibition – Exhibit A« war das Synthetische, auch was das Inhaltliche angeht, allerdings genau richtig, auch wenn vielleicht nicht alle Fans damit einverstanden waren. In diesem Fall ist die künstlerische Vision jedoch einfach wichtiger als die Meinung einzelner. Das soll nicht arrogant klingen, aber letztlich entscheiden nur wir, was EXODUS ausmacht."

Archivplünderer
Restlos begeistert dürften die Anhänger der Bay Area-Legende hingegen von der ebenfalls kürzlich veröffentlichten, fünfstündigen DVD »Shovel Headed Tour Machine« sein, die neben einem überragenden Gig auf dem Wacken Open Air auch Tonnen von Dokumentationen, Videoclips und Blicke hinter die Kulissen enthält. Auch Gary Holt ist hörbar zufrieden mit dem Ergebnis. "Eigentlich war diese DVD gar nicht geplant. Aber nachdem wir das Material aus Wacken gesehen hatten, mussten wir es einfach unter die Leute bringen. Also plünderten wir unsere privaten Archive, damit die Anhänger auch einen echten Gegenwert für ihr Geld erhalten." Eine löbliche Einstellung, die bei der ersten DVD »Live At The D.N.A.« aus dem Jahr 2005 (das letzte Dokument mit Sänger Steve "Zetro" Souza) sträflich ignoriert wurde. Ein Konzert mit einer fest installierten Kamera und drei Minuten Bonusmaterial. Der Meister des Thrash-Riffs winkt ab. "Das Ding ist ja keine offizielle Veröffentlichung, sondern nur etwas für unsere Die-Hard-Fans. Wir haben das Ding in erster Linie ja auch über unsere Homepage vertrieben." Apropos Die-Hard-Fans. Die sitzen natürlich auch in Europa und fragen sich, ob ein Billing wie MEGADETH, TESTAMENT und EXODUS nicht auch in der alten Welt funktionieren würde. Der Flitzfinger kichert. "Diese Frage stellt mir jeder europäische Journalist, aber ich bin leider der falsche Ansprechpartner. Die Tour ist Dave Mustaines Baby. Wenn er später im Jahr so etwas plant wären wir mit Sicherheit nicht abgeneigt. Aber erstmal verfolgen wir unsere eigenen Pläne. Im Juni oder Juli kommen wir mit jeder Menge neuer Songs im Gepäck zu euch. Ich erinnere mich gerne an die gemeinsame Tour mit OVERKILL vor zwei Jahren. Da wir jetzt ja beim gleichen Label unter Vertrag stehen, wäre das vielleicht eine Option." Und eine, mit die Thrasher ganz sicher prima leben könnten. Macht euch auf einen heißen Sommer gefasst!
Marcus Zemke

Tracklist Dauer
1 - The Ballad Of Leonard And Charles 7:14
2 - Beyond The Pale 7:40
3 - Hammer And Life 3:31
4 - Class Dismissed (A Hate Primer) 7:14
5 - Downfall 6:21
6 - March Of The Sycophants 6:45
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