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EMPEROR

Prometheus

EMPEROR - Prometheus
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Artikelnummer:
117328
Format:
CD
Genre:
Black Metal
Verfügbarkeit:

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Produktbeschreibung

"The Discipline of fire & demise". Das Abschieds-Album der Black Metal-Legende!

Interview

Ehrlich zu sich selbst

Während der Studio-Arbeiten zu ihrem neuen Album kam es raus: ‚Prometheus – The Disciple Of Fire And Demise’ wird definitiv das letzte EMPEROR-Album sein. Also den Trauerflor übergezogen und Mainman Ihsahn ein letztes Mal in seiner Funtion als Denker und Lenker der Black Metal-Innovatoren befragt.

Die Nachricht vom Split der norwegischen Institution platzte jedoch nicht etwa wie eine Bombe, sondern wurde heimlich, still und leise im Verlauf der zahlreichen Studio-Reporte zur neuen Scheiblette bekannt. Und auch der Grund für das Auseinandergehen der Jungs ist nicht wirklich spektakulär. „Alles in allem glaube ich, dass wir mit EMPEROR alles erreicht haben, was wir können. Wir hatten immer unsere unterschiedlichen Vorstellungen in Bezug auf die Musik, die sich über die Jahre entwickelt haben. Der Kompromiss zwischen diesen Differenzen war jedoch immer sehr konstruktiv. Am Ende haben wir selbst den Zeitpunkt gewählt, als wir ihn für gut hielten.“ Keine Rede also von den üblichen Animositäten bei Bandauflösungen, kein Hauen und Stechen und böses Blut, sondern einfach drei Musiker, die sich auf dem Höhepunkt ihrer gemeinsamen Karriere in gegenseitigem Einvernehmen voneinander trennen, um neue Wege zu gehen. „Natürlich gibt es auch Differenzen zwischen uns, in zehn Jahren ist das ganz normal. Wir gehen aber auf jeden Fall als Freunde auseinander.“ In dieser Dekade also hat die Band nach eigener Ansicht alles erreicht, was für EMPEROR möglich war. „Wir hatten das große Glück, in unserem Leben nichts außer Musik machen zu können. Wir konnten mit unserer Musik immer kompromisslos sein. Also haben wir auch dann ein Ende gesetzt, als wir es für richtig hielten, bevor die ganze Sache zu etwas wird, was sie nie werden sollte.“ Auch aus diesem Grund zeigten sich das Trio konsequent, beschlossen sie doch schon vor den Aufnahmen, dass ‚Prometheus’ ihr letztes gemeinsames Album sein wird. Fraglich natürlich, ob sich die Band damit nicht einem ungeheuren Druck ausgesetzt hat. Immerhin standen und stehen EMPEROR seit ihren Anfängen an der kreativen Spitze der Black Metal-Bewegung. So dürften wohl einige eine Platte erwarten, die quasi die Essenz und damit auch den Höhepunkt der Kreativität der Band erwarten. „Druck ist natürlich immer da, wenn man ins Studio geht. Allerdings ist es für uns völlig irrelevant, irgendeine Erwartungshaltung zu erfüllen, wenn wir Musik machen. Ich persönlich bin mit der Arbeit an den Songs immer so beschäftigt, dass ich äußere Einflüsse gar nicht wahrnehme. Wir schauen nicht auf den Markt und was er von uns verlangt.“ Recht hat er, denn beim Blick auf das Songmaterial wird schnell klar: EMPEROR sind einmal mehr keinerlei Kompromisse eingegangen und entwickeln die Songstrukturen ihrer letzten Platte konsequent weiter. Dabei kommen auch verstärkt wieder Keyboard-Parts und Samples zum Einsatz, die eine Rückbesinnung auf das 97er-Album ‚Anthems To The Welkin At Dust’ erschließen lassen... „Es ist schon eine Mischung der letzten beiden Alben. Das ist vielleicht der einzige Einfluss, den wir in der Gewissheit, unser letztes Album zu machen, zugelassen haben: Uns von dem beeinflussen zu lassen, was wir in der Vergangenheit gemacht haben. Nicht unbedingt vom musikalischen, sondern vom atmosphärischen Aspekt her, so zum Beispiel von den epischen Parts auf ‚Anthems’.“ Folgerichtig haben die drei kreativen Norweger auch den Sound etwas modifiziert: Wurdest Du bei ‚IX-Equilibrium’ noch von einer brutalen Gitarrenwand erschlagen, die alles andere in den Hintergrund gedrückt hat, gibt es auf dem neuen Silberling neben druckvollen Sechssaitern auch durchaus Platz für andere Instrumente. Für die Produktion hat sich die Band diesmal viel Zeit gelassen. Da Ihsahn über ein eigenes Homestudio verfügt, ging die Arbeit an ‚Prometheus’ in verschiedenen Perioden über die Bühne. Den Großteil nahm der Mastermind im Alleingang auf und spielte dabei mal eben fast alle Gitarren, Gesang, Bass, Samples und Keyboards ein. Ganz zu schweigen davon, dass auch das