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HATEBREED

The divinity of purpose

HATEBREED - The divinity of purpose
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Artikelnummer:
208611
Format:
CD-Digi
Genre:
Modern Metal/Rock
Verfügbarkeit:

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Produktbeschreibung

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Interview

Wo HATEBREED an der Live-Front dauerhaft Vollgas geben und so ziemlich jeder den Connecticut-Fünfer mindestens einmal zu Gesicht bekommen haben sollte, da lässt man sich seit dem 2003er »The Rise Of Brutality« hinlänglich neuen Materials mehr Zeit als viele andere Truppen des Genres. So hat sich mittlerweile ein Album-Rhythmus von ca. drei Jahren bei Jamey Jasta & Co. eingeschlichen. Derzeit tourt die größte und erfolgreichste Hardcore-Band des Planeten im Rahmen des zehnten Geburtstages ihrer Durchbruch-Scheibe »Perseverance« (2002) durch ihre amerikanische Heimat und hat ihr sechstes Studiowerk im Sack, das derzeit noch unter dem Arbeitstitel »The Divinity Of Purpose« firmiert und direkt als bester ­HATEBREED-Totschläger seit »Perseverance« eingestuft werden darf. Mr. Jasta höchstselbst sprach mit uns sowohl über jene Themen als auch über den gerade frisch eingetüteten Plattenvertrag mit Nuclear Blast.
Als Jameys Antworten aus dem texanischen Houston in der BLAST!-Redaktion eintrudeln, hat dieser gerade die Hälfte der Jubiläumstournee, zu deren Billing auch die neuen Label-Kollegen von ALL SHALL PERISH zählen, hinter sich. Die Shows scheinen intensiver denn je auszufallen. „Es läuft super, wenn man bedenkt, dass wir in den Staaten seit drei Jahren nicht mehr als Headliner unterwegs waren. Es tut außerdem sehr gut, dass die Leute immer noch Spaß an dem Album haben und so viele neue und alte Fans auf einem Haufen zu sehen sind. Bei einigen Shows ging es wesentlich heftiger zu, als wir erwartet hätten“, zeigt sich Jamey erstaunt, „Es gab wilde Nächte in Worcester, Dallas und Denver beispielsweise. Wir haben eine sehr gute Zeit.“ Der einstige Roadie der Hardcore-Ikonen INTEGRITY freut sich außerdem, wie gut ein derart gemischtes Billing funktioniert – mit an Board sind auch ­WHITECHAPEL und DEEZ NUTS: „Es ist schön, den Zusammenhalt von Hardcore, Death Metal und Metal allgemein zu sehen. Bisher war jede Show absolut fett“, sprudelt es aus dem Frontflummi hervor. Doch nicht nur über die über jeden Zweifel erhabene Live-Macht seiner Band kann sich der 35jährige freuen. Das neue HATEBREED-Album wird in Europa unter atomarer Flagge erscheinen; die Tinte auf den Vertragsunterlagen kaum getrocknet. „Es fühlt sich super an“, bestätigt Jasta die Euphorie beider Seiten. „Wir freuen uns darauf, etwas Neues auszuprobieren und mit den Leuten bei Nuclear Blast zu arbeiten! Ich denke, Veränderung ist etwas Gutes. Manchmal sperren sich die Menschen dagegen, aber mit HATEBREED haben wie positive Neuerungen immer willkommen geheißen und ich denke, es war Zeit für einen Labelwechsel.“ Zum neuen Label gehört, wie bereits erwähnt, auch eine neue Platte – diese wurde einmal mehr mit Produzenten-Legende Zeuss (SUICIDE ­SILENCE, AGNOSTIC FRONT, MADBALL, TERROR, UNEARTH uvm.) in den Dexter‘s Lab Studios in der Heimatstadt des Hardcore-Panzers aufgenommen. Wie bei einer Arbeitsmaschine wie HATEBREED üblich, wurde sich im Studio auch auf ausschließlich auf das Wesentliche konzentriert: „Keine Stripper, kein Drama, nichts Verrücktes. Außer, dass wir Zeuss ein Tennis-Stirnband angezogen und ihn Zeuss Macenroe genannt haben“, lacht es aus Houston herüber.
