KADAVAR

Abra kadavar

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KADAVAR - Abra kadavar
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  • Artikelnummer:212122
  • Format:CD-Digi
  • Genre:Doom/Stoner/70ies, Hardrock
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Aus dem BLAST!-Magazin:

Classic Rock & Skateboards
„Hype“ ist ein reichlich negativ behaftetes Wort, das einem schnell auf die Lippen kommt, wenn eine Newcomer-Band plötzlich in aller Munde ist. Nennen wir es also lieber Sensations-Erfolg, was da gerade dem Berliner Trio KADAVAR widerfährt! Die bärtigen Herrschaften hatten sich schon vor dem Release ihres selbstbetitelten Debüts eine treue Fanbase erwirtschaftet, und als dann 2012 bereits angesprochenes Album erschien, gab es dann endgültig kein Halten mehr: KADAVAR füllen mit ihrer Mischung aus handgemachtem (Hard) Rock, Psychedelik und 70er-Jahre-Attitüde inzwischen größere Clubs als so manch gestandene Veteranen-Band. Und da man das Eisen schmieden soll, solange es heiß ist, steht für 2013 bereits Album Nummer zwei in den Startlöchern - »Abra Kadavar« heißt es und wird die Begeisterung für die Band nur noch höhere Wellen schlagen lassen! Zum Zeitpunkt des Interviews haben sich die Drei noch im Studio verschanzt und schwitzen fleißig, um »Abra Kadavar« fertig zu stellen. Die Laune ist dabei bestens: „Mir geht‘s sehr gut!“, meldet sich Drummer Tiger strahlend zu Wort. „Wir haben uns in der letzten Zeit einiges an Arbeit auferlegt, da wir das zweite Album unbedingt im April releasen wollten. „Mit dem zweiten Album haben wir uns eine Menge Stress und unruhigen Schlaf eingehandelt.“Damit haben wir uns eine Menge Stress und unruhigen Schlaf eingehandelt. Aber ein großer Teil davon ist jetzt schon bewältigt. Wir müssen nur noch die Songs aufnehmen und befinden uns sozusagen auf der Ziellinie. Es läuft gut im Studio, wir haben einen sehr zufriedenstellenden Grundsound und knapp die Hälfte der Songs ohne Vocals drin. Außerdem finde ich, dass wir spielerisch einiges weitergekommen sind im Vergleich zur ersten Platte.“ Auch Sänger und Gitarrist Lupus Lindemann nimmt den Streß der Albumproduktion nicht auf die leichte Schulter, sieht aber immerhin auch Licht am Ende des Tunnels: „Es ist gut zu sehen, dass es voran geht. Das macht es einfacher, sich jeden Tag zu motivieren. Es ist eine völlig andere und neue Art zu arbeiten. Jeden Tag in der Woche im Proberaum zu sein und am Album zu arbeiten, habe ich so noch nie gemacht. Aber es scheint zu funktionieren. Es hat uns spielerisch nochmal ein ganzes Stück mehr nach vorne gebracht, denke ich.“ Und da KADAVAR eine gesunde DIY-Attitüde haben, lassen sie am liebsten auch nur drei Leute ins Studio: KADAVAR. Warum auch Geld für einen Produzenten zum Fenster rauswerfen, wenn man selbst sowieso am besten weiß, wie das Endresultat klingen soll? „Wie alles, was wir bisher gemacht haben, entsteht auch diese Platte in meinem Tonstudio, das ich neben der Band betreibe. Das ist ein Einraum-Studio in Berlin-Wedding, in dem wir auch unseren Proberaum haben. Wenn wir eine Platte aufnehmen, sind wir auch nur zu dritt im Studio, das finde ich irgendwie ganz angenehm. Ich kümmere mich erst um den Sound und alles, was damit zusammenhängt, dann wird Aufnahme gedrückt und ich muss ans Schlagzeug.