KNORKATOR


KNORKATOR war von 2005 bis 2007 bei Nuclear Blast. In dieser Zeit haben sie folgende Alben herausgebracht:

• Zu alt (2005, Info)
• Das Nächste Album Aller Zeiten (2007, Info)


Knorkator ist eine Rockband aus Berlin. Sie bezeichnet sich selbst als Deutschlands meiste Band der Welt. Der Bandname wurde durch Personifizierung des Begriffs knorke abgeleitet. Der Sänger Gero Ivers, Künstlername „Stumpen“, schloss nach kurzzeitigem Violinen- und Klavierunterricht eine klassische Gesangsausbildung ab, wodurch sich sein ausgeprägtes Falsett und seine sehr artikulierte Sprache erklären lassen.

Nach der Ausbildung an einer Musikschule in Berlin-Köpenick wurde er durch die Staatsoper Unter den Linden engagiert und sang unter Leitung des Dirigenten Hans Pischner. Stumpens Begabung, extrem hoch zu singen, wurde später zufällig von Alf Ator entdeckt, wie Stumpen in einem Interview auf der DVD „Weg nach unten“ verriet. Ator, der spätere Mitgründer der Gruppe, schloss ebenfalls eine klassische Gesangsausbildung am Konservatorium Schwerin, der „Musikschule Johann Wilhelm Hertel“, ab.

Knorkators Liedtexte verbinden häufig exzessive Vulgarität mit bissiger Satire, jedoch gleichzeitig auch humoristische Elemente. Dieser Effekt ergibt sich dabei aus dem Kontrast zwischen Musik und Text. Dabei suggeriert die Musik durch teilweise harte Rhythmen oder pathetischen Melodien Ernsthaftigkeit, während die Texte andererseits absurd sind und somit die Melodie ins Gegenteil umkehren.

Knorkator wurde durch Alf Ator und Gero Ivers 1994 in Berlin gegründet. Beide hatten Ende der 1980er Jahre schon einmal in der Band Funkreich zusammen gespielt, trennten sich damals aber wieder aus Gründen musikalischer Differenzen. Erst als Stumpen Anfang der 1990er Jahre mit seiner Band Beulshausen begann, seinen charakteristischen Musikstil salonfähig zu machen, boten sich Ator als Textschreiber und J. Kirk Thiele als Gitarrist an. Nach der Produktion ihrer ersten gemeinsamen EP A entschied sich Thiele im Jahr 1996, zur Band Halmakenreuther zu wechseln.

Um als Vorgruppe bei Rio Reisers letzter Tournee auftreten zu können, wurde Buzz Dee verpflichtet, der vorher schon in Bands wie Monokel, De Buff Dicks, Keks, Lanz Bulldog, XL Baur und MCB mitgewirkt hatte. Schließlich wurde Knorkator durch Die Ärzte-Mitglied Rodrigo González entdeckt. Nach einem Auftritt wurde die Band 1997 in Berlin bei Rodrec unter Vertrag genommen und ihr erstes Album, "The Schlechtst of Knorkator", produziert. Knorkator gewann bei etlichen Berliner und Brandenburger Nachwuchswettbewerben und insbesondere in der Metal-Szene wurden sie mit dem Titel Böse bekannt.

Nach Unterzeichnung bei der Firma Mercury Records im Jahr 2000 veröffentlichte die Band zwei Studioalben - "und A Tribute to uns selbst". Für die Tour zu diesen Alben wurde mit Chrisch Chrasch erstmals ein Schlagzeuger beschäftigt. Zuvor war Chrasch schon mit Stumpen am Projekt Beulshausen, sowie mit Buzz Dee an der Gruppe De Buffdicks beteiligt. Deutschlandweite Bekanntheit erlangte die Band, als sie mit dem Lied Ick wer zun Schwein an der deutschen Vorentscheidung zum Eurovision Song Contest teilnahm. Die Bildzeitung kommentierte am Tag darauf: „Wer ließ diese Irren ins Fernsehen?“ In der Folgezeit probierte sich Knorkator in anderen Bereichen aus.

2002 erschien das Buch Des Wurzels Zweig, auf welches eine ausgedehnte Lesetour folgte. Danach wurde das Projekt Highmudleader gegründet, wobei Stumpen, Ator und Buzz Dee unter eigens gegründetem Label Tubareckorz ein Album mit schräger Volksmusik herausbrachten. Ein halbes Jahr lang produzierten sie beim Berliner Radiosender Fritz eine wöchentliche Sendung namens Der Kommunikator, in der die Deutsche Sprache im Mittelpunkt stand. Stumpen begann eine monatliche Lese- und Filmveranstaltung ins Leben zu rufen, die er bis heute unter dem Namen Stumpen liest immer alles, singt vielleicht, trinkt bestimmt und Buzz Dee wird benutzt deutschlandweit veranstaltet.

2003 erschien das Album "Ich hasse Musik" als Kooperation zwischen den Firmen Vielklang und Sanctuary Records. Für die anschließende Tour fand ein erneuter Personalwechsel statt. Chrisch Chrasch (heute Martin Kesici) wurde ausgewechselt gegen Nick Aragua, ehemals Die Skeptiker. Sowohl Schwarz und Alaska am Schlagzeug als auch Bassist Tim Buktu, ehemals Depressive Age, traten ebenfalls der Band bei.

