New Southern

ANTI-MORTEM

ANTI-MORTEM - New Southern

Veröffentlicht am: 25.04.2014

Was die Amerikanische Hard-Rock- und -Metal-Szene dringend benötigt, ist eine Infusion Jugend und frisches Blut in ihren Adern. Fügt an dieser Stelle ANTI-MORTEM und ihr anstehendes Debütalbum »New Southern« ein. Das aus Oklahoma stammende Quintett, dessen Durchschnittalter gerade einmal 21 Jahre beträgt, wuchs mit Southern Rock und Heavy Metal auf und schickt sich an, gewaltig durchzustarten. Die Band kreiert unfassbar harte und Groove-geladene Heavy-Rock-Hymnen und verliert dabei, wie alle Großen, von denen sie gelernt hat, niemals den Blick für zeitgemäße Melodien in jedem Track. Aufgrund ihrer Ursprünge und der Art, wie sie aufwuchsen, ist auch die typische Südstaaten-Breitbeinigkeit des Quintetts nicht außer Acht zu lassen.

Sänger Larado Romo, der die Verbissenheit eines jüngeren, frischeren Dave Mustaine (MEGADETH) und den Stimm-Umfang eines David Draiman (DISTURBED) besitzt, eröffnet das einfache Ziel der Band, die den Rock ’n’ Roll wieder in den Vordergrund rücken will. „Hard Rock stagniert“, gesteht er ein. „Wir möchten, dass die Leute denken, Rock hat wieder Eier‘“. Das ist eine sehr kühne Ansage, doch ANTI-MORTEM haben die musikalischen Cojones, die Schlagfertigkeit und die Songs, um solch eine Behauptung zu untermauern. Es ist nicht nur ein Lippenbekenntnis, sondern ihr Motto und dies treibt sie an.

ANTI-MORTEM, deren Name vom Lateinischen "Antemortem" (was “vor dem Tod” bedeutet) stammt, können ihre bescheidene Anfänge auf das Jahr 2008 datieren. Larado war damals in der Mittelschule und die anderen, jetzigen Bandmitglieder in der Oberschule.

Er wurde einfach von seinem älteren Bruder, Gitarrist Nevada mit ins Geschehen gezogen. Trotz des Altersunterschiedes, stimmt die Chemie, denn unter der Oberfläche, sind sie alle einfach nur Musikfanatiker, die es lieben, ihre Instrumente zu spielen und sich Classic Rock reinzuziehen. Tief versunken im Rock der 70er, 80er und 90er, gelangten sie schließlich zum Metal. Der Rest ist ANTI-MORTEM-Geschichte.

Die prägenden Nächte und Wochenenden verbrachte die Band damit, ihren Sound auf der Bühne zu verfeinern, die sie in der Smithschen Familienscheune (die eigentlich als Lagerhalle für alte Autos geplant war) selbst gebaut hatten. Während Smiths Eltern an den Wochenenden arbeiteten, verwandelten ANTI-MORTEM ihre Probescheune in einen behelfsmäßigen Konzertsaal und luden sich als Publikum Freunde und Verwandte aus Chickasha ein, um ihnen ein nachmittägliches Programm voller fieser, abgrundtiefer Vocals, schneidiger Riffs, fettem Groove und der obligatorischen altmodischen Südstaaten-Gastfreundlichkeit darzubieten.

Es sollte nicht lange dauern, bis sie sich auf richtigen Bühnen einfanden und als lokaler Opener vor Bands wie BLACK LABEL SOCIETY, KILLSWITCH ENGAGE und FIVE FINGER DEATH PUNCH und auch dem angestrebtem Rocklahoma Festival auftraten. Aber es juckt ihnen in den Fingern, unterwegs zu sein und im Tourbus zu leben, um Fans für ihre neue Church Of Rock zu gewinnen, die sie auf »New Southern« präsentieren.

Für »New Southern« haben ANTI-MORTEM mit Produzentenveteran Bob Marlette (SHINEDOWN, SEETHER, BLACK STONE CHERRY) zusammengearbeitet, der ihnen half, ihre zahlreichen Einflüsse und Inspirationen zu kanalisieren und zu einem homogenen Ergebnis zu gelangen. Unglaublich produktiv, haben die fünf Jungs bis dato locker 100 Songs als Band geschrieben und neue Stücke oder Riffs kommen wöchentlich hinzu. „Wir haben so viele Schreiber bei uns in der Band und alle haben einen anderen Geschmack,“ sagt Romo. „Zain (Smith, Gitarrist) und ich schreiben die Metal-Songs und dann wiederrum schreiben wir drei zusammen Songs, die sehr nach Southern Metal klingen, oder so, als wären sie in den 70ern entstanden. Keiner von uns hat ein Egoproblem wenn es ums Schreiben geht. Wir fragen uns nicht, ob es soft oder heavy wird. Wenn einer von uns sagt ‚Ich glaube an dieses Riff‘, dann gehen wir nach dem Motto vor ‚Lasst uns einen ANTI-MORTE- Song drum herum basteln‘.“

Auf »New Southern« hat sich die Band einigen Herausforderungen gestellt, mit Songs wie ‘Words of Wisdom’, der im gleichen Tuning gespielt wird, wie es bei MASTODON zum Einsatz kommt. "Das war meine erste Erfahrung mit diesem Tuning”, sagt Smith. "Es ist heavy und hat eine gute Botschaft.”