“ Stolz ist der Drummer dabei naturgemäß auf sein ganzes Vintage-Equipment, das keine unerhebliche Rolle beim KADAVAR-Sound spielt – ohne dabei aber zu vergessen, was unser Zeitalter so an technischen Errungenschaften mit sich gebracht hat! „Da hat sich mittlerweile gut was angehäuft. Ich mache seit mittlerweile zehn Jahren Aufnahmen und bin seitdem immer auf der Suche nach alten Mikrofonen und so Zeugs. Ich benutze zwei 16-Spur-Bandmaschinen und ein altes Siemens-Rundfunkpult, sowie andere hochwertige alte Preamps, die diesen Sound machen, den auch schon die erste Platte hat. Davon abgesehen habe ich natürlich auch eine digitale Hälfte in meinem Studio, denn das will sich ja heutzutage nicht mehr jeder antun.“ Und apropos Vintage-Equipment: dieses gehört zwar nicht ins Studio, aber kürzlich gab es doch tatsächlich eine streng limitierte Anzahl von KADAVAR-Skateboards zu kaufen! Natürlich im feschen Retro-Design mit Anspielungen an alte Horrorfilme – ein feines Sammlerstück und eigentlich viel zu schön zum Shredden. Nur: wer hätte gedacht, dass die Jungs was mit der Skater-Szene am Hut haben??? „Auch, wenn wir uns momentan eher weniger mit Skateboarden aufhalten, heißt es nicht, dass wir da nichts für übrig haben! Ich weiß gar nicht mehr, ob das unsere Idee war oder die von den Münsteraner KOLOSS-Jungs. Auf jeden Fall sind wir im Laufe des Jahres mit unserer Musik in einigen Skate-Videos aufgetaucht. Und so kam die Idee zu Stande, ein KADAVAR-Deck von KOLOSS fertigen zu lassen, weil die immer ziemlich coole Sachen machen.“ Überraschend ist dabei allerdings der gigantische kreative Output, den das Berliner Trio dabei so an den Tag legt: so erscheint »Abra Kadavar« gerade mal ein Jahr nach Veröffentlichung des abgefeierten Debüts. Zwischendrin tourte man quasi rund um die Uhr, und eine Split-EP wurde auch noch auf den Markt geworfen. Wie war das denn nun – noch alte Songs übrig oder wird in jeder freien Minute komponiert? „Weder noch!“, erzählt Tiger. „Wir hatten einfach keine Zeit, in der zweiten Hälfte 2012 an Songs zu arbeiten, weil wir fast ununterbrochen auf Tour waren, zumindest hat sich das so angefühlt. Irgendwann war klar, dass wir alles auf eine Karte setzen und ab Mitte Dezember nonstop Songs schreiben müssen. Wir sind Weihnachten alle in Berlin geblieben und haben zwischen dem 15. und 31. Dezember zehn Songs fertig gestellt. Es fühlt sich zwar jetzt gut an, die neuen Sachen einzuspielen, und ich denke, dass sie besser geworden sind, als alles, was wir bisher gemacht haben. Aber es war in erster Linie harte Arbeit, das sprudelt leider nicht immer einfach so aus einem raus...“ Stellt sich natürlich die Frage, ob ein KADAVAR mehr leiden musste als die anderen – sprich: gibt es einen hauptsächlichen Songschreiber in der Band, der sich im Vorfeld die Nächte um die Ohren hauen muss? „Bei der ersten Platte haben wir eigentlich alle Songs zusammen geschrieben. Das ist gewissermaßen auch immer noch so, weil wir eine Menge an den Songs im Proberaum arbeiten, nachdem man einen Grundaufbau hat. Und da bringt jeder seine Ideen mit rein, manchmal ändert sich noch richtig viel. Der Unterschied bei diesem Album ist vielleicht, dass wir zuhause mehr vorgearbeitet haben und jeder von uns mit einer fertigen Idee ankam.