IMMOLATION

Die Band Immolation entstand 1986 aus den Überresten der New Yorker Band Rigor Mortis. Die Gitarristen Robert Vigna und Tom Wilkinson fanden in dem Schlagzeuger Neal Boback und dem Bassisten / Shouter Ross Dolan die perfekte Zusammensetzung für ihr neues Line-Up.

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Gemeinsam mit Bands wie Incantation, Mortician oder Suffocation stehen sie an der Spitze der New Yorker Death Metal Szene und erregten großes Aufsehen mit ihrem antichristlichen Auftreten. Nach ihren zwei ersten Demoscheiben, die vor erfolgsgarantierenden Songs nur so strotzten, folge ein Vertrag bei Roadrunner Records, über das sie ihr mit Harris Johns (Voivod, Kreator) in Berlin produziertes Debütalbum „Dawn Of Possessions“ (1991) veröffentlichten.

Doch kurz vor den Aufnahmen ersetzt Craig Smilowski den mittlerweile ausgestiegenen Neal am Schlagzeug. Gemeinsam gehen sie auf eine Promotiontour durch Europa und die Staaten. Kurz nach der Tournee beenden Immolation die Zusammenarbeit mit Roadrunner Records und werden 1996 ein Teil von dem Label Metal Blade. 1995 wird noch über Repulse Records „Stepping On Angels…Before Dawn“ veröffentlicht, welche die beiden ersten Demoscheiben, ein paar Live-Aufnahmen und ein paar Rigor Mortis Songs beinhaltet. 1996 erscheint dann schließlich über ihr neues Label das Album „Here In After“.

Ein erneuter Line-Up-Wechsel folgt nach der gemeinsam Tour mit Cannibal Corpse. Wieder einmal tritt ein neuer Drummer bei Immolation bei, so dürfen Immolation Alex Hernandez als neues Gruppenmitglied begrüßen. In den Jahren zwischen 1996 und 98 folgen vier weitere Touren durch die Staaten und Europa.

1998 entern Immolation erneut das Studio, um das Material für „Failures For Gods“ (1999) aufzunehmen. Nach ein paar Konzerten mit Six Feet Under erscheint pünktlich zur Jahrtausendwende das nächste Album Close To A World Below. Für die ersten Konzerte nach der Veröffentlichung spielt der Incantation-Gitarrist John Mc Entee für Rob, der bei den ersten Terminen aussetzt, doch schon kurz nachdem Rob wieder am Start ist, verlässt Tom Immolation und wird durch Bill Taylor (Ex-Angel Corpse) ersetzt.

Neben ihrer erfolgreichen Europatour mit Decapitated, Soul Demise und Deranged heimsen sich Immolation noch einen Vertrag mit Listenable Records ein. 2002 wird über ihr neues Label „Unholy Cult“ veröffentlicht, gefolgt von einigen Konzerten mit Mystic Circle und Deranged, sowie die Teilnahme bei dem X-Mas Festival mit Kataklysm, Marduk und Dying Fetus. Wieder einmal darf Immolation mit Steve Shalaty einen neuen Schlagzeuger begrüßen, da Alex wegen eines Leistenbruchs leider aussetzen muss.

2005 erscheint das etwas ungewöhnliche Album „Harnessing Ruin“ und gemeinsam mit Decide, Skinless und Misery Index gehen Immolation auf Tour. Danach ruht sich Immolation erst einmal aus, bevor sie nach einigen Gigs mit Exodus und Cryptopsy ihr achtes Album „Shadows In The Light“ aufnehmen.

Nach der Veröffentlichung treten Immolation bei einigen Festivals auf und gehen in den Staaten mit Rotting Christ und Belphegor auf Tour. Im Jahr 2010 erscheint schließlich das Album Majesty and Decay“ über ihre neue Plattenfirma Nuclear Blast.

Mit »Kingdom Of Conspiracy« (2013) brachte die Band die Dinge auf ein ganz neues Intensitätsniveau. Die zweite Platte der Band für Nuclear Blast unterstrich, dass sich IMMOLATION an ihrem bisherigen Höhepunkt, was Raffinesse und Stärke anbelangt, befanden. »Kingdom Of Conspiracy« war ohne Zweifel der bedrohlichste und finsterste Gipfel des musikalischen Wahnsinns, den die Band bis zu dato veröffentlicht hatte! Während wir konzeptionell düster und verbittert auf die Wahrheiten unserer heutigen Welt blicken und die gar nicht ferne Zukunft mit einer orwellschen Wendung versehen, werden all unsere Ängste bald in diesem Soundtrack verwirklicht, der unsere Welt mehr widerspiegelt als es uns lieb ist. Mit einer Geschwindigkeit und Intensität jenseits aller Dinge, die das Quartett je zuvor aufgenommen hatte, wurde »Kingdom Of Conspiracy« zu einem unverzichtbaren Klassiker für Fans und Anhänger.

2017 markiert das 29. Jahr der Bandgeschichte und im Februar wird »Atonement« einmal mehr beweisen, dass es sich hierbei um eine Formation handelt, die nicht zurückblickt und weiterhin an ihre Grenzen geht, um eine lebendige Kraft für die Zukunft eines Genres zu bleiben, das sie mitdefiniert hat.

»Atonement« geht über alle Erwartungen hinaus und wird seine Hörer in einer Staubwolke zurücklassen… und IMMOLATION für jede Minute danken, die es so geschaffen haben!



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