Ansonsten lässt sich sagen, dass mit »The Divinity Of Purpose« ein HATEBREED-Album aus dem Lehrbuch vorliegt. Stilistisch schlägt die Wuchtbrumme wieder in die selbe Kerbe wie die ersten drei Langspieler, die um die Jahrtausendwende ein neues Zeitalter einläuteten, und wartet hie und da mit Elementen auf, die auf »Supremacy« und »Hatebreed« Einzug erhielten. „Wir haben uns darauf konzentriert, heftige und eingängige Songs zu machen, die auf den Punkt kommen. Die Scheibe passt super in unsere Diskografie und sollte den Test der Zeit ebenso bestehen wie unsere anderen Alben.“ Selbstsicher, ja – überheblich, nein! HATEBREED 2012 treten unglaublich und total schnörkellos richtig Arsch. „Chris (Beattie, Bass – Anm. d. Verf.) hat einige richtig coole Riffs zu Stande gebracht und ich glaube, ich habe in lyrischer Sicht genau das ausgedrückt, was ich wollte. Zudem werden meine Riffs auch besser, da sich mein Gitarrenspiel ebenfalls verbessert hat.“ Jamey selbst hat dabei mit seinen beiden Epiphone-Prophecy-Gitarren sowie mit eben jener Akustik-Gitarre gearbeitet, auf welcher die größten ­HATEBREED-Hits ‚I Will Be Heard‘ & ‚Live For This‘ entstanden. Stücke dieser Machart werden also ebenfalls auf der neuen Langrille enthalten sein: „Ich denke, ‚Own Your World‘ wird in diese Richtung gehen, aber auch ‚Nothings Scars Me‘ oder der Titeltrack. Alles in allem sind die Songs aber alle extrem stark. Es wird wirklich schwer, zu entscheiden, welche davon es ins Live-Set schaffen und welche nicht. So auch die Wahl der Video-Tracks.“ Luxus-Probleme sind schon was Schönes. Und was ein echter Hit ist, muss ja auch jedes mal auf der Bühne gespielt werden. So manch große Band hat die Schnauze allerdings irgendwann voll und tut dies nur noch aus Pflicht. Nicht so Jamey: „Das Ganze ist für mich eine Art spirituelle Erfahrung, die mich daran erinnert, wie viel Glück ich habe und was ich in meinem Leben bereits alles überstanden habe. Außerdem bekomme ich bei den Songs, die ich wirklich liebe, jedes mal einen riesigen Adrenalinschub.“
Persönliche Probleme, Ehre, Widerstandsfähigkeit – wichtige Dreh- und Angelpunkte im textlichen Konzept der Band. Dies spiegelt sich auch im neuen Albumtitel wider: „Wir haben viel Positives in unseren Texten. Ich denke, es ist sehr wichtig, einen Zweck im Leben sehen und das möchte ich damit ausdrücken. Und wenn man diesbezüglich manchmal etwas Neues für sich findet, kann das schon fast spirituell sein.“ Die Interpretation des Titels und der Lyrics selbst möchte Jasta aber generell seinen zahlreichen Fans überlassen und merkt noch den für ihn wichtigsten Punkt an: „Ich hoffe, sie können daraus Motivation und Inspiration ziehen!“. Apropos Inspiration – der von ­HATEBREED zur Perfektion getriebene Crossover, der heutzutage als New School Hardcore bekannt ist, kommt auch nicht von ungefähr, weshalb auch den drei Hauptbestandteilen, Hardcore, Metal und Punk, auf »The Divinity Of Purpose« große Bedeutung beigemessen wird. „Es ist eine Symbiose dessen. Ich denke, wir beweisen mit dieser Scheibe, dass wir eine echte Crossover-Band sind. Nachdem wir mit Bands wie SLIPKNOT, ­SLAYER oder MACHINE HEAD unterwegs waren und immer auch deren Publikum überzeugen konnten, haben wir gezeigt, dass wir mehr als nur einer Fangruppe gefallen – unsere Einflüsse spürt man auf diesem Album mehr als je zuvor.“ So spricht Jasta dem unbarmherzig dreschenden ‚The Language‘ gewisse SLAYER- und BOLT THROWER-Vibes zu, während ‚Put It To Torch‘ echte NYHC-Gefühle weckt. Wurzeltreue Vielschichtigkeit also.