“ Und der Wolf am Mikrofon führt weiter aus: „Ich denke, dass wir bei unserer ersten Platte noch ein wenig ausprobiert haben und nicht so recht wussten, wo die ganze Sache hinführen wird. Aber jetzt haben wir 100 Konzerte zusammen gespielt und viel gesehen und erlebt, das kommt im Studio alles zusammen. Viele Ideen für das Album sind auf Tour entstanden. Manchmal haben wir es aufgeschrieben oder schnell aufgenommen und später wieder ausgepackt. Jeder trägt also seinen Teil dazu bei, die Songs zu schreiben.“ Auch, wenn man noch mitten in der Arbeit steckt, wagt man schon einmal eine erste Bestandsaufnahme, was die Songs auf »Abra Kadavar« im direkten Vergleich zum Debüt angeht. Tiger: „Ich finde auf jeden Fall, dass man uns die Live-Erfahrungen vom vergangenen Jahr anmerkt, weil wir jetzt einfach viel besser zusammen spielen. Ich denke, dass die Songs stilistisch an das erste Album anknüpfen. Es gibt in den neuen Songs allgemein mehr Gesangsparts, und sie sind nicht so stark an ein einziges Riff angelehnt wie die Songs der ersten Platte. Wir haben uns über das ganze letzte Jahr, wie man auch schon auf dem im November erschienenen Split-Doppelalbum mit AQUA NEBULA OSCILLATOR hören kann, mit unserem Sound auseinandergesetzt und ich glaube, dass wir jetzt einen noch passenderen Sound haben als zuvor. Außerdem haben wir noch mehr live eingespielt als bei der ersten Platte, wo in jedem Fall Bass und Schlagzeug zusammen aufgenommen worden sind, teilweise auch Gitarre. Auf der neuen Platte haben wir alles bis auf den Gesang live aufgenommen.“ Lindemann gefällt der Live-Faktor ebenfalls bestens. „Es hat jetzt viel mehr Groove als bei der ersten Platte. Sie wird nicht perfekt und deshalb mag ich sie jetzt schon.“ Zu den neuen Texten hüllt sich der Sänger allerdings noch in Schweigen: „Ich schreibe die meisten Texte in der U8 von Neukölln nach Wedding, bevor ich sie einsinge. Ich habe aber schon viele Ideen aufgeschrieben und auch fast fertige Texte. Mal sehen. Es wächst, haha!“ Ein Schelm auch, wer denkt, dass der Titel »Abra Kadavar« etwas mit dem alten BLACK SABBATH-Kracher ‘Sabbra Cadabra‘ zu tun hat. Verdammt, dabei schien das so eine offensichtliche Mutmaßung bei einer Band, die den Urvätern des Dooms (und des Heavy Metals an sich) klanglich durchaus die ein oder andere Referenz erweist! „Das ist ein Song auf der »Sabbath Bloody Sabbath«, die hab ich witzigerweise neulich noch auf dem Weg zum Studio gehört und da ist mir das auch aufgefallen. Aber das ist nicht der Grund, warum wir das Album so genannt haben. Das ist eher das Wortspiel mit „Abra Kadabra“, und wir fanden, dass das gut passt als Albumtitel.“ Die visuelle Komponente soll ebenfalls nicht unterschätzt werden – das weiß jeder, der KADAVAR mit ihren authentischem 70er-Jahre-Outfits (Stichwörter: enge Hemden, Schlaghosen, Pimp-Lederstiefeletten) schon mal live erlebt hat bzw. das fantastische Cover-Foto des Debüts eingehender betrachtet hat! „Wir haben schon bei unserem Debüt mit unserem Freund Joe Dilworth (der u.a. auch schon Cover und Fotos für FRANZ ­FERDINAND oder NICK CAVE angefertigt hat – Anm. d. Verf) gearbeitet. Und für uns war klar, wenn wir wieder ein Foto auf das Cover packen, würde es von ihm sein. Dann haben wir uns in der Mammut Bar getroffen, und er hatte all diese alten Kameras und Objektive dabei. Das Foto, das es nun am Ende geworden ist, wurde mit einem seit zehn Jahren abgelaufenem Film fotografiert. Zusammen mit seiner Kamera hat es einen netten alten Effekt.