Worship Music

ANTHRAX

ANTHRAX - Worship Music

Veröffentlicht am: 16.09.2011

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„Der Weg zum Album war ein schmerzhafter, aber ich denke, bei ANTHRAX zu sein ist allgemein mit Schmerzen verbunden“, lacht Bassist Frank Bello. „Nichts geschieht ohne Grund. Wenn ich jetzt das neue Album höre, verstehe ich, warum alles so geschehen musste, wie es geschehen ist – und ich liebe Joeys Stimme! Ich will ihm keinen Honig ums Maul schmieren, aber ich kann mich nicht erinnern, ihn jemals besser singen gehört zu haben als heute. Er verwirrt mich damit, dass er einfach nicht zu altern scheint und noch immer rausgehen und kraftvoll wie ein junger Löwe brüllen kann!
Er wurde mit einer schwierigen Situation konfrontiert und ist daran gewachsen.“ Joey stimmt zu: „Es ist nicht leicht, mitten ins Geschehen geworfen zu werden. Ich fühle mich geehrt, doch gleichzeitig weiß ich, dass ich eine Menge dafür getan habe, hier zu stehen, indem ich aus tiefstem Herzen und nach Leibeskräften gesungen habe – es hat funktioniert!“

Und das ist eine Untertreibung. Co-produziert von Rob Caggiano und Jay Ruston (beide Grammy-nominierte Produzenten) bezieht das Album seinen Namen aus einer von Charlies nächtlichen Schlaflosigkeits-Attacken, während derer er beim Durchzappen der Fernsehprogramme auf ein religiös behaftetes Infomercial mit dem Titel „Worship Music“ gestoßen war. Eine passende Überschrift für ein unbestreitbares Meisterstück übermenschlichen Riffings, bekräftigt durch eine Melodiengewalt, die von ANTHRAXs vollkommener Vormachtsstellung im Songwriting zeugt. Von den himmlisch eindringlichen Tönen in „Worship“ – einem atmosphärischen, von Charlie komponierten Stück – bis zum mitten-in-die-Fresse-Angriff des Openers „Earth On Hell“ sind die Ergebnisse umwerfend. „Worship Music“ weist auch tiefgründigere Seiten auf.
„Der Song ´In The End´ verströmt ausgesprochen viel Melancholie“, äußert Charlie. „Er hat im eigentlichen Sinne nichts mit der Band, sondern mit zwei Menschen, die einen engen Bezug zu uns hatten, zu tun – Dimebag und Ronnie James Dio. Sie waren beide Helden und hatten einen riesigen Einfluss auf uns. Darrell spielte auf den letzten drei ANTHRAX-Alben, war quasi ein sechstes Bandmitglied, und Ronnie war immer ein Champion für uns, der uns mit auf Tour nahm und uns immer fantastisch behandelte. Dieser Track musste kreiert werden und sein Entstehungsprozess war sehr kathartisch für uns.“

In Anbetracht der Tatsache, dass ANTHRAX heuer seit 30 Jahren tapfer kämpfen, wirkt Scotts Sentimentalität besonders ergreifend. Wie es sich anfühlt, drei Dekaden nach Beginn der Bandkarriere ein neues Album zu veröffentlichen? „Es macht mich geradezu verrückt, dass so viel Zeit verstrichen ist“, gibt Charlie zu. „Innerlich fühle ich mich genauso wie früher, doch hätten wir diese Scheibe vor zehn Jahren aufnehmen wollen, wäre ich weitaus stärker auf den Faktor Bedeutsamkeit bedacht gewesen. Heute schere ich mich überhaupt nicht mehr drum. Schließlich geht es darum, das zu tun, wovon wir glauben, dass es den Fans gefällt. Es fällt mir schwer, Vergleiche mit früher zu ziehen. Anno 2011 dreht sich mein Tag noch immer um ANTHRAX. Ich liebe es, wie das neue Album unsere gesamte Karriere widerspiegelt und kann es kaum erwarten, dass die Leute die Scheibe endlich zu hören bekommen.“
Im Laufe der vergangenen 30 Jahren haben ANTHRAX Verkaufszahlen von über zehn Millionen Alben erreicht. Zudem kann die Band auf vielfache Gold- und Platin-Auszeichnungen, Grammy-Nominierungen und jede Menge weitere Ehrungen seitens der Musikindustrie, der Medien und der Fans zurückblicken.

Tracklist Dauer
1 - Worship (intro) 1:40
2 - Earth On Hell 3:10
3 - The Devil You Know 4:46
4 - Fight 'Em Til You Can't 5:48
5 - I'm Alive 5:36
6 - Hymn 1 0:38
7 - In The End 6:48
8 - The Giant 3:47
9 - Hymn 2 0:44
10 - Judas Priest 6:24
11 - Crawl 5:28
12 - The Constant 5:01
13 - Revolution Screams 6:07
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