DORO

Raise your fist


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DORO - Raise your fist
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  • Artikelnummer:202110
  • Format:CD
  • Genre:Heavy/True/Power/Speed Metal
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Straighte Metal-Hymnen und tolle Balladen von der Metal-Queen - plus Duett mit Lemmy (MOTÖRHEAD)!

Mehr Info:

Ja, es darf darüber gestritten werden, ob es sich beim neuen Doro-Werk »Raise Your Fist« um ein Jubiläumsalbum handelt, zumal die Düsseldorfer Sängerin erst anno 2013 ihre 30-jährige Präsenz auf den Bühnen, die die Metal-Welt bedeuten, feiert. Doch ihre insgesamt 17. Scheibe wird Deutschlands Metal-Queen nach der Veröffentlichung am 19. Oktober während der sich anschließenden Welttournee auch ins nächste Jahr hinein begleiten und den Schwerpunkt von Doros Live-Programm bilden.

Nicht gestritten hingegen darf – soviel steht bereits nach dem Erscheinen von »Raise Your Fist In The Air«, dem vier Tracks umfassenden Vorboten des eigentlichen (nun wir nennen mal weiter so) Jubiläumswerkes – über die Qualitäten des neuen, in Noten gemeißelten Statements pro Heavy Metal: Die sind über jeden Zweifel erhaben und führen einmal mehr das musikalische Vermächtnis des Warlock-Klassikers »Hellbound« - freilich in einer modernen Interpretation – weiter.

Mit dem 1985 nur ein Jahr dem Debüt »Burning The Witches« nachgelegten »Hellbound« gelang Doro Pesch mit ihren damaligen Mannen nämlich das, was nur sehr wenigen Rockern und Schwermetallern aus deutschen Landen in jener Zeit gelang: den Fokus von der New Wave of British Heavy Metal auf den „Teutonic Metal“ zu lenken. Nicht umsonst schafften es die deutschen Newcomer praktisch aus dem Stand, sich mit ihren ersten Tourneen als Special Guests für solche Legenden wie Judas Priest, Dio und W.A.S.P. zu qualifizieren, beziehungsweise sich auf der Loreley beim „Metal Hammer Festival“ 1986 mit Institutionen wie Metallica, Venom und den Pretty Maids messen zu dürfen – beim legendären „Monsters Of Rock“ steht Doro Pesch 1986 sogar als erste Frau überhaupt vor 120.000 Fans auf der Bühne dieses britischen Mega-Events.

Ebenso rasant startete Doro ab 1989 dann auch mit ihrer Solokarriere durch: So schafften es sämtliche seit der Millenniumswende veröffentlichte Studio-Alben in die Top-30 der Deutschen Albumcharts – der letzte Output »Fear No Evil« sogar auf Platz 11. Nebenbei betätigte sich Doro auch als Schauspielerin (2006 in »Anuk«, einem Film von Luke Gasser, mit dem Sie ab Mitte August 2012 die Fortsetzung in Irland und der Schweiz dreht.

Anlässlich der Show zum 25-jährigen Bühnenjubiläum im Düsseldorfer ISS Dome am 13. Dezember 2008 erwiesen der blonden Sängerin keine Geringeren als Klaus Meine und Rudolf Schenker (Scorpions), Tarja Turunen (Ex-Nightwish), Liv Kristine (Leaves’ Eyes), Sabina Classen (Holy Moses), Bobby Ellsworth (Overkill), Axel Rudi Pell und viele andere Metal-Institutionen sowie 9.000 Fans ihre Ehrerbietung. Und während der 2010-er Europatournee von Motörhead traten die Düsseldorferin und ihre Band nicht nur im Vorprogramm von Lemmy Kilmister & Co. auf: Doro sang auch während des eigentlichen Konzerts der Briten im Duett mit dem „Warzmann“ ’Born To Raise Hell’ – einen Ritterschlag, den sich bisher nicht viele KollegInnen der schwermetallischen Zunft verdienten!