2004 wurde das zweite Buch Am Anfang war das Am durch den Eulenspiegel-Verlag veröffentlicht. Zur Feier des 11-jährigen Bestehens der Band im Jahr 2005 erschien bei Nuclear Blast die DVD Zu alt mit gesammelten Videoclips, einem Konzertteil und einer Dokumentation über den Werdegang von Knorkator.

2007 erschien das sechste Studioalbum, "Das nächste Album aller Zeiten" (Nuclear Blast). 2008 kündigte die Band mit dem Album Weg nach unten (Tubareckorz) eine mindestens zwei Jahre dauernde Bandpause an. Alf Ator veröffentlichte 2009 das Buch Die satanischen Achillesferse (Eulenspiegel Verlag) und war 2010 mit seinem Ein-Mann-Theaterstück und Das noch neuere Testament (Tipps und Tricks, um so zu werden, wie ALF ATOR) deutschlandweit auf Tour.

Am 2. November 2010 gab Sänger Stumpen auf seinem Blog bekannt, dass Knorkator 2011 wieder zurück seien und mit „Aufhören aufhören“ würden. Das erste Konzert seit der Bandauflösung 2008 fand am 8. April 2011 in München statt. Knorkator spielten in den ersten 15 Jahren ihres Bestehens ca. 700 Konzerte und auf diversen, großen deutschen Festivals, wie beispielsweise dem Wacken Open Air, With Full Force, Highfield-Festival, Force Attack, Woodstage Summer Open Air, oder auf dem Bizarre-Festival.

Als Vorgruppe von Marilyn Manson oder der Bloodhound Gang machten sie eine gute Figur. Auch auf internationalen Festivals konnte Knorkator trotz deutscher Texte das Publikum überzeugen, so beispielsweise 2005 auf dem französischen Fury in Le Mans, bzw. dem größten europäischen Festival Haltestelle Woodstock im polnischen Küstrin (Kostrzyn).


Als Delegierte vertrat Knorkator 2006 erfolgreich den VUT, den Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen, Musikverlage und Musikproduzenten und GermanSounds im canadischen Toronto während der Canadian Music Week. Auf Konzerten von Knorkator kommt es vor, dass der Keyboarder Alf Ator mit einer riesigen Schaumstoffkeule das Publikum schlägt, große Schaumstofforgeln ins Publikum geworfen werden oder dass Sänger Stumpen eine Kiste mit Toastbrotscheiben in die Luft wirft. Weiterhin bestehen viele Instrumente zum Teil aus Haushaltsgegenständen, wie Klobürsten oder Klodeckeln. Das Publikum wurde auch schon mit geschreddertem Obst und Gemüse „beschossen“ (als „vegetarische Flugverköstigung“ angekündigt). Zudem treten die Musiker zumeist grotesk bekleidet auf und Stumpen ist bekannt für gefährliche Sprünge aus mehreren Metern Höhe während des Auftrittes.

Im Rahmen der Popkomm 2006 gelang es Knorkator die speziell geladenen Gäste der offiziellen Eröffnungsparty zu schockieren, indem sie nackte Frauen als Keyboardständerinnen in ihrer Bühnenshow auftreten ließen. High Mud Leader (gesprochen: Heimatlieder; übersetzt: Hoch Schlamm Anführer) war ein volkstümliches Nebenprojekt der Rockgruppe.

Die Doppeldeutigkeit des Projektnamens weist bereits darauf hin, dass die unter diesem Namen veröffentlichten Songs Parodien von Schlager- und Volksliedern darstellen sollten, wobei auch Rock-Klassiker wie beispielsweise Smoke on the Water oder Still loving you interpretiert wurden.

2002 wurde unter diesem Namen ein Album gleichen Titels veröffentlicht. Jesang zur Jitarre und manchmal och Jeije ist ein Projekt von Stumpen und Buzz Dee, die mit der Violinistin Ally the Fiddle (Haggard, ASP, Umbra et Imago, Ally the Fiddle) im Oktober 2010 einige Songs aus vielen Jahrzehnten in den Snowland Studios Berlin aufgenommen haben. Unter anderem wurde The Girl from Ipanema, Sunny, Take Me Home, Country Roads, These Boots Are Made for Walkin' und der Säbeltanz aus dem Ballett Gajaneh von Aram Chatschaturjan bearbeitet.

Erklärung der Daten Alben Singles 2009 bearbeitete Knorkator zwei Songs für die Tribut-Alben von Scooter und für die deutsche Rap-Band Die Fantastischen Vier.

    • KNORKATOR Das nächste Album aller Zeiten
    • KNORKATOR
    • Das nächste Album aller Zeiten
    • CD - 7,99 EUR
    • KNORKATOR Zu alt
    • KNORKATOR
    • Zu alt
    • DVD + CD - 12,99 EUR
    • KNORKATOR Es werde nicht
    • KNORKATOR
    • Es werde nicht
    • CD + DVD - 19,99 EUR
    • KNORKATOR We want Mohr
    • KNORKATOR
    • We want Mohr
    • LP + CD - 19,99 EUR
    • KNORKATOR Erfurt, 09.05.2014
    • KNORKATOR
    • Erfurt, 09.05.2014
    • Ticket - 27,90 EUR
    • KNORKATOR We want