gesamte Songmaterial sowie die Texte seinen Hirnwindungen entsprungen sind. Trotz allem bestreitet Ihsahn, dass das Farewell-Album eigentlich so etwas wie seine Solo-Platte ist. „Wenn es ein Solo-Album wäre, würde es sich nicht wie ein EMPEROR-Scheibe anhören. (Aha! - d.Verf.) Es war nicht geplant, dass ich das ganze Material schreibe. Samoth und Trym waren sehr beschäftigt mit ZYKLON und der Großteil wurde in meinem Studio aufgenommen. Dennoch ist das Material von unserer zehnjährigen Zusammenarbeit und unserem gemeinsamen musikalischen Fundament beeinflusst. Es ist also alles andere als ein Solo-Album. Außerdem habe ich Trym für seine Drums nur ein paar Basic-Tracks vorgegeben, seine Interpretation ist wirklich exzellent! Bei Samoth ist es so, dass er kurz vorher noch mit ZYKLON im Studio war. Nach einer Album-Produktion kann man sich schon mal etwas leer fühlen. Es ist im Grunde eine Frage der Zeit und der Energie, die einem noch bleibt.“ Allzu groß scheint der Input seines langjährigen Mitstreiters also nicht gewesen zu sein, was der ganzen Sache doch einen kleinen Beigeschmack gibt... Egal, Themawechsel: Der Albumtitel weckt beim potentiellen Käufer die Erwartung auf ein Konzeptalbum, war ‚Prometheus’ doch der Frechdachs aus der griechischen Mythologie, der den Göttern das Feuer stahl um es den Menschen zu bringen. Zur Strafe ließ in Zeus an einen Stein schmieden, wo ein Adler immer wieder seine nachwachsende Leber zerfleischte. „ Es handelt sich schon um ein Konzeptalbum, doch hat der Titel nichts mit der Storyline zu tun, sondern ist mehr im übertragenen Sinne zu sehen. Ich benutze Prometheus in der Art, wie wir auch schon Ikarus verwendet habe: Als Symbol für jemanden, der Konventionen bricht, der trotz der Konsequenzen den anderen Weg geht. Das ist die Essenz der Texte. Ich bin auch kein großer Experte auf dem Gebiet, die Geschichte ist mehr symbolisch zu sehen, da sie genau den Kern dessen enthält, was ich aussagen wollte. Wie viele andere Metal-Bands bin also auch ich schuldig, aus der Mythologie das herauszupicken, was am besten meine Gedanken wiedergibt und veranschaulicht.“ Schuldig im Sinne der Anklage also – Dies gilt bei EMPEROR nicht nur für die Auswahl des symbolischen Albumtitels, sondern auch für ihre Zusammenarbeit mit Szene-Gigant Nuclear Blast. Wie viele ihrer Kollegen auch entschied man sich, für ‚Prometheus’ auf dem deutschen Markt mit einem der großen Indie-Labels zusammenzuarbeiten. Da wird gerade bei den ehemaligen „Elite“-Bands wie IMMORTAL und eben EMPEROR der Vorwurf des sellout laut. „Erst mal muss ich sagen, dass dies ein Arrangement unseres Labels Candlelight ist. Das sind Entscheidungen, die wir nicht treffen. Zweitens sehe ich diese ganze Underground-Sache und die Frage, ob man nun ‚true’ oder ‚sellout’ oder was auch immer ist, sehr zwiespältig. Nach meiner Definition heißt ‚true’, ehrlich zu sich selbst und der eigenen Musik zu sein. Es geht nicht darum, einem Publikum zu gefallen oder Zugeständnisse an den Markt zu machen. Es gibt Leute in der Szene, die auf der einen Seite wollen, dass wir ‚true’ sind, und auf der anderen Seite wieder ein Album im Stile von ‚In The Nightside Eclipse’ zu machen. Wenn wir aber dem Verlangen solcher Leute nachgeben würden, wären wir so was wie die SPICE GIRLS, dann würden wir alles tun, um dem Publikum zu gefallen. Was wir den Fans schulden, ist ehrlich zu uns und unserer Musik zu sein und keine Kompromisse für niemanden einzugehen.“ Trotz aller Ehrlichkeit vor ihren Fans müssen diese doch eine große Enttäuschung hinnehmen, denn die Band wird, allen vagen Hoffnungen zum Trotz, keine Abschiedshows mehr spielen. „Wir haben das zwar diskutiert, aber es gibt kaum Möglichkeiten, ein komplettes Line Up auf die Bühne zu bekommen, also lassen wir es sein. Für einige Metal-Bands ist es die natürliche Konsequenz, nach einer neuen Scheibe auch Live-Shows zu spielen. Für EMPEROR war es jedoch immer was anderes, Songs für ein Album zu machen und eine Tour vorzubereiten. Wenn wir jetzt in den Prozess, Live-Shows vorzubereiten, einsteigen würden, würde das ein Schritt in eine nicht-endende Phase bedeuten, die weit über das hinausgeht, wobei wir uns noch gut fühlen würden. Wir haben uns also für das sofortiges Ende entschieden, auch weil es in einer Fan-Band-Situation immer besser ist, wenn das Publikum hungrig ist als wenn es die Nase voll hat.“ Trotzdem schade.
(Sebastian Külbel)

