SUBWAY TO SALLY

Kreuzfeuer

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SUBWAY TO SALLY - Kreuzfeuer
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  • Artikelnummer:158076
  • Format:CD-Digi
  • Genre:Gothic, Mittelalter / Folk, Rock/Alternative
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Die limitierte Erstauflage kommt im edlen Kreuzdigi inkl. fettem enhanced Part u.a. mit „Besser, Du rennst“ und „Eisblumen“ Clip!

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Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt: Anstatt in aller Ruhe an den neuen Stücken für ihr elftes Studioalbum »Schwarz In Schwarz« zu tüfteln, hieß es für SUBWAY TO SALLY im Frühjahr erst einmal wieder Koffer packen und dem vielfachen Wunsch nach zusätzlichen Akustik-Shows im Rahmen der „Nackt II“-Tournee nachkommen. Die Fans hat der Nachschlag gefreut, und auch die sieben Mittelalter-Metal-Meister um Gitarrist und Gründungsmitglied Michael „Bodenski“ Boden können der zweiwöchigen Produktionspause rückblickend viel Positives abgewinnen.

„Für eine Rock-Show braucht man manchmal nur zwei oder drei Tage, um sie zu reaktivieren. Aber für etwas so Komplexes wie die Unplugged-Geschichte mussten wir uns wirklich zwei Wochen komplett Zeit nehmen, obwohl wir gerade bis zum Hals in der Plattenproduktion steckten“, erinnert sich Bodenski. „Den Schalter umzulegen ist gar nicht so einfach. Aber dann war es auch wieder schön, draußen zu sein, zu spielen und mit einem gewissen Abstand wieder in die Produktion einzusteigen. Insofern haben wir alles richtig gemacht.“

Organisationstalente
Sozusagen als Tour-Souvenir wurde Percussionistin Nora Thiele, die SUBWAY TO SALLY auf ihren Akustikkonzerten begleitet hatte, als Gastmusikerin für das neue Album verpflichtet. Außerdem stand mit der CAPELLA ANTIQUA BAMBERGENSIS ein auf historische Mittelaltermusik spezialisiertes Ensemble aus dem fränkischen Bamberg im Studio, um den neuen Songs mit mittelalterlichen Harfen und Blasinstrumenten wie Schalmeien und Hörnern eine Extra-Portion Authentizität zu verleihen – eine Kooperation, die mehr oder minder dem Zufall geschuldet ist, dass die CAPELLA gerade mal zehn Autominuten von Simon-Michaels Studio entfernt beheimatet ist. Der STS-Schlagzeuger fungierte bei »Schwarz In Schwarz« neben Fabio Trentini, der bereits beim Vorgänger »Kreuzfeuer« an den Reglern gesessen hatte, gewissermaßen auch als Co-Produzent. „Mit Simon-Michael haben wir jemanden, der in den letzten Jahren auch im Studiobereich sehr viel Erfahrung gesammelt hat und sich bei Nürnberg ein eigenes Studio aufbauen konnte. Es war großes Glück, dass das praktisch genau zur Albumproduktion passierte. Insofern haben wir sehr dezentral gearbeitet, aber trotzdem viel im eigenen Studio gemacht. Wir haben mit der Vorproduktion bei unserem Schlagzeuger in Süddeutschland angefangen, haben dann im Proberaum was gemacht und anschließend hier in Potsdam, Dänemark und bei Nürnberg aufgenommen“, zählt Bodenski auf. „Die Band hat insgesamt wieder mehr in die eigene Hand genommen, auch mit der Plattenfirma, die wir gegründet haben. Wir hatten bei Nuclear Blast eine sehr schöne Heimat und haben uns nicht etwa im Zorn voneinander getrennt. Wir hatten einfach einen Reifeprozess durchlaufen und waren bereit für ein eigenes Label.“ Dass mit der Firmengründung neben dem Gefühl, sein eigener Chef zu sein, ein ganzer Rattenschwanz an Mehrarbeit auf die Potsdamer zukommen würde, konnten SUBWAY TO SALLY bereits beim Release ihrer »Nackt II«-DVD hautnah erleben. „Was wir davon mitgenommen haben ist ein Lernprozess, wie viel Arbeit es eigentlich bedeutet, wenn Terminpläne gemacht werden müssen. Wir steuern ja auch die Herstellung der CD, das Drucken des Booklets, die Abgabetermine für die Grafik- und Mediadaten. Und wenn du eine DVD dazu packst, brauchst du heutzutage eine Freigabe von der FSK. Das sind unendlich viele Dinge, die koordiniert und beachtet werden müssen. Und ich bin sehr froh, dass wir das schon einmal durch haben“, atmet Bodenski auf. „Ansonsten ist es halt im Rock 'n' Roll-Kontext auch nicht besonders sexy, sich um so einen Scheiß zu kümmern. Glücklicherweise gibt es mit mir und unserem Bassisten zwei Leute in der Band, die den Nerv haben, das zu machen. Unseren Gitarristen Ingo, den künstlerischen Kopf, muss man natürlich davon ein bisschen abschirmen. Aber das haben wir ganz gut im Griff. Vor der Arbeit haben uns zwar alle gewarnt, aber man schafft es und es ist eben nicht so, dass einem alles über den Kopf wächst.“