Smith fügt hinzu und greift die Kernbotschaft des Songs auf: “Die Botschaft ist es, Autoritäten in Frage zu stellen. Leute, die dir sagen, wie du dein Leben zu leben hast, wissen selbst nicht, wie sie ihres leben sollen. Es geht darum, zu realisieren, dass es niemand besser weiß, als du selbst. Niemand hat die Antwort für die Fragen des Lebens, aber sie versuchen alles, um dich das glauben zu lassen und du musst in der Lage sein, für dich selbst einzustehen und zu sagen ‚Nein, das ist nichts für mich‘.“ Essentiell ist es ein Song für die unzufriedenen und ausgestoßenen Mitglieder unserer Gesellschaft.

Dann wäre da noch ‘100% Pure American Rage’, ein Song dessen Titel die Absichten der Band nicht verschleiert und von Anfang an klarstellt, worum es geht und wie es sich anhören wird. Eine Headbanger-Hymne, die extreme Härte mit klassischem Songwriting und Gitarrensound vermischt. „Es ist brutal, aber die Leute werden einen Zugang zu diesem Stück finden“, erklärt Smith. „Er ist sehr politisch. Die Soli sind geschmackvoll. Moderner Metal, aber mit ZEPPLIN-artiger Gitarrenarbeit. Es gibt nichts da draußen, was klingt, wie dieser Song.

Andere Schlüssel-Tracks sind ‘Black Heartbeat’, bei dem es darum geht "zu verstehen, dass die einzige Antwort ist, weiterzumachen und denen, die dir Leid zugefügt haben, die kalte Schulter zu zeigen”, während ‘Wake Up’, mit seinen messerscharfen Riffs, sich mit den Türen befasst, die von der Regierung verschlossen wurden und ebendies öffentlich anzusprechen. In ‘Path To Pain’ geht es um "jemanden, der nicht weiß, wann es Zeit ist, sich aus Sachen rauszuhalten und dass man dieser Person schlussendlich eine reinhauen muss, damit sie sich um ihre eigenen Angelegenheiten und nicht die anderer Leute kümmert…“. Entstanden um einen Gitarrengroove, der so tief ist, dass er in Mark und Bein geht.

Bereits nach dem ersten vollen Durchlauf von »New Southern«, erscheint es fast schon absurd, dass Musiker, im Alter der ANTI-MORTEM-Mitglieder in der Lage sind, ein so solides Album abzuliefern. Sie agieren mit dem Können erfahrener Größen, haben dennoch das Feuer in ihren Knochen, das aufstrebende Bands auf der Schwelle zum Durchbrauch ausmacht.

Während ANTI-MORTEM sich sicher sind, mit einem ganzen Arsenal knallharter Songs ausgestattet zu sein, ist es die Live-Situation, die für die Band ganz natürlich erscheint, bei der sie gänzlich aufblühen und lebendig werden. Auf der Bühne sind sie fokussiert, wie ein Laserstrahl – in diesem Moment existiert nichts außer ANTI-MORTEM! Ihr Ziel: Die Bühnen auseinander zu nehmen und die Fans von ihren Live-Künsten zu überzeugen. „Ihr werdet es hören und denken, dass es gut ist“, sagt Romo über das Album und die Tatsache, dass ANTI-MORTEM auf der Bühne vollends in ihrem Element sind. „Aber wenn ihr uns live seht, werdet ihr einfach nur baff sein. Wir wollen nicht, dass ihr euch das Album einfach nur anhört. Scheiß auf das Album. Kommt und erlebt uns live.“

Smith stimmt zu: "Unser Ziel ist es, durchzustarten und besser zu sein, als alle anderen. Es ist keine Konkurrenz. Aber wir wollen einfach alle anderen platt machen. Die Einstellung, der Beste zu sein und so rüberzukommen, braucht man. So denken wir. Wenn wir auf die Bühne gehen, dann denken wir, dass wir die fetteste Band der Welt sind.“

Das andere Ziel, das ANTI-MORTEM haben, ist es, Leute zu inspirieren, sich der Macht der Gitarre und des Riffs wieder bewusst zu werden, diese zu preisen und zu respektieren. „Wir wollen Leute dazu inspirieren, Gitarre zu spielen“, fügt Smith hinzu.

Um den Albumtitel zu erklären, fasst Romo zusammen, "Der Titel »New Southern« beschreibt unseren Lebensstil und unsere Denkweise. Es ist dieselbe Einstellung, dieselbe Wut und dieselbe Entschlossenheit der Rebellen, die vor uns lebten und sich gegen alle Widrigkeiten für Gerechtigkeit einsetzten. Wenn ich von Rebellen spreche, dann meine ich Revolutionäre wie JFK, Ghandi und John Lennon. In musikalischer Hinsicht würde ich nur allzu gern das Erbe großartiger Band wir PANTERA, METALLICA usw. antreten. Diese Bands haben viel bewirkt, durch die Weise, wie sie sich selbst darstellten und ihre Botschaften in ihrer Musik vermittelten. »New Southern« ist ein NEUER Ansatz, UNSER Ansatz bezüglich der Südlichen Tradition und wie wir es uns zum Ziel gesetzt haben, diese Fackel weiterzutragen.“

Tracklist Dauer
1 - Words Of Wisdom 4:23
2 - New Southern 4:05
3 - 100% Pure American Rage 3:36
4 - Hate Automatic 3:57
5 - Black Heartbeat 3:43
6 - I Get Along With The Devil 2:57
7 - Path To Pain 3:34
8 - Wake Up 3:23
9 - Ride Of Your Life 3:50
10 - Stagnant Water 4:44
11 - Truckstop Special 4:04
12 - Jonesboro 4:18
13 - A Little Too Lose (bonus track) 5:19