LEAVES' EYES

Njord


14,99 EUR 6,99 EUR

oder 2796 Blasts!

inkl. 19% MwSt., zzgl. Versand

Für diesen Artikel gibt es 28 Blasts!

LEAVES' EYES - Njord
In den Warenkorb
  • Artikelnummer:161804
  • Format:CD-Digi
  • Genre:Gothic, Symphonic Metal
  • Verfügbarkeit:

Mehr von LEAVES' EYES

Der limitierte Digipak kommt inkl. zwei Bonustracks

Mehr Info:

Polyglotte Mythen- und Geschichtsstunde
Widmete sich »Vinland Saga« mit der Entdeckung Neufundlands durch Leif Ericson noch ganz einer einzelnen Episode der nordischen Historie, tummeln sich auf dem jüngsten LEAVES' EYES-Scheibchen die unterschiedlichsten Figuren und Geschehnisse der Vergangenheit. So thematisiert das Sextett neben Titelgeber Njord, dem nordischen Meeresgott, und seiner Tochter Freya mit der metallischen Neuinterpretation des alten Volkslieds 'Scarborough Fair' unter anderem das England früherer Jahrhunderte.

Selbst ist die Frau
"Manche Texte sind an der Geschichte des Mittelalters aufgebaut, andere an nordischer Mythologie", fasst Frontlady Liv Kristine zusammen. "Ich habe meine alten Geschichtsbücher herausgeholt und wahnsinnig viel gelesen, um mir das heraus zu picken, was mich brennend interessierte und zur Musik passte." Entsprechend der vielen Orte, die auf »Njord« eine Rolle spielen, ist die Lyrik in sieben verschiedenen Sprachen gehalten, inklusive einer von Liv kreierten Phantasiediktion von mystischem Klang. "Schon für ATROCITYs »Atlantis« durfte ich ein fiktives Alphabet entwickeln, was mir riesigen Spaß gemacht hat", erinnert sich die blonde Norwegerin. "Eigentlich würde ich ja liebend gern auf Gälisch singen, habe aber nach langer Suche feststellen müssen, dass es unmöglich ist, hier jemanden zu finden, der Gälisch spricht. Zum Schluss habe ich die Tante einer Freundin in Kanada angerufen und mittels phonetischer Lautschrift gerade noch ein paar gälische Sätze für 'Emerald Island' hingekriegt. Für den Mittelteil von 'Frøya's Theme' habe ich mir dann einfach eine eigene Lautkette vorgestellt und gesungen." Dass Liv hierfür auf den theoretischen Hintergrund ihres Germanistik- und Linguistikstudiums zurückgreifen konnte, erwies sich als ausgesprochen hilfreich.

Freundschaftsdienste
Den brillanten Feinschliff verdankt »Njord« hingegen moderner Technik. Im Zuge der Verlagerung des bandeigenen Mastersound Studios von Fellbach nach Steinheim an der Murr im letzten Jahr wurde gleich ein kompletter Systemwandel vollzogen und das Equipment auf den neuesten Stand gebracht. Dass der mit der Studioeinrichtung beauftragte Architekt rein zufällig begeisterter Sänger ist und seiner Passion im Chor der Nachbargemeinde frönt, kam einer glücklichen Schicksalsfügung gleich. Doch auch ohne die Damen und Herren aus Kleinbottwar wären Stimmen aus der Konserve keine Option gewesen. "Bereits auf »Vinland Saga« haben wir nicht auf Samples zurückgegriffen. Damals habe ich allein sämtliche Chöre eingesungen, was einen riesigen Aufwand bedeutete", legt Liv Kristine dar. "Wenn verschiedene Stimmen da sind, klingt es natürlich spannender, außerdem muss ich so nicht die ganze Arbeit leisten. Trotzdem durfte ich als erster Sopran mit dem Chor singen, was mich an meine Jugend erinnert hat. Der erste Sopran zu sein, fand ich seinerzeit einfach gigantisch, weil man den so schön heraus hört." Ebenso deutlich wahrzunehmen sind die Orchesterpassagen, die »Njord« eine majestätische Opulenz verleihen. Bei der Suche nach den passenden klassischen Instrumentalisten kam wiederum der Zufall zu Hilfe: Während eines gemeinsamen Griechenland-Gastspiels mit RAGE, bot Saitenvirtuose Viktor Smolski an, diesen Part mit seinem LINGUA MORTIS-Ensemble zu übernehmen. "Alle Stücke existierten schon im Demoformat mit gesampelten Streichern, und so haben wir unsere Synthie-Files und Noten nach Weißrussland geschickt, wo Herr Smolski als Orchesterdirigent natürlich für den letzten Feinschliff gesorgt hat. Ohne Frage wäre ich gerne dort dabei gewesen, und am liebsten hätte ich sie alle mit auf der Bühne, aber bis dahin dauert es wohl noch ein ganzes Weilchen", seufzt die zierliche Vokalistin lachend.

Keine halben Sachen
Ein neues Gesicht wird bei der kommenden Konzertreise dennoch mit LEAVES' EYES auf den Brettern stehen respektive hinterm Schlagzeug sitzen. Nachdem 2008 das kurzzeitige Intermezzo des ehemaligen DIMMU BORGIR-Trommlers Nick Barker für Furore gesorgt hatte, konnte der vakante Posten schließlich mit Chris "Seven" Antonopoulos langfristig besetzt werden. Gemeinsam mit Tieftönerin Alla Fedynitch komplettiert der Ex-OPIATE FOR THE MASSES-Drummer die Truppe und konnte »Njord« im Gegensatz zu seiner Kollegin gleich seinen Stempel aufdrücken. "Als Alla in die Band eingestiegen ist, waren sämtliche Demoversionen der Songs schon fertig, weswegen Tosso (Gitarrist Thorsten Bauer, Anm. d. Verf.) den Bass eingespielt hat und Alla ihn dann eben live spielen wird. Seven hingegen ist Ende letzten Jahres aus Los Angeles eingeflogen", schildert Liv den Aufnahmeprozess. "Selbstverständlich hatten wir schon eine Vorstellung, wie es klingen soll, und hatten bereits alles gesampelt, aber er hat auch seine eigenen Ideen und seinen Stil eingebracht. Und genau das war mir wichtig, weil wir sonst ja auch einfach einen Session-Musiker gegen Bezahlung hätten holen können, der nach den Aufnahmen wieder nach Hause gegangen wäre. Aber so etwas brauchen wir eigentlich nicht, denn auch wenn es ums Schlagzeug geht, wollen wir etwas Besonderes auf der Platte haben. Und ich freue mich schon darauf, wenn Seven nach Schweden zieht – dann wird es nicht mehr jedes Mal so eine große Aktion sein, ihn herzuholen."
Daniela Sickinger

Tracklist Dauer
1 - Njord 6:14
2 - My destiny 4:13
3 - Emerald island 5:24
4 - Take the devil in me 3:50
5 - Scarborough fair 4:04
6 - Through our veins 3:40
Alle Tracks anzeigen
Kunden, die diesen Artikel kauften, kauften auch
Seite von
Das könnte dich auch interessieren:
Währung