WITCHCRAFT

Legend


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WITCHCRAFT - Legend
  • Artikelnummer:200814
  • Format:CD-Digi
  • Genre:Doom/Stoner/70ies, Hardrock
  • Verfügbarkeit:

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Die limitierte Erstauflage kommt im Digipak inkl. Bonustrack!

Aus dem BLAST!-Magazin:

Ein guter Zeitpunkt für ein Comeback: Man weiß nicht, ob sich das die Schweden von WITCHCRAFT auch gedacht haben, als sie fünf Jahre nach »The Alchemist« endlich wieder ins Studio eingekehrt sind, aber für Außenstehende, die sich mit Heavy bzw. Retro-Rock mit 70er Jahre-Anstrich beschäftigen, kommt es definitiv so ­rüber. Momentan genießen Acts wie GRAVEYARD, HORISONT oder ­UNCLE ACID AND THE DEADBEATS reichlich Aufmerksamkeit – das war um 2000 herum, als WITCHCRAFT sich zusammenfanden, nicht unbedingt der Fall. Ernten sie mit »Legend«, ihrem vierten Album, nun die Früchte ihrer langjährigen Arbeit? Es mutete reichlich exotisch an, als ein paar schwedische Jungspunde unter dem Banner WITCHCRAFT auf einem obskuren, kleinen Label 2002 die Vinyl-only-Single ‘No Angel Or Demon‘ veröffentlichten und dabei verblüffend gut darin waren, authentisch analoge Klänge im Gedenken an PENTAGRAM zusammenzuzimmern. Lee Dorrian (CATHEDRAL) schnappte sich die Band augenblicklich für sein Rise Above-Label und veröffentlichte dort die ersten drei WITCHCRAFT-Scheiben, die im Underground für reichlich Furore sorgten. Schnell fanden sich auch prominente Fans wie etwa Fenriz von DARKTHRONE oder Phil Anselmo von DOWN, der bei einem Auftritt beim Roadburn-Festival 2008 seine Liebe zum antiken Sound der Schweden förmlich von der Bühne herunterbrüllte. Anschließend wurde es verdächtig ruhig um die hochgelobte Band: Kein neues Studiomaterial, Frontmann Magnus Pelander beförderte diverse Bandmitglieder an die frische Luft und man spielte vereinzelte Gigs. Gerüchte über das Ende WITCHCRAFTs kursierten allerorten. Doch wie immer sollte man die Rechnung nicht ohne den Wirt machen! Umso verblüffter werden einige Zeitgenossen gewesen sein, als WITCHCRAFT im Sommer 2012 verkündeten, soeben einen Vertrag mit Nuclear Blast einkassiert zu haben. Den Wechsel vom Spartenkönig Rise Above hin zum schwäbischen Branchenriesen kommentiert Magnus folgendermaßen: „Wir brauchten einfach einen Wechsel, und Nuclear Blast erschien uns da wie die perfekte Heimat.“ Zwischenzeitlich hat man allerdings auch nicht gerade die Hände in den Schoß gelegt, wie der Sänger verrät. „Ich denke, den letzten Gig mit unserem alten Schlagzeuger Fredrik Jansson hatten wir 2010. Dann habe ich begonnen, an neuen WITCHCRAFT-Songs zu schreiben und auch, meine Solo-Karriere vorzubereiten. Ich habe eine EP veröffentlicht und alles für ein ganzes Solo-Album in die Wege geleitet.“ Das selbstbetitelte Stück erschien übrigens 2010 und enthält eine knappe halbe Stunde an Acid Folk Rock und Singer / Songwriter-Melancholie, herzerweichend auf der Akustikgitarre dahergeschrubbt. Was WITCHCRAFT natürlich nicht im Wege stehen wird: Die Wiedergeburt seiner Band genießt bei Pelander den Vorzug – zumindest momentan. Bis auf den langjährigen Weggefährten und Bassisten Ola Henriksson steht ihm dafür auch eine neue Begleitband zur Seite. „Tom Pretty an der Gitarre, Simon Solomon an der Gitarre und Rockstar Johansson hinter dem Drumkit“, stellt der Sänger vor und meint mit Ersterem und Letzterem natürlich Tom Jondelius und Oscar Johansson. „Sie leben alle hier in Örebrö und waren recht einfach zu finden. Wenn man alles easy angeht und immer schön durch die Nase atmet, fällt einem quasi alles in den Schoß.“ Oder so ähnlich. Auffällig ist dabei jedenfalls, dass WITCHCRAFT zum ersten Mal in der Bandgeschichte auf einen zweiten Gitarristen zurückgreifen, denn zuvor langte Magnus neben der Singerei auch noch in die Saiten. Was zumindest live eine ziemliche Umstellung für den Lockenkopf darstellen dürfte – SAINT VITUS-Sänger Wino zumindest wird nicht müde zu betonen, dass er sich ohne Gitarre reichlich nackt und komisch auf der Bühne vorkommt. Probleme, die ein Magnus Pelander nicht kennt. „Ich fühle mich wie ein Mann auf einer Mission. Das habe ich schon immer. Mit oder ohne Gitarre.“ Verändert hat sich der WITCHCRAFT-Sound über die Jahre jedoch nur marginal. »Legend« bekräftigt den enormen Wiedererkennungswert der Band, der seine Kraft aus vielen Oldschool-Doom-Zitaten, einem Hauch Psychedelic und Folk und gut abgehangenen Heavy-Rock-Riffs zieht. „Die Musik, die wir machen, ist weder alt noch modern. Ob Classic oder Hard Rock, es geht am Ende doch nur um gute Songs, und daher ist es egal, ob ein Album in den 60ern oder den 90ern erschienen ist. Viele Bands wollen einfach nur Distortion oder Fuzz, tolles Equipment und cool aussehen. Aber wenn dabei am Ende des Tages kein gescheiter Song rauskommt, werde ich die Platte daheim nicht auflegen. Es ist doch ganz einfach. Man kann so viel mit einem Song anstellen, das mag ich an Musik.“ Im Gegensatz zu manchen Bands, die sich quasi über ihren angestaubten Klang und Produktion definieren, stets analog aufnehmen wollen und denken, dass früher alles besser war, wissen WITCHCRAFT durchaus zu schätzen, was Modernität und technische Errungenschaften an Vorteilen mit sich bringen. Sonst hätte man sicherlich auch nicht bei Jens Bogren in dessen Fascination Street Studios aufgenommen, die schon von Abräumern wie AMON AMARTH, KREATOR oder KATATONIA frequentiert wurden. „Es war hart, aber auch lohnend“, kommentiert Pelander die Arbeit mit dem Produzenten. Mehr Worte findet er über seine eigenen Aspirationen, was musikalische Endresultate und Vintage-Fanatismus angeht. „Ich denke, wie wir spielen, wird immer zeitlosen Charakter haben. Vom Sound her wird die Platte sicherlich nicht rein nach 1970 oder was auch immer klingen. Das ist doch seltsam, wenn man ins Studio geht und sagt ‘Hey, das soll wie BLACK SABBATH 1972 klingen!‘ Da würde ich sagen: Gründe doch einfach eine Coverband und spiel BLACK SABBATH-Songs. Nicht, dass man sich nicht inspirieren lassen sollte – aber man sollte den Sound finden, mit dem man selber glücklich ist und dann einen Kompromiss innerhalb der Band erreichen. Und zwar auf jedem Album aufs Neue. Man findet immer neue Dinge, um alles spannend zu halten.“ Dazu passt, wie der Sänger selbst WITCHCRAFT und den urtümlichen Klang seiner Combo definiert: „Irgendeine Art von heavy Musik.“
Nadine Fiebig