Die Liebe zur Nostalgie steckt auch im Detail: Einige Tracks haben einen ordentlicher 90er-Unterton. Eine Epoche, die im Metal nicht für viel Freude sorgte, für den Hardcore aber wesentlich bedeutsamer war. „Viele meiner Lieblingsalben erschienen in den 90ern“, erinnert sich der Bandana-Träger und zählt auf: „SICK OF IT ALL, BIOHAZARD, LEEWAY, EARTH CRISIS, STRIFE, MADBALL, aber auch Bands wie ENTOMBED, BOLT THROWER und SEPULTURA haben mich damals geprägt.“ Etwas, was man dem einzigartigen Sound der Kombo seit Jahren anhört. „Auf »Supremacy« hatten wir einen Old-School-Sound, »Hatebreed« sollte mehr Metal klingen und dieses Mal haben wir zwar eine sehr moderne Produktion gewählt, aber den Hardcore-Sound der 90er eingefangen.“ Seit der Veröffentlichung des heutigen Kultdebüts »Satisfaction Is The Death Of Desire« Ende jenes Jahrzehnts ist im Leben des als James Shanahan geborenen Sängers viel passiert. So ist es nach beinahe 20 Jahren im Business an der Zeit, Zwischenbilanz zu ziehen. Wie sehr verändert einen all das? „Es hat mich verantwortungsbewusster gemacht und ich habe ein dickeres Fell. Wenn du etwas in deinem Leben erreichst, was für mich Erfolg im Fernsehen, in einer Band und anderen Aspekten bedeutete, werden die Menschen versuchen, dich kaputt zu machen. Man kann nicht erwarten, dass sich jeder für dich freut und es gibt Leute, die ihre Zeit darauf verwenden, dich zu zerstören. Man lernt schnell, dass einen manche unterstützen und andere einem nichts als Unglück wünschen. Ich habe außerdem gelernt, dass, wenn man in hohem Maße Vollgas gibt, daran, was man erreicht hat, festhalten muss. Es kann einem durch negative Kräfte viel zu schnell wieder entrissen werden. Deshalb versuche ich, immer die positiven Seiten zu sehen und jeden so zu behandeln, wie auch gerne behandelt werden möchte“, führt der Fronter aus und macht den Brückenschlag zum bereits erwähnten neuen Stück, ‚Nothing Scars Me‘, das er quasi als Sequel zu ‚Every Lasting Scar‘ vom letzten Album ansieht: „In dem Song geht es um die Dinge, die in den letzten drei Jahren über mich erzählt wurden. Das stört mich nun nicht mehr und dieses Lied hat mir dabei geholfen, darüber zu stehen. Ich habe gelernt, meine Denkweise zu ändern und Negativität nicht zuzulassen. Das macht einen wirklich sehr viel freier und ich hoffe, dass der Song auch anderen hilft.“ Zwei weitere Songs, die nicht nur ihrer musikalischen Durchschlagskraft, sondern auch ihres Textes wegen hier angeführt werden sollten sind ‚Honor Never Dies‘ und ‚The Language‘: „Zu Ersterem wurde ich inspiriert als ich meinen Großvater in seinen letzten Tagen begleitete. Er hatte neun Kinder und wurde über 90 Jahre alt. Er war ein großer Man und bewies mir, dass jeder eine zweite Chance verdient. Er zeigte mir auch, dass, wenn man in einer schwierigen Situation eine ehrbare Entscheidung trifft, die Resultate dessen weiterleben werden. Bei ‚The Language‘ dreht es sich um Negativität und Dinge, die für einen wie Gift sind – in Form von Worten. Ich wollte mich darum kümmern, da es mich die letzten zwei bis drei Jahre sehr beschäftigt hat. Auch dieser Song hatte auf mich eine sehr reinigende Wirkung.“ Definitiv eine sehr gesunde Art und Weise, mit den Widrigkeiten des Lebens umzugehen.
