The Satanist

BEHEMOTH

BEHEMOTH - The Satanist

Veröffentlicht am: 07.02.2014

“»The Satanist« ist voller Magie, Gefahr, Abenteuer und dabei sehr organisch,” so Nergal, die treibende Kraft hinter BEHEMOTH seit ihrer Entstehung 1991, und ein kurzer Einblick in das mittlerweile zehnte Album der Band bekräftigt diese Aussage voll und ganz. Während es sich unverkennbar um das Werk des Polnischen Black/Death Quartett handelt, geht der Sound unvorstellbare und fesselnde Wege. Eine düstere Platte voller Wehmut und brutaler Gewalt, die sich von allem abhebt, das im Kanon harter Musik sonst auf uns losgelassen wurde. Daher verlangt es Aufmerksamkeit und bietet eine klangliche und emotionale Tiefe mit jedem Durchlauf. „Wer den Titel hört, mag denken, dass es ein sehr primitives und eindimensionales Album ist, wer doch hinter diese Eindimensionalität schaut, findet etwas Komplexes und Multidimensionales und das trifft auf alles an dieser Platte zu.“

Es war ein steiniger Weg bis zur Fertigstellung des Albums. Das 2009er Werk »Evangelion« wurde weltweit in den höchsten Tönen gelobt, chartete in der Heimat der Band, ebnete den Weg zu einigen der besten Shows überhaupt und lies die Band wahrlich unaufhaltsam erscheinen.
Doch im August 2010 wurde bei Nergal Leukämie diagnostiziert und brachte den Siegeszug zum plötzlichen Stillstand. Inmitten der fortlaufenden Tour zu »Evangelion« kam Nergal ins Krankenhaus, musste diese abbrechen und sowohl er selbst, als auch BEHEMOTH standen vor einer ungewissen Zukunft. Als die Suche nach einer Knochenmarksspende endlich erfolgreich war, wurde bei Nergal eine Transplantation durchgeführt und nach einem sechsmonatigen Krankenhausaufenthalt begann der lange Weg der Rehabilitation.

Statt direkt an einem neuen Album zu arbeiten, absolvierte die Band – die neben Nergal aus Drummer Inferno, Bassist Orion, und Gitarrist Seth besteht - die noch ausstehenden Konzerte zu »Evangelion« mit der passend betitelten “Phoenix Rising” Tour.

Als sie wieder zu ihrer vollen Stärke gefunden hatten, machten sich BEHEMOTH zum nächsten Schritt auf und begannen an dem Werk zu arbeiten, das »The Satanist« werden sollte.

Eines steht zweifelsohne fest, nämlich, dass es das komplexteste und klanglich vielfältigste Werk ist, das jemals unter dem Namen BEHEMOTH entstand. Mit jeder Klangschicht gewinnt es Dichte, wirkt dabei aber nie erzwungen oder künstlich. „Ich habe zwar keine Kinder, aber ich denke, der Erziehungsprozess ist ein guter Vergleich: Du bringst jede Menge Energie, Aufwand, Wissen und Geld auf um sie zu erziehen, kannst aber nie sicher sein, ob aus ihnen Anwälte oder Serienmörder werden. Mit der Platte ist es das Gleiche – wir stellen die einzelnen Elemente zur Verfügung, wissen aber nicht, wie diese im Kontext miteinander wirken und für mich ist es ein glücklicher Umstand, dass wir nicht alles hundert Prozent unter Kontrolle haben. So wird es etwas ganz Besonderes.“

Tracklist Dauer
1 - Blow Your Trumpets Gabriel 4:25
2 - Furor Divinus 3:06
3 - Messe Noire 4:04
4 - Ora Pro Nobis Lucifer 5:35
5 - Amen 3:49
6 - The Satanist 5:33
7 - Ben Sahar 5:34
8 - In The Absence Ov Light 4:58
9 - O Father O Satan O Sun! 7:13
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