Runderneuerung
Bei aller Gelassenheit eine beachtliche Leistung, kümmert sich die Truppe doch neben Plattenaufnahmen und diversen Koordinationsaufgaben auch noch um die regelmäßige Versorgung ihrer Anhängerschaft mit Neuigkeiten aus dem Bandlager. Gerade in diesem Bereich wurden jüngst allerdings kritische Stimmen seitens mancher Fans laut, weil News anstelle auf der regulären Homepage vermehrt über andere Portale den Weg ins Netz fanden. „Wie man es macht, ist es verkehrt“, seufzt Bodenski. „Nicht nur Musik, sondern auch noch die Nachrichten dazu ständig selber zu produzieren ist auf Dauer doch ganz schön anstrengend. Und im Moment ist Facebook eben das schnellste und spannendste Kommunikations-Tool, weil es auch für die Fans sehr viele Möglichkeiten bietet, dort zu posten, Bilder und Videos hochzuladen und alles mit zu kommentieren. Insofern ist die Facebook-Oberfläche einfach sehr viel attraktiver als ein Gästebuch oder Forum. Aber wir werden natürlich auch unsere Website nicht vernachlässigen und diese unbedingt nochmal mit neuen Möglichkeiten ausstatten.“ Der Austausch mit ihren Fans spielt bei SUBWAY TO SALLY ohnehin eine wichtige Rolle. So sollen künftig vermehrt Aktionen des Fanclubs innerhalb der eigenen Kapazitätsgrenzen unterstützt werden. Ein konkreter Termin steht mit der Plattenpräsentation am 17. September bereits fest, wenn »Schwarz in Schwarz« knapp eine Woche vor der eigentlichen Veröffentlichung auf dem Rittergut Positz in Thüringen zum ersten Mal vor Fans gespielt wird. Wobei außer den Fanway To Sally-Mitgliedern auch Nicht-Fanclubmitglieder Zugang zu diesem besonderen Event haben. „Wir haben mit UNZUCHT eine befreundete Band eingeladen, die für uns und die Fans ein Konzert spielen wird“, verrät Bodenski. „Wir selbst wollen an diesem Tag entspannt feiern, die neue Platte präsentieren und uns im Anschluss mit den Fans über das Album unterhalten. Es geht also wirklich um den Austausch eine Woche vor dem Release, und wir sind schon sehr gespannt darauf, wie es bei den Fans ankommt. Wir werden das Album aber nicht live spielen, weil das ein bisschen zu aufwendig wäre und wir zu dem Zeitpunkt noch mitten in den Proben für die Tour stecken werden.“ Diese startet rund einen Monat später am 21. Oktober und wird sich bis weit in den Dezember hinein ziehen, ergänzt von mehreren „Eisheiligen Nächten“, zu denen die Mittelalter-Metaller mit Combos wie LETZTE INSTANZ, FEUERSCHWANZ und MEGAHERZ eine Reihe illustrer Gäste eingeladen haben. Letztere übernehmen zusätzlich den Tour-Support im Dezember. „MEGAHERZ konnten wir leider nicht für die gesamte Tour mitnehmen, deshalb sind beim ersten Block im Oktober NACHTGESCHREI mit dabei, die für uns die derzeit talentierteste Nachwuchsband aus dem Bereich Mittelalter Rock ist“, merkt Bodenski an. Bei den „Eisheiligen Nächten“ kommt neben persönlichen Vorlieben noch die Abstimmung der jeweiligen Termine als Auswahlkriterium hinzu. „Das ist ein ganz komplizierter Prozess, der sich über viele Monate hinzieht. Natürlich haben wir Idealvorstellungen, wen wir gerne dabei haben möchten. Vor allem können wir nicht in jedem Jahr die gleichen Bands einladen. Und dann ist es uns auch ganz wichtig, dass wir zu den Bands einen freundschaftlichen Kontakt oder eine lange gemeinsame Tradition haben. Bei FEUERSCHWANZ ist es zum Beispiel so, dass Peter Henrici – der Hauptmann – früher Bassist bei MERLONS (heute MERLONS LICHTER, Anm. d. Verf.) war, eine Band mit der wir schon in den frühen Neunzigern getourt sind. Ansonsten werden wir eine ganz klassische Release-Tour spielen, was bei uns bedeutet, dass es ein komplett neues Bühnenbild, neue Kostüme, eine neue Show und ein neues Programm geben wird. Wir werden natürlich versuchen, viele Songs vom neuen Album zu spielen, weil wir finden, dass da viele tolle Live-Songs dabei sind. Diese wollen wir mit so vielen Hits wie möglich kombinieren, so dass alle Menschen glücklich nach Hause gehen. Und natürlich können sich die Fans darauf verlassen, dass wir bestimmte Aktionen vom 'Schrei' bis zu 'Julia und die Räuber' machen werden“, versichert Bodenski lachend. „Es wird also vertraute Dinge geben, aber wir werden uns in puncto Show und Performance selbstverständlich Mühe geben Neues zu zeigen. Das war bei uns immer so, dass wir versucht haben aus jeder Tour ein einzigartiges Ereignis zu machen. Und das Thema »Schwarz in Schwarz« bietet sich ja wirklich an, in dieser Richtung mal ein paar interessante Sachen zu machen.“

