Battles

IN FLAMES

IN FLAMES - Battles

Veröffentlicht am: 11.11.2016

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In einer Musikszene, die von endlos vielen Subgenres und kurzlebigen Trends geprägt ist, waren IN FLAMES immer das beste Beispiel dafür, was es heißt, seinem eigenen Stil treu zu bleiben. Seit ihrer Gründung im schwedischen Göteborg anno 1990 hat der legendäre Melodic Metal Act sechs Alben in den Top 10 von Schweden und zwei Nummer 1 Hits platzieren können, sie tourten neben Helden wie METALLICA oder JUDAS PRIEST und beeinflussten einige der größten Acts der heutigen Zeit, ohne jemals von ihrer eigenen Schiene abzuweichen. In diesem Sinne veröffentlicht die Band nun auch ihr zwölftes Studioalbum, das altbewährte Klänge mit neuen Herangehensweisen vermischt und von dem grammynominierten Produzenten Howard Benson (MY CHEMICAL ROMANCE, THE USED) aufgenommen wurde. Diesen hatte man in den inneren Zirkel der Band eingeschleust, um aus »Battles« ein Album zu machen, das sowohl die jüngeren, als auch die Old School IN FLAMES Fans zufriedenstellen wird.

“Dieses Album kam weit schneller zustande, als wir uns das vorgestellt hatten”, erklärt Gitarrist Björn Gelotte. “Zu Anfang war ich zögerlich, aber ich hatte schon einige Riffs auf Tasche und setzte mich mit [Sänger] Anders zusammen und plötzlich schrieben sich die Songs wie von selbst!“

Bevor sie Bassisten Peter Iwers und Gitarristen Niclas Engelin für die restlichen Feinheiten ins Boot holten, beschloss das Duo, sich aus seiner Heimat Schweden zurückzuziehen, um nach Los Angeles zu gehen. Dort schrieben sie den ganzen Tag lang Songs, grillten abends und gönnten sich bis in die frühen Morgenstunden einige Bierchen. “Die Aufnahmen in Kalifornien durchgeführt zu haben, beeinflusste dieses Album wirklich - wir hatten ein Studio in dem Haus, in dem wir wohnten und alles war sehr entspannt, sodass wir uns komplett auf unsere Arbeit konzentrieren konnten", berichtet Sänger Anders Fridén.

So hatte die Band erst nur die Aufnahme von elf Tracks geplant, doch die Inspiration packte sie so stark, dass letztendlich 15 Songs dabei herauskamen – und das ist auch auf den Einfluss von Benson zurückzuführen:

“Einen Produzenten zu haben, der uns dabei half, immer konzentriert zu bleiben und uns nicht zu verrennen, war extrem hilfreich“, fügt Fridén hinzu. „Es war eine ganz neue Herangehensweise für uns", fügt Gitarrist Björn Gelotte hinzu. "Nie haben wir so eng mit einem Produzenten zusammengearbeitet wie jetzt mit Howard! Wir trafen uns vor den Aufnahmen mit mehreren Produzenten, doch er war der Einzige, der an dem Album nichts verändern wollte – ihm war nur wichtig, dass wir die beste Scheibe machen, die wir in dem Moment schreiben konnten. Es ist nicht so, dass wir nicht auch selbstständig auf diesen Sound gekommen wären, doch die Arbeit mit ihm war etwas ganz Neues. Und wir lieben es, neue Dinge auszuprobieren.”

Selbstbewusstsein und Enthusiasmus ist genau das, was man heraushört, wenn man »Battles« das erste Mal in den Player wirft. Sofort reißt die Hymne 'The Truth' den Hörer mit, ‘Through My Eyes’ punktet durch seinen technischen Anspruch und der Titeltrack legt einen unvergleichbaren Groove hin. »Battles« enthält schärfere Hooks, rasantere Riffs und kommt einem gewaltigen Angriff gleich, der lediglich mit den legendären Liveshows der Band vergleichbar ist.

“Wenn Fans dieses Release hören, werden sie sofort wissen, dass es sich dabei um das neue IN FLAMES Album handelt, obwohl wir hier nicht erneut dieselbe Suppe neu aufwärmen, sondern immer wieder neue Elemente in unsere Musik einfließen lassen. Und das ist etwas, worauf ich sehr stolz bin", erklärt Anders Fridén. „Es steckt etwas in den Fingern der Jungs und in meiner Stimme, das sofort erkennen lässt, um welche Band es sich handelt, doch ich hoffe, dass unser Songwriting sich weiterhin stetig weiterentwickelt und wir immer wieder neue Ufer erreichen.”

Dieser unendliche Weiterentwicklungsdrang hält das innere Feuer von IN FLAMES am Leben und er ist ein Element, das die Band niemals aus den Augen verloren hat, obwohl sie bereits viele experimentelle Schritte in verschiedenste Richtungen getätigt hat.

„Wir haben schon früh für uns entschieden, dass wir eine Band sind, die immer ihren eigenen Weg sucht und sich nicht irgendeinem kurzlebigen ‚Sound des Monats‘ hingibt“, erklärt Gelotte. “Letztendlich sind wir diejenigen, die diese Songs jeden Abend spielen und deshalb möchten wir voll und ganz dahinter stehen. Und genau diese Spielfreude wollen wir in unseren Songs transportieren, egal, wie unterschiedlich sie zueinander sind. Es klingt vielleicht wie ein Klischee, aber es ist wahr: Wir möchten, dass die Musik für uns so interessant bleibt, wie für die Fans, denn das alles hier ist nicht nur ein Job für uns - es ist unser Leben!“

Die Wahrheit dieser Aussage lässt sich leicht überprüfen, wenn man einen Blick auf das Alter und Geschlecht der Fans wirft, denn IN FLAMES vereint Menschen aller Altersgruppen und jeglicher Herkunft, was darauf zurückzuführen ist, dass die Band niemals versucht hat, etwas zu sein, das sie nicht ist:

“Das Schöne an dieser Band ist, dass wir alles machen können, wonach uns gerade ist. Das ist der Geist von Musik. Denn Verbote, Grenzen oder Restriktionen bremsen nur die Kreativität“, fasst Gelotte zusammen. “Diesmal hatten wir den ‘Howard Filter’, der uns eine neue Perspektive auf die Dinge lieferte. Doch letztendlich wählen wir unsere Songs nur nach einem Kriterium aus: Ist das gut oder ist das schlecht? Wenn wir etwas gefunden haben, dass wir alle gleichermaßen lieben, dann wissen wir: Es ist ein IN FLAMES Song!”

Tracklist Dauer
1 - Drained 4:06
2 - The End 3:58
3 - Like Sand 3:43
4 - The Truth 3:04
5 - In My Room 3:25
6 - Before I Fall 3:27
7 - Through My Eyes 3:50
8 - Battles 2:58
9 - Here Until Forever 4:19
10 - Underneath My Skin 3:30
11 - Wallflower 7:06
12 - Save Me 4:12
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