BORNHOLM

Inexorable defiance


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BORNHOLM - Inexorable defiance
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  • Format:CD-Digi
  • Genre:Black Metal
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Ist die Rede von ungarischen Metal-Bands, kommen einem wohl am ehesten ­EKTOMORF oder SEAR BLISS in den Sinn. BORNHOLM aus Budapest gibt es auch schon länger, genau genommen seit der Jahrtausendwende. Das nach einer dänischen Insel benannte Pagan-/Black-Metal-Quintett hat soeben mit »Inexorable Defiance« ein starkes drittes Album veröffentlicht, das Freunden von BATHORY über ­DIMMU BORGIR bis hin zu PRIMORDIAL gut rein laufen dürfte. Gründungsmitglied und Gitarrist Astaroth weiß einiges zu berichten und sieht die Wurzeln von BORMHOLM bis tief in die frühen 90er Jahre hinein reichen.
„Ich habe angefangen, Metal zu spielen, da war ich 14 Jahre alt. Damals hörte ich all den klassischen Stoff wie IRON MAIDEN, JUDAS PRIEST oder ­METALLICA, während man im Fernseher von der zu jener Zeit stark grassierenden Grunge-Musik zugemüllt wurde. Diesen ganzen Alternative-Kack habe ich abgrundtief gehasst. Dann hörte ich das erste Mal einen Song von MERCYFUL FATE und von da an änderte sich mein Leben radikal. Ich suchte nach weiterer düsterer, harter Musik und fand MAYHEMs »De Myteriis Dom Sathanas« und Black Metal wurde zu einer meiner großen Leidenschaften. Ich entdeckte weitere Bands wie DIMMU BORGIR, ­BATHORY, SATYRICON oder ULVER und 2001 nahmen wir dann endlich mit ­BORNHOLM unser erstes Demo auf.“ Die Idee für den Bandnamen ­BORNHOLM stammt vom damaligen Sänger Vlad, der seinerzeit an derselben Universität wie Astaroth Geschichte studierte. „Ich hab damals gedacht, dass wir es mit unserer Musik nirgendwo außerhalb unserer Heimatstadt zu größerer Beachtung bringen würden, von daher habe ich mir seinerzeit auch keine Gedanken über einen Bandnamen gemacht. Die Insel Bornholm galt in der Antike als die Heimat der Burgunden (ostgermanischer Stamm – Anm. d. Verf.), Vlad wollte BORNHOLM unbedingt als Bandname haben. Später fanden wir heraus, dass es auch eine Infektionskrankheit namens Morbus Bornholm gibt.“
Ganz dem antiken Bandnamen verpflichtet, suchen BORNHOLM auch musikalisch nach etwas Ewigem, Unvergänglichem. „Ich strebe nach Musik, die immer Bestand und Relevanz haben wird, nichts ist mir mehr zuwider als trendige Musik. Inspiration erlange ich aus der Kraft und des Zorns des Heidentums und die Reinheit des Ursprungs dient für mich persönlich als Triebfeder für kreatives Denken. Manchmal fühle ich mich wie ein Mensch der Antike, der in ein modernes Zeitalter versetzt wurde. Ich brauche weder irgendwelche Gesetze noch Vorgaben, um mein Leben leben zu können. Ich sehe mich über dem Ganzen und mit der modernen Welt habe ich absolut nix am Hut. Und genau das ist die einzige Form von wahrer Rebellion. Musikalisch denke ich genauso, BORNHOLM passen einfach in keine Schublade, wir spielen unseren eigenen Metal.“ Die Arbeiten an »Inexorable Defiance« begannen bereits 2008, ­BORNHOLM lassen die Sache gerne gemütlich angehen, damit sich am Ende die gesamte Kreativität auch in Gänze entfalten kann. „Lyrisch gesehen gleicht »Inexorable Defiance« einer Reise und beschäftigt sich mit einer sehr schmerzvollen Lebensphase von mir. Ich habe verschiedene Dinge probiert, um Transzendenz zu erlangen, darunter auch Drogen. Letzten Endes zerstört man mit Drogen und Alkohol aber nur sich selbst, doch scheinbar musste ich diese Erfahrung machen, um zu mir selbst zu finden. Die Platte beschäftigt sich mit diesem ganz persönlichen Kampf der Selbstfindung. Musikalisch würde ich »Inexorable Defiance« im Vergleich zu den Vorgängerwerken als farbiger und atmosphärischer bezeichnen.“
Astaroth lebt nun seit etwas mehr als zehn Jahren in Budapest, zuvor war er im Norden Ungarns ansässig. Die ungarische Metal-Szene beschreibt er als geradezu katastrophal und redet schonungslos und frei Schnauze Klartext. „In den 90er Jahren war die ungarische Szene sehr fruchtbar und progressiv und gespickt mit einigen viel versprechenden Bands. Diese Aufbruchstimmung gibt es heutzutage nicht mehr. Du hast hier zig untalentierte Cover-Bands, die jeden Abend in den Clubs immer wieder denselben Mist runterdudeln. Wenn diese Typen nicht auf der Bühne stehen, nerven dich diese ganzen miesen Trend- und New-Metal-Idioten oder aber du musst Sauflieder der untersten Schublade von noch grauenhafteren Folk-Metal-Bands ertragen. Die vielen guten alten Bands haben sich entweder aufgelöst oder sind ihre eigene Parodie. Das, so traurig es ist, ist Ungarn im Jahre 2012. Aber zum Glück gibt es immer noch mal die ein oder andere Perle im Matsch, man muss nur aufmerksam schauen, dann kann man sie entdecken.“ Astaroth ist in der überaus glücklichen, weil in seinem Land ungewöhnlichen Lage, von der Musik leben zu können, aber nur, weil er als Künstler auch für andere Bands tätig ist. Vom Musikmachen alleine könnte er nicht seinen Lebensunterhalt finanzieren. „Ich arbeite primär als Grafikdesigner und habe schon für Bands wie KREATOR, ANNIHILATOR, CREMATORY und SABATON gearbeitet. Musik ist Musik und Geld ist Geld. Man braucht beides, eines alleine reicht nicht für ein glückliches Leben. Ich bin froh, dass ich beide Dinge gut miteinander kombinieren und mich dabei kreativ entfalten kann.“ Auch live sind BORNHOLM sehr aktiv und haben in ihrer Karriere bereits einige große Shows bestritten, Astaroth erinnert sich an die schönsten und schlimmsten Bühnenmomente. „2005 haben wir mal auf dem Sziget-Festival vor den mächtigen MAYHEM gespielt. Die Bühne war voll gepackt mit echten Waffen, Maschinengewehren und irgendjemand hat plötzlich Bombenalarm ausgelöst. Die Polizei kam und hat die gesamte Bühne auseinander genommen. Unsere Show startete mit über drei Stunden Verspätung, aber sie war trotzdem ein voller Erfolg, weil die Atmosphäre so speziell und aufgeheizt war. Man könnte es förmlich spüren. Unseren schlechtesten Gig spielten wir mit einem besoffenen Ex-Bandmitglied, ich weiß nicht mehr genau, wann das war. Der Typ war so besoffen, dass er seine Parts nicht mehr spielen konnte. Es war zutiefst peinlich, sodass ich ihn nach dem Auftritt sofort gefeuert habe.“
Patrick Schmidt