Was die Widrigkeiten der Musikindustrie und ihre Formate angeht, sieht Jamey das Ganze eher praktisch – nachdem die CD nach knapp 25 Jahren langsam aber sicher vom Download abgelöst wurde, ist dieser dank Streaming auch schon fast Geschichte. „Ich bin mir bei der ganzen Sache noch nicht so sicher. Ich hab das mit dem Streaming über mein Handy ausprobiert und die Qualität war echt schlecht. Da bleib ich lieber bei den MP3s auf meinem iPod. Ich mag auch CDs, da die Qualität besser ist, man die Texte mitlesen kann und man einfach etwas zum Anfassen hat.“ Gerade wenn man so im Rampenlicht steht wie der einstige Headbangers Ball-Moderator, der neben ­HATEBREED nicht nur eine weitere Baustelle hat, stellt sich auch die Frage, ob ein Workaholic diesen Ausmaßes nicht auch mal am Rande des Burnout steht. „Ja, auch ich fühle mich ausgebrannt“, gibt Jamey zu, „kürzlich habe ich mehr Zeit mit meiner Familie verbracht, was sehr gut für meine geistige Gesundheit war. Ich konnte nach Hause fliegen und in den letzten Stunden meiner Großmutter bei ihr sein, ein größerer Teil des Lebens meiner Tochter sein. Das Musikbusiness kann Spaß machen und es hält viele Dinge für dich bereit, aber es ist besser für mich, wenn ich auch mal eine Pause machen und mit meiner Familie zusammen sein kann.“ Nur allzu verständlich, denn wie angedeutet, gibt es neben der Band noch weitere Verpflichtungen, denen der umtriebige Shouter nachgeht. So ist er Inhaber seiner eigenen Clothing-Line „Hatewear“ sowie Chef des Hardcore-Labels Stillborn Records. „Ich habe erst neulich wieder ein Album über Stillborn veröffentlicht; eine Band namens DEFILER. Junge Kids aus Kalifornien, eine sehr coole Band. Vermutlich mache ich da in Zukunft wieder mehr, jetzt wo ich bald aus meinem aktuellen Vertriebsdeal herauskomme. Das war etwas seltsam und ich hoffe, bald weitermachen zu können.“ Und so geht es im Stechschritt weiter. Schließlich gibt es auch noch das Solo-Projekt JASTA, das Sludge-Superduo KINGDOM OF SORROW (mit Kirk Windstein, DOWN/CROWBAR) und vor einigen Jahren tauchte mit ICEPICK ein Projekt auf, das auch gerne eine Weiterführung erfahren dürfte. „Derzeit steht zwar ausschließlich das neue HATEBREED-Album an, für das wir sicher zwölf Monate oder länger unterwegs sein werden, aber ich habe schon einige Songs für JASTA geschrieben, die ich sehr geil finde. Für KINGDOM OF SORROW gibt es derzeit keine Pläne und ICEPICK war wohl eher eine einmalige Geschichte. Aber wer weiß, vielleicht kommt da auch nochmal was. Ich liebe Danny D, aber in naher Zukunft werde ich wohl kaum Zeit haben.“ Sagt‘s und lässt den Funken der Hoffnung weiter glimmen.