Review

Hat eigentlich noch jemand mit den Schweden WITCHCRAFT gerechnet? Nach einigen Jahren Funkstille, Solo-Versuch von Sänger Magnus Pelander und zahlreichen Bands, die das stilistische Erbe der Jungs antreten wollen (u.a. GRAVEYARD, THE DEVIL’S BLOOD, HORISONT) geriet man beinahe in Vergessenheit. Dass noch lange nicht das Ende der vielbeschworenen Fahnenstange erreicht ist, beweist das selbstbewusst betitelte »Legend«, das nachdrücklich allen Zweiflern über den Mund fährt. Anhänger der bisherigen Scheiben »Witchcraft« (2004), »Firewood« (2005) und »The Alchemist« (2007) brauchen keine größeren Kurskorrekturen fürchten, denn ­WITCHCRAFT anno 2012 scheuen noch immer nicht den Vergleich mit den Gevattern von PENTAGRAM, haben ihren Sound aber etwas weiter in Sachen klassischem Rock geöffnet. Jens Bogren (u.a. OPETH) hat der Scheibe zudem eine schön transparente und knackige Produktion angediehen, die dem traditionellen Klangbild eine Frischzellenkur verpasst. Wiederbelebung gelungen!
Nadine Fiebig

Tracklist Dauer
1 - Deconstruction 5:09
2 - Flag Of Fate 4:35
3 - It's Not Because Of You 4:13
4 - An Alternative To Freedom 5:17
5 - Ghosts House 4:17
6 - White Light Suicide 5:16
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