Kein Zweifel, dass »Raise Your Fist« diesen Höhenflug fortsetzt, denn für alles andere ist das Songmaterial viel zu stark, besitzt dafür bereits schon jetzt unermessliches Hit-Potenzial und Evergreen-Charakter. Wie zum Beispiel der Titelsong des Albums (und der Vorab-Maxi), der sofort zum Mitrocken animiert und unter Umständen ’All We Are’ als programmatische Identifizierungshymne Nummer eins im Repertoire von Doro ablösen könnte – und auch der energische Speedster ‘Take No Prisoner’ sowie die Doublebass-Hymne ‘Revenge’ schlagen ähnlich schnell und intensiv auf die Trommelfelle auf und animieren zwingend die Headbanger-Nackenmuskulatur.

‘Coldhearted Lover’ und ‘Rock Till Death’ wiederum strotzen nur so vor Stadionrock-Appeal, während das gefühlvoll-epische und trotzdem vital daherkommende ‘It Still Hurts’ nicht nur aufgrund des grandiosen Duetts mit Motörhead-Urviech Lemmy auf der emotionalen Ebene Akzente setzt. Genau wie das deutschsprachige ‘Engel’, das wiederum von herrlich verträumten Piano/Synthie-Sequenzen eingeleitet wird und das Doros ausdrucksstarke Stimme perfekt in Szene setzt.

‘Freiheit (Human Rights)’ fügt dank seines swingenden Grooves dem Gesamterscheinungsbild von »Raise Your Fist« genauso eine wohltuend andere Facette hinzu wie das leicht gen Kyuss’schen Wüsten-Rock verweisende, ansonsten Aerosmith-ig schmissig daherkommende ‘Victory’ beziehungsweise das abschließende ‘Hero’ mit seiner magischen Atmosphäre und düsteren Black-Sabbath-Flair – übrigens eine Hommage an die vor zwei Jahren verstorbene Sänger-Legende Ronnie James Dio und der erste Song, den Doro für diese Album kreierte. Nicht zu vergessen das stoisch im Midtempo durchmarschierende ‘Grab The Bulls By The Horns’, zu dem kein Geringerer als der aktuelle Ozzy-Gitarrist Gus G. einige Licks beisteuerte und das durchweg hohe songwriterische Niveau des Albums insofern unterstreicht, als das man sich es leisten kann, einen solchen Ohrwurm eben NICHT als Single auszukoppeln!

Überhaupt: Eine ungeheure Dynamik, die kompositorische Vielfalt (hier erfuhr zudem die Kooperation mit Joey Balin ihre Renaissance – einem US->Songwriter-Crack, mit dem Doro bereits Songs unter anderem für CDs wie »Triumph & Agony« und »Force Majeure« komponierte) und der Reichtum an Details zeichnen »Raise Your Fist« zu jeder Sekunde, mit jeder Note aus und gestalten das Werk selbst für anspruchsvolle Zuhörer interessant, die neben dem Mitrocken ständig quasi zwischen den Noten nach dem gewissen Mehr suchen. Damit avanciert »Raise Your Fist« schon jetzt zu dem, was es ist: Dem besten Doro-Werk aller Zeiten. Und einem würdigen, ähm, Jubiläumsalbum, das Doro auch durchs nächste Jahr begleiten wird – bis zum Höhepunkt ihrer Tournee auf dem größten Heavy-Metal-Festival der Welt, dem Wacken:Open:Air 2013, für das unsere Metal-Queen bereits jetzt als Headliner bestätigt ist …

Aus dem Nuclear Blast-Magazin:

Programmatischer könnte die Überschrift für ein traditionell ausgerichtetes Heavy-Metal-Album kaum ausfallen: Headbanger, hebt die Fäuste (und schüttelt die Mähnen)! Und wer alleine nach der unverfroren schnell ins Ohr gehenden Titelhymne oder dem nicht minder programmatischen, von seiner Machart her ein wenig an den Priester-lichen Über-Smasher ‘Freewheel Burning’ erinnernden Banger ‘Take No Prisoner’ nicht sofort an einer hyperaktiven Nackenmuskulatur leidet, sollte einen Besuch beim Arzt seines Vertrauens erwägen und sich auf psychomotorische Störrungen hin untersuchen lassen. Auch ‘Little Headbanger’ schlägt in diese Kerbe, täuscht aber durch seinen monumental-epischen Beginn eine leichte Savatage-Affinität an, bevor auch hier die kleinen, grauen Zellen von seinem Besitzer schwindelig gebangt werden und der Gehirnpudding ordentlich im Schädel schwabbelt. Aber Doro wäre nicht Doro und Deutschlands unangefochtene Metal-Queen, wenn sie nur einseitig auf den Hau-drauf-Modus setzen würde: Abwechslung ist auch auf »Raise Your Fist« (dem Album) Trumpf – „Dynamik lautet das Zauberwort. ‘Victory’ zum Beispiel lässt dank des ergreifenden Grooves einerseits sofort an Aerosmith denken, andererseits - ob der düster angehauchten Vibes - an Wüsten-Rocker wie Kyuss. Das im mittleren Tempo gehaltene ‘Cold Hearted Lover’ begeistert mit seinen ausgeprägten Stadion-Rock-Qualitäten, wie wir sie von Dokken, Ratt und Warrant zu ihren besten Zeiten her kennen – ‘Human Rights’ besticht mit einem bluesigen Flair, das erneut Reminiszenzen an die Luftschmiede, aber auch Great White aufkommen lässt. Und es spricht für das durchweg starke Material der Scheibe, wenn eine Nummer wie ‘Last Man Standing’ eben NICHT als (erste) Single ausgekoppelt wird - ein Song in dem der aktuelle Ozzy-Saitenhexer Gus G. mit einem Solo der Extraklasse brilliert und das mit seinem stoisch im Stechschritt durchmarschierenden Riffing eine ähnlich ausgeprägte Signalwirkung erzeugt wie ‘Smoke On The Water’ oder ‘Rock You Like A Hurricane’. Ganz großes songwriterisches IMAX-3D-Kino liefert auch ‘Hero’, eine Hommage an die am 16. Mai 2010 verstorbene Sangeslegende Ronnie James Dio: Hier gelingt Doro das Kunststück, sowohl lyrische Zitate aus dem Repertoire des kleinen Manns mit der großen Stimme einzubauen als auch die Struktur eng an ‘Heaven & Hell’ (einem der größten Classic-Rock-, ähm, -Klassiker aller Zeiten) anzulehnen, ohne dass das Ganze in irgendeiner Weise „cheesy“ oder gar adaptiert rüber käme. Selbstverständlich setzt Doro auf dem Album auch ihre Stärken im emotionalen Bereich brillant in Szene – allen voran mit dem als A-capella-Ballade beginnenden und an Intensität zunehmenden ‘It Still Hurts’, in dem sich die Düsseldorferin zudem ein ergreifendes Duett mit Motörhead-Kauz Lemmy liefert. Als Appetizer auf das am 19. Oktober erscheinende Album liefert die 4-Track-Maxi »Raise Your Fist In The Air« ab 3. August mit ‘Raise Your Fist’, ‘Victory’, dem deutschsprachigen ‘Engel’ und der französischen Version des Titeltracks nicht nur einen repräsentativen Vorgeschmack auf die Langrille, sondern gleichzeitig einen mehr als amtlichen Heißmacher auf das 17. Doro-Werk!
Andreas Schöwe

Tracklist Dauer
1 - Raise Your Fist In The Air 3:47
2 - Cold Hearted Lover 3:35
3 - Rock Till Death 3:02
4 - It Still Hurts 4:09
5 - Take No Prisoner 3:08
6 - Grab The Bull (Last Man Standing) 4:57
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