Mehr Konstanz gibt es dafür an der Live-Front: Für die nächstjährige Ausgabe der renommierten Persistence Tour sind nicht nur die NYHC-Paten AGNOSTIC FRONT bestätigt, sondern eben auch die Headliner: HATEBREED. Jasta & Co. freuen sich schon mächtig, endlich auch die neuen Songs live präsentieren zu können: „Dies wird die allererste Tour zum neuen Album sein, daher können wir es kaum erwarten, loszuziehen und alle unsere Die-Hard-Fans zu sehen und wie sie darauf reagieren. Außerdem wird es auch super, mit AGNOSTIC FRONT und H2O abhängen zu können und eventuell etwas Sightseeing zu machen. Vermutlich wird es auch spezielle Meet & Greet-Pakete, wo wir den Fans das gesamte neue Album vorspielen.“ Interessierte sollten also ab sofort immer mal einen Blick auf die offizielle ­HATEBREED-Homepage werfen. Wirft man allerdings einen Blick in die Zukunft, steht nach zehn Jahren »Perseverance« schon das nächste Jubiläum vor der Tür. 2014 begehen ­HATEBREED bereits ihr 20jähriges Bestehen. Konkrete Pläne hierfür gibt es zwar noch nicht, aber verschiedene Ideen schwirren im Raum herum: „Wir haben darüber nachgedacht eine »Satisfaction Is The Death Of Desire«-15th-Anniversary-Tour oder das Album neu aufzulegen oder gar neu einzuspielen. Oder auch »Perseverance« zu re-releasen oder erneut aufzunehmen. Vielleicht machen wir eine besondere Tour oder irgendetwas Lustiges, um den Anlass zu feiern.“ Lustige und bizarre Momente gibt es auf Tour selbstverständlich auch zu Hauf. Bei den seltsamsten Fanbegegnungen ist Jamey allerdings aus gutem Grund zurückhaltend: „Da ist einiges passiert, allerdings möchte ich das nicht zu sehr ausbreiten, da ich denke, dass das noch mehr davon anzieht. Ich hatte Fans, die bei mir zu Hause aufgetaucht sind, weswegen ich mittlerweile auch umgezogen bin“, schmunzelt der Brüllwürfel. „Andere haben mir komische Sachen geschenkt und seltsame Dinge gesagt. Ich glaube aber, das Schlimmste war, als ich bei einem Gig runter auf die Barrikaden sprang und mich dabei ein Mädel in den Bauch gebissen hat. Das habe ich seitdem nie wieder gemacht, hahahaha!“. Durchaus verständlich, wer lässt sich schon gerne einen zweiten Bauchnabel verpassen? Dann lieber Schindluder mit den Angestellten treiben: „An einem Tag des heißen Sommers 2004, als wir auf der Ozzfest-Tour unterwegs waren, war unser Soundmann Goody völlig besoffen und ist in seiner Koje weggeknackt. Acht Stunden später waren wir bereits auf dem Weg in die nächste Stadt und er wachte mit riesigem Kohldampf auf. Er entschied sich also, ein Sandwich mit massig Mayonnaise zu machen. Er setzte sich mir gegenüber, mampfte das Teil und meinte nur „Alter, das ist das beschissenste Sandwich aller Zeiten. Was stimmt da bloß nicht?“ Er aß es aber komplett auf und legte sich wieder schlafen. Ca. 45 Minuten später sprang er auf und schrie nur, wir sollten sofort den Bus anhalten, er müsste elendiglich Scheißen. Er rannte raus und explodierte förmlich mit mördermäßigstem Durchfall. Die Mayo auf dem Sandwich war Sonnencreme, die jemand in den Kühlschrank gestellt hatte, damit sie schön kalt ist, wenn jemand einen fiesen Sonnenbrand hat.“ Lecker, aber das ist eben die normale Härte im Touralltag. Für den Moment aber freuen wir uns erstmal auf Mitte Januar, wenn HATEBREED die Bühnen Europas zerlegen und mit der Veröffentlichung von »The Divinity Of Purpose« sämtliche Kinnladen herunterklappen lassen und so erneut beweisen, warum sie die unbestrittenen Könige des New School Hardcore sind.
Marlis Wimmerer

Review

Der Soundtrack zum Ausrasten!