Aus dem Nuclear Blast-Magazin:

Die Ungarn BORNHOLM machen auf ihrem neuesten, mittlerweile vierten Album einiges sehr richtig. Ihr mit viel Anspruch gesegneter Pagan/Black-Metal-Sound bedient sich zwar traditionsgemäß bei den bekannten Genregrößen wie ­BATHORY, ältere SATYRICON oder auch THYRFING, eine eigene Handschrift zeichnet sich jedoch immer deutlicher ab. Das Quintett aus Budapest rückt den eigentlichen Song stets in den Mittelpunkt, die Arrangements sind sehr detailreich und rein atmosphärisch betrachtet, schlittern BORNHOLM zu keiner Phase der Platte ins Klischeehafte ab. Das hat in diesem Genre sehr viel Relevanz, denn nichts ist schlimmer als aufgesetzte Schlachten- und Methornromantik. BORNHOLM begeistern mit mitreißenden Gitarren, wohl dosiert eingesetzten Keyboardflächen und einer stets ausgewogenen Mischung aus Aggressivität und Atmosphäre. Wem genannte Bands gefallen, der kann hier bedenkenlos zuschlagen, »Inexorable Defiance« ist ein Entdeckeralbum, das sicherlich einige Leute überraschen dürfte. Neben SEAR BLISS sind BORNHOLM somit endgültig zum Flagschiff der ungarischen Black-Metal-Szene aufgestiegen.
Patrick Schmidt

Tracklist Dauer
1 - Fear Of Wonders 1:35
2 - Swordbearer 4:50
3 - Flaming Pride And Inexorable Defiance 2:00
4 - Walk On Pagan Ways 4:53
5 - Archaic Pale Visions 1:58
6 - Throne Of Crows 4:52
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