Condolences

WEDNESDAY 13

WEDNESDAY 13 - Condolences

Veröffentlicht am: 02.06.2017

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Als fieser, glamouröser Ghoul kroch WEDNESDAY 13 in den frühen Neunzigern aus den Schatten von Charlotte, North Carolina hervor und seitdem entwickelte sich der Frontmann zu einem der weltweit größten Lieferanten für Horror-Wahnsinn. Mit seiner lebendigen und makabren Fantasie trieb er unzählige Fans der Riffgewitter dazu, ihm bedingungslos in die Dunkelheit zu folgen, und in der Rolle des Rock’n’Roll Grabräubers und Halloweenliebhabers etablierte er sich bald als einer der produktivsten Köpfe der Szene – unermüdlich tourte er durch die Welt und begrub sie in zahlreichen blutigen Alben und EPs.

"Meine Idole wie KISS, ALICE COOPER und TWISTED SISTER setzten die Messlatte verdammt hoch für mich damals", erinnert der Frontmann sich. "Ich wollte immer etwas im Stil dieser Bands machen. Sie waren mein Ursprung, meine Helden zu denen ich als Kind aufsah, und meine Musik sollte mal so unverschämt und durchgeknallt werden wie ihre. Ich wollte immer, dass mein Poster eines Tages an der Wand eines Teenagerzimmers hängt, die Eltern reinkommen und nur kreischen: ‚Oh mein Gott, was ist DAS denn?‘ Und diesem einfachen Rezept folge ich seit jeher. Was ich mache, endet unwillkürlich in einer abgedrehten Mischung aus GI Joe und Dracula."

Nachdem er einige Jahre seine kreativen Zähne schärfte, startete WEDNESDAY 13 damals seine erste Band FRANKENSTEIN DRAG QUEENS FROM PLANET 13, die zwischen 1996 und 2002 schnell einen Ruf als verdrehte Rotzrocker ergattern konnte und in der Zeit ganze fünf Studioalben und sechs EPs veröffentlichte. Obwohl er als Anführer der Horrorpunkrevolte anfing, entwickelte WEDNESDAY 13 sich bald zu einem waschechten internationalen Rockstar, als er sich mit SLIPKNOTs Joey Jordison zu einem neuen Projekt zusammenschloss, um fortan als Sänger der MURDERDOLLS Schlagzeilen zu machen. Besonders Großbritannien und Festlandeuropa verfielen dem wilden Charme des 2002er Debütalbums »Beyond The Valley Of The Murderdolls«, das nicht nur animalischen Horrorpunksound lieferte, sondern auch mit einer herrlichen Scheiß-Egal-Haltung das Genre neu definierte. Nachdem die MURDERDOLLS 2004 eine ausgedehnte Pause einlegten, begann WEDNESDAY 13 seine Solokarriere, in der er weiterhin seine teuflischen Ideen in Musik und Text auslebte. Alben wie »Transylvania 90210« (veröffentlicht bei Roadrunner im Jahr 2005), »Fang Bang« und »Skeletons« zementierten den Ruf unseres Helden als obskures Bastardkind von ALICE COOPER und den MISFITS, doch damit gab er sich noch nicht zufrieden. Und mit seinem zusätzlichen Outlaw Country-Projekt BOURBON CROW und seiner Glam-Schmiede GUNFIRE 76 bewies WEDNESDAY, dass er noch weit mehr auf dem Kasten hat, als nur Friedhöfe umzugraben. Im Jahr 2010 fanden die MURDERDOLLS für ihr bitterböses Rachewerk »Women And Children Last« wieder zusammen, bevor sie nach einer langen Welttournee erneut im Nebel verschwanden. Daraufhin jagte WEDNESDAY seiner Solokarriere tausend Volt in die Brust und kam mit gefeierten Werken wie »Undead Unplugged« oder dem donnernden »Monsters Of The Universe: Come Out & Plague« auf die Bildfläche zurück. Doch nichts von dem, was der Ghoul-Häuptling in all den Jahren seiner Karriere erschaffen hat, kommt an die Gewalt seines neuen Studioalbums »Condolences« heran.

