Die Pest zieht wieder über das Land!
Als 1349 die Pest nach Norwegen kam, hätte wohl niemand gedacht, daß dieses Jahr einmal Namensgeber für eine der wohl vielversprechendsten und echtesten Underground-Black-Metal-Bands der Neuzeit herhalten würde. Obwohl die Band bereits 1997 von Vokalist Ravn und Basser Seidemann aus der Taufe gehoben wurde, ist es erst 2003 mit dem unvergleichlich rohen und bahnbrechenden Debüt »Liberation« richtig laut um die Nordmannen geworden. Im Jahresrhythmus erschienen dann zwei weitere Schwarzwurzelbehandlungen der besonderen Art, die den Kultstatus der Truppe weiter untermauerten. Mit dieser Tradition brachen die Norweger dieses Mal - untätig waren 1349 seit der Veröffentlichung des 2005er Paukenschlags »Hellfire« aber keinesfalls: „Wir waren viel unterwegs. Fünf Wochen mit GORGOROTH in Europa, US-Tourneen mit CELTIC FROST, als Headliner, mit CARCASS… In England waren wir auch zweimal, außerdem haben wir sehr viele Festivals gespielt. Das erklärt wohl hauptsächlich die lange Zeit zwischen den beiden Alben. Aber man muss auch genügend Inspiration haben, um das Schiff nicht untergehen zu lassen.“ metaphert Gitarrist Archaon. Die dürfte für »Revelations Of The Black Flame« wohl nicht gefehlt haben; hat die Band, die sogar Star-Trommler Frost (SATYRICON) in ihren Reihen zählen darf, doch direkt wieder eine Schippe draufgelegt: „Man wird 1349 von einer sehr viel dunkleren Seite erleben. Einige Leute haben es als Groove und Melancholie beschrieben… Wir überschreiten Grenzen, wie noch nie zuvor – trotzdem wird uns ein Fan weiterhin als 1349 erkennen,“ äußert sich der Klampfer kryptisch. Wenn das nicht tief blicken lässt... bleibt nur noch zu klären, wie zum Teufel die Höllenmaschine Frost noch eine weitere Band neben seinem Hauptbetätigungsfeld unterbringt und wann die sonische Apokalypse wieder auf europäischen Bühnen stehen wird. „Frost hat so viel mehr zu geben, als er in nur einer Band verwirklichen könnte. Wenn er die Zeit hat, geht er mit dem selben Engagement und Enthusiasmus an 1349 heran und bringt sich auch ins Songwriting ein. Was den Live-Sektor angeht, weist momentan alles auf einige Dates im Herbst hin, außerdem sind Festivals u.a. in Deutschland bestätigt. Alles Weitere wird sich zeigen… Erwartet die schwarze Flamme!“
Markus Jakob