Gesprengte Ketten
Zu dem finsteren Plattentitel und dem Opener 'Das Schwarze Meer' ließen sich SUBWAY TO SALLY übrigens durch ihren Auftritt beim Summer Breeze Festival im letzten Jahr inspirieren, als vor der Bühne eine Woge schwarz gekleideter Zuschauer stand, von der die Crowdsurfer wie Boote getragen wurden. Ein Bild, dass sich der Kapelle in den langen Jahren ihres Bestehens immer wieder bot und das nun stellvertretend in den aktuellen Langspieler einfloss. Gleichzeitig kann der Titel sozusagen als Liebeserklärung an die schwarze Szene verstanden werden, der sich die sieben Potsdamer unabhängig von Top Ten-Platzierungen und vermeintlicher Annäherung an den Mainstream nach wie vor zugehörig fühlen. „Wir haben in den letzten Jahren einiges erlebt oder durchlebt, was uns viel Freude gemacht hat. Ich erinnere zum Beispiel an den Bundesvision Song Contest (den SUBWAY TO SALLY 2008 für Brandenburg mit 'Auf Kiel' gewannen, Anm. d. Verf.), an dem wir aus einer Art Trotzreaktion teilgenommen haben. So nach dem Motto 'was OOMPH! kann, schaffen wir auch'. Und dann wurde 'Eisblumen' gecovert (von der Pop-Sängerin EISBLUME, Anm. d. Verf.) und ein mittlerer Single-Hit – viele Fans dachten, dass wir dahinter stecken und unseren Song verraten haben. Darunter haben wir schon lange einen Schlussstrich gezogen und wollten mit dem Album auch noch mal demonstrieren, dass wir uns treu bleiben und der Stil, den wir für uns gefunden und entwickelt haben, nach wie vor maßgebend für uns ist“, stellt Bodenski klar und verweist noch auf einen weiteren Aspekt der aktuellen Platte. „Wir haben uns so ein bisschen frei gemacht von dem Druck, uns immer wieder neu erfinden zu müssen und immer wieder anders sein zu wollen. In den letzten 20 Jahren ist dieses große Oeuvre entstanden, und wenn wir das Original sind, dürfen wir uns auch kopieren. Insofern ist es ein sehr entspanntes Album geworden. Gleichzeitig wollten wir in allen Belangen stärker sein, wollten in den Texten wieder mehr auf den Putz hauen und mit den Arrangements durchaus auch mal Regeln brechen. Ingo spielt auch wieder eine größere Rolle als auf den letzten beiden Alben, ohne dabei die Mittelalter-Elemente aus den Augen zu verlieren. Das ist uns auf »Engelskrieger« damals nicht ganz so gut gelungen, weswegen wir mit dem neuen Album sehr glücklich sind. Überhaupt ist es klanglich eine der fettesten Produktionen, die wir bisher hingelegt haben – und einen guten Sound hinzukriegen, ist bei uns nicht so einfach, weil sich mit jedem weiteren Instrument nicht nur die Möglichkeiten, sondern auch die Probleme potenzieren. Aber auch in diesem Punkt werden wir immer besser.“