Frustriert von dem mühsamen Prozess, seine Musik im Alleingang zu veröffentlichen, beschloss unser liebenswerter schwarzherziger Freak, seine Musik durch einen Fleischwolf der Neuerfindung zu drehen und frische Wege zu bestreiten. Das Ergebnis ist nicht nur die härteste und authentischste Platte seiner langen Karriere, sondern auch ein großer kreativer Sprung nach vorne, wie der Titel bereits andeutet: "Es ist eher ein ernstes WEDNESDAY 13 Album, denke ich", sagt er. "Es verzichtet auf überzogene Momente und konzentriert sich auf einen dunkleren Geist. Wir haben dem Sleaze Aspekt vollkommen den Rücken gekehrt. Die Band setzt auf eine finstere Optik und das brachte alles auf ein ganz neues Level. Normalerweise sind meine Albumnamen Parodien von etwas, so wie wir bei »Women And Children Last« einen VAN HALEN Plattentitel auf’s Korn nahmen. Doch mit diesem Album wollten wir ein neues Kapitel von WEDNESDAY 13 aufschlagen."

Musikalisch legt »Condolences« Zeugnis ab von WEDNESDAYs wachsender Faszination für die Metalwelt und ihren endlosen Möglichkeiten, Horror adäquat darzustellen. Produziert von dem renommierten Studio-Guru Zeuss sind die neuen Songs wie die erste Single 'What The Night Brings' oder der gewaltige Rammbock 'Blood Sick' aber weiterhin gezeichnet von WEDNESDAYs typisch düsterem B-Movie-Humor und den abgedrehten Lyrics. Doch statt auf Punk und Glam setzt die Band bei »Condolences« auf modernen Metal und eine ernsthaftere Haltung. Von dem bedrohlich-melodischeren 'Good Riddance' bis hin zur grandiosen Klanghölle des 7-minütigen Titeltracks des Albums ist schnell klar, dass WEDNESDAY 13 es diesmal verdammt ernst meint.

"Der Punk-Rock-Vibe hat sich verflüchtigt und Platz für eine härtere Gangart gemacht", stimmt WEDNESDAY zu. "Ich bin seit Jahren dieser Horror-Punk-Kerl gewesen, aber jetzt will ich langsam zu einem Horror-Metal-Kerl werden. Es war eine natürliche Evolution. In den letzten zehn Jahren zog es mich immer mehr zum Metal. Die zweite MURDERDOLLS-Scheibe hat diese Ära eingeläutet und die anderen Jungs in der Band haben mich immer weiter in diese Richtung beeinflusst. Ich schiele nicht nur noch ausschließlich auf meine SEX PISTOLS, ALICE COOPER und RAMONES Platten, sondern habe mich auch mal an die meiner Bandkollegen herangetraut – und gemeinsam haben wir ein gigantisches Spektrum entwickelt. Von Death Metal bis Rock'n'Roll, wir lieben durch die Bank weg alles. Und wir wollen keine Grenzen oder Regeln beim Songschreiben setzen. Wir machen alles, was wir wollen und was uns ins Konzept passt."

Als stärkstes, härtestes, aber auch persönlichstes Album seiner langen Karriere, schiebt »Condolences« WEDNESDAY 13 in die Reihen des anspruchsvolleren Gebretters und eine ausgedehnte Tour wird natürlich nicht lange auf sich warten lassen. Die Zukunft ist düster, gefährlich und massiv theatralisch.

“Für uns steht Nonstop-Touren an, sobald die Scheibe veröffentlicht ist”, fasst WEDNESDAY zusammen. “Wir haben gerade unser erstes Video für 'What The Night Brings' abgedreht und es sieht wirklich vielversprechend aus. Wir integrierten Elemente, die ich auch live auf der Bühne abziehe, wie zum Beispiel den Teufelscharakter. Wir wollen unsere Musik, das Image der Band und die gesamte Liveshowplanung ein Level höher heben. Es wird eine verdammt theatralische, sehenswerte Bühnenshow und ich werde echt gut eingespannt sein! Nach so vielen Jahren stellte ich mir einfach die Frage: ‚Ich mache das jetzt schon so lange… wie kann ich für die Fans jetzt noch eine dicke Ladung oben drauf setzen?‘“

Tracklist Dauer
1 - Last Rites 0:54
2 - What The Night Brings 3:37
3 - Cadaverous 3:30
4 - Blood Sick 3:19
5 - Good Riddance 4:17
6 - You Breathe, I Kill 3:02
7 - Omen Amen 3:16
8 - Cruel To You 4:02
9 - Eulogy XIII 1:38
10 - Prey For Me 4:03
11 - Lonesome Road To Hell 3:36
12 - Condolences 6:54
13 - Death Infinity 4:22
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