“ Nun werden sich die drei Zauberlehrlinge nicht schlecht gewundert haben, was ihnen da seit 2012 alles an Zuneigungsbekundungen, Lob und überhaupt an Karrierefortschritt im Eiltempo entgegenschwappte. „Die Resonanz im letzten Jahr war schon Wahnsinn und wir selber haben es oft nicht glauben können, was da eigentlich vor sich geht. Wir haben letztes Jahr fast hundert Shows in zwanzig Ländern gespielt, haben mit »Abra Kadavar« in einem Jahr zwei Alben, eine Single und eine Split herausgebracht und hart gearbeitet, aber das haben wir so sicher nicht erwartet. Es ist cool, E-Mails aus der ganzen Welt von Leuten zu bekommen, die unsere Platte auf ihrem Teller drehen haben und sie später auf den Konzerten zu treffen. Darum geht’s“, konstatiert Lupus. Ein angenehmer Nebeneffekt war sicherlich, für das neue Album von Nuclear Blast unter Vertrag genommen zu werden, die sich immer mehr in Sachen Vintage-Rock, Doom und Co. hervortun – siehe ORCHID oder GRAVEYARD. „Klar, das sind Bands, die in unserem Umfeld in aller Munde sind, und die haben wir auch alle im Regal stehen. Und es ist natürlich auch irgendwie eine Ehre, mit Bands wie KREATOR oder ANTHRAX auf dem gleichen Label zu sein. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit und denken, dass es für uns zu diesem Zeitpunkt die beste Entscheidung war.“ Wobei dies ja auch wieder ein Beleg dafür, dass sich plötzlich eine wesentlich breitere Masse für vormals eher obskuren Retro-Sound interessiert…“Sicher gibt es gerade wieder einen gewissen Hype, aber die Musik der späten 60er und 70er war ja immer da. Vor GRAVEYARD waren es eben Bands wie HELLACOPTERS und TURBONEGRO. Die Leute wollen handgemachte Musik sehen und hören. Das ist schon ewig so und wird sicher auch noch ewig so sein. Es ist nicht gesampelt oder monoton. Es ist roh und hat Kanten, aber drückt Emotionen eben viel besser und ehrlicher aus. Ich denke, die Musik passt daher perfekt in die heutige Zeit. Wenn manchmal Vater und Sohn auf unseren Konzerten sind und beide die Musik genießen, heißt das für mich nur, dass es von der einen Generation an die nächste weitergegeben wurde.“
Nadine Fiebig

Review

Simsalabim – der Has’ ist tot!
Die Berliner KADAVAR haben im letzten Jahr bewiesen, worauf es ankommt. Herzblut und Engagement. Mit über 100 gespielten Konzerten und überwältigender Resonanz auf das selbstbetitelte Debütalbum steht das Zotteltrio erneut in den Startlöchern und kredenzt einen weiteren Psychedelic-Classic-Rock-Hit par excellance. Staubig und furztrocken braten Lupus, Tiger und Mammoth die neuesten neun Riffkreationen durch die Boxen, gepaart mit dem extravaganten Organ des Herrn Lindemann, das die Glasscheiben zum zittern bringt. Wurde auf dem Vorgänger lyrisch noch Vergangenheitsbewältigung persönlichster Natur ­betrieben, begeben sich KADAVAR dieses Mal in die Beobachterrolle und behandeln allgegenwärtige Themen und Probleme, die sich fast konzeptionell wie ein roter Faden durch »Abra Kadavar« ziehen – in Gänze dargeboten wie ein magisches Relikt aus den 70ern. Viel mehr Authentizität geht kaum. Klare Empfehlung! Nicht nur für Bartträger.
Marlis Wimmerer

Tracklist Dauer
1 - Come Back Life 5:02
2 - Doomsday Machine 4:47
3 - Eye Of The Storm 6:04
4 - Black Snake 4:24
5 - Dust 4:12
6 - Fire 5:18
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