Bei Nuclear Blast freut man sich dieser Tage nicht nur darüber, die New-School-Hardcore-Kings HATEBREED in der Familie willkommen heißen zu dürfen, sondern auch darüber, dass die Band um Tausendsassa und Hans-Dampf-In-Allen-Gassen Jamey Jasta für diese neue Partnerschaft das mit Abstand beste Album seit knapp zehn Jahren eingetrümmert hat. »The Divinity Of Purpose« macht quasi dort weiter, wo nach »The Rise Of Brutality« (2003) zu Gunsten einer Spur Progression Platz für andere Elemente gemacht wurde. Jene Elemente, sprich Soli, noch metallischeres Riffing, semi-cleane Gesangspassagen in beinahe epischer Art und Weise, die auf »Supremacy« (2006) und »Hatebreed« (2009) vermehrt Einzug in den Sound des Connecticut-Quintetts erhielten, finden heutzutage zwar immer noch statt, sind aber wieder mehr der rohen, stampfenden Brutalität gewichen, die HATEBREED einst mit Songs wie 'I Will Be Heard' oder 'Live For This' auf den Hardcore-Thron verhalfen, wodurch ein noch homogeneres sowie überaus abwechslungsreiches Gesamtbild entsteht. Zu diesen etablierten Grundbausteinen gesellt sich der entsprechende Sound, der einmal mehr von Hardcore-Produzenten-Gott Chris 'Zeuss' Harris (MADBALL, AGNOSTIC FRONT, TERROR, UNEARTH...) gezaubert wurde. Demnach brettert der sechste HATEBREED-Dreher entsprechend wuchtig aus den Boxen, ganz zu schweigen von der gewissen 90er-Klangfarbe, die dem ganzen dezent aber allgegenwärtig die Krone aufsetzt und an die einstigen Glanztaten solcher Ikonen wie BIOHAZARD oder EARTH CRISIS erinnert. Zwar wird Musik dieser Spielweise oftmals und meist zu Recht die Devise "Stumpf ist Trumpf" vor den Latz geknallt, was ohne Frage auch hier als Stilmittel eingesetzt wird, HATEBREED jedoch haben noch immer bewiesen, dass sie es verstehen, mit gekonnter Hinzunahme von rasendem Thrash-Riffing und grollendem Death-Metal-Groove die spannendsten und heftigsten Breakdowns einleiten zu können. So möchte man schon nach den erst paar Sekunden am liebsten das heimische Wohnzimmer zum Klump schlagen, derart kompromisslos und vehement werden einem die gefrusteten Statements entgegengezimmert. Tracks wie das speedige 'The Language' beispielsweise preschen gnadenlos über einen hinweg, während Groove-Bomben wie 'Honor Never Dies' oder 'Nothing Scars Me' mit ihrer hitverdächtigen Intensität schon auf der kommenden Persistence Tour (mit u.a. AGNOSTIC FRONT) die Moshpits zu Höchstleistungen anspornen werden. Auch wenn die Amis noch nie auch nur eine schwache Veröffentlichung in ihrer glorreichen Diskografie zu vermelden haben, so lässt sich mit Fug und Recht sagen, dass »The Divinity Of Purpose« mit der höchste Dichte an zukünftigen Hymnen und Brutalo-Manifesten aufwartet, seit 'I Will Be Heard' Vin Diesels waghalsige Stunts in "XXX" begleitete. Somit stellt Album Nummero sechs nicht nur eine Pflichtanschaffung für Fans der Band (ganz egal welcher Generation) dar, sondern eignet sich auch perfekt als Einstieg in die Welt des modernen Hardcore Metal. Mit dieser Scheibe haben sich Jamey Jasta und seine Gesellen ein pfundiges Denkmal gesetzt, das in Zukunft in einem Atemzug mit ihrem Referenzwerk »Perseverance« (2002) genannt werden wird. Besorgt Euch schon mal Klöten- und Mundschutz, Knie- und Ellenbogenschoner sowie einen Hartplastikhelm, denn diese Songs werden definitiv alles in Schutt und Asche legen und jeden noch so entspannten Typen zum Ausrasten bringen - nein, zwingen! Versprochen!
Marlis Wimmerer

Trackliste Dauer
1 - Put It To The Torch 2:12
2 - Honor Never Dies 3:12
3 - Own Your World 3:39
4 - The Language 3:14
5 - Before The Fight Ends You 3:17
6 - Indivisible 2:56
7 - Dead Man Breathing 3:19
8 - The Divinity Of Purpose 3:39
9 - Nothing Scars Me 3:08
10 - Bitter Truth 2:40
11 - Boundless (Time To Murder it) 3:21
12 - Idolized And Vilified 2:23
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