Dichtung und Wahrheit
Auf gewohnt hohem Niveau bewegen sich wieder einmal die Texte von »Schwarz in Schwarz«, sowohl im lyrischen Ausdruck als auch inhaltlich. Vom bereits angesprochenen Eröffnungstitel 'Das Schwarze Meer' bis zu 'Mir Allein', in dem ein Gewaltverbrechen in sehr poetische Worte gefasst wird, ist erneut ein breites Themenspektrum vertreten, fiktiv oder angeregt von realen (Festival-)Eindrücken. Mit 'Wo Rosen blühen' hat Bodenski beispielsweise ein einschneidendes persönliches Erlebnis verarbeitet: Den Unfalltod einer engen Freundin. Angst davor, dass durch das Lied konstant Wunden aufgerissen werden, hat der Musiker dennoch nicht. „Ein künstlerischer Ausdruck ist immer eine Verfremdung, die dann auch die Regie übernimmt. Wenn ich auf der Bühne stehe, habe ich oft gar nicht mehr das Gefühl, dass es meine Worte sind, die von Eric gesungen werden. Wenn ich den Song höre, ist es für mich auch jetzt schon wie das Erlebnis eines Anderen, weil Eric sozusagen das Leid in dem Moment schultert. Dinge, die mir immer wieder Schmerz zufügen oder mit denen ich nicht umgehen kann, könnte ich auch gar nicht in Worte fassen. Selbst wenn einige Worte oder Gedanken im Text genau so auftauchen, wie ich sie damals erlebt habe, könnte es genauso eine Geschichte sein, die jemand anderem zugestoßen ist. Man darf niemals den Text mit dem Autor verwechseln.“ Völlig losgelöst von Bodenskis Person ist die Lyrik von 'MMXII', in der die kursierenden Apokalypsetheorien rund um den 21. Dezember 2012 aus einem neuen Blickwinkel aufgegriffen werden. „Wir wollten dazu unbedingt etwas machen, aber ich hatte damit immer so meine Bauchschmerzen – weil ich nicht wollte, dass es ins Esoterische abgleitet. Mir kam dann irgendwann die Ebene des Attentats in den Sinn. Dass es Menschen gibt, die diesen Termin und das Esoterische als möglichen Aufhänger für etwas Reales benutzen. Dass es da draußen irgendeinen Idioten gibt, der das Datum als Gelegenheit sieht, etwas Furchtbares zu tun oder einen Anschlag zu verüben, weil die Menschheit sowieso glaubt, dass an diesem Tag etwas nicht Fassbares passiert. Das ist der Dreh, den dieser Text hat, aber wir hoffen natürlich, dass wir unsere Tour auch nach dem 21. Dezember werden fortsetzen können. Zumindest gehen wir jetzt mal davon aus – alles andere wäre ja auch schrecklich.“
Daniela Sickinger

Tracklist Dauer
1 - Aufstieg 3:45
2 - Judaskuss 4:10
3 - Besser Du Rennst 4:06
4 - So Fern So Nah 4:51
5 - Die Jagd Beginnt 3:03
6 - Einsam 4:15
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