Review

Oder: Wagner + In the nightside eclipse + Gitarrengefrickel = EMPEROR!

Ein Bekannter von mir (Jochen Fopp von MIRROR OF DECEPTION) meinte seinerzeit, daß EMPEROR wie ein schlechtgelauntes Symphonieorchester klingen, welches in einer Concorde durch einen Gewittersturm fliegt. Ich finde besser kann man die Musik EMPERORs nicht umschreiben! Symphonisch, rasend, aggressiv, erhaben und bombastisch zugleich. Es tut mir leid wenn ich jetzt ins schwärmen gerate, aber das neuste Machwerk der norwegischen Kaiser wird seine Spuren in der Szene hinterlassen, wie auch schon ihre vorigen Alben, die man in Jahr 2001, mit ruhigem Gewissen als Klassiker bezeichnen kann. EMPEROR verbinden wieder auf einzigartige Weise ihre rauhe Black Metal-Vergangenheit mit progressiven, ja fast jazzigen Elementen und bombastischen, klassischen Passagen, und präsentieren es in einem sehr modern anmutenden Soundgewand. Wer „IX Equilibrium“ mochte, wird dieses Album lieben, denn ich tu es jetzt schon. Zwar hör ich schon jetzt das Genöle von diesen selbsternannten Black Metal-Underground-Päpsten, die der Band mal wieder den kommerziellen Ausverkauf vorwerfen werden, aber ich denke, EMPEROR haben mit ihrem Schwanengesang „Prometheus“ eines der besten Metal-Alben dieser Dekade geschaffen. Ich sag euch Leute, besorgt euch dieses Album und unterwerft euch der EMPEROR-Horde! Und vor allem, schaut euch, wenn Ihr die Möglichkeit haben solltet, diese Wahnsinnsband live an, denn dieses Mal wird es wahrscheinlich die letzte Möglichkeit sein!
(Björn Dähn)

Trackliste Dauer
1 - The eruption 6:28
2 - Depraved 6:32
3 - Empty 4:16
4 - The prophet 5:41
5 - The tongue of fire 7:10
6 - In the wordless chamber 5:12
7 - Grey 5:05
8 - He who sought the fire 5:28
9 - Thorns on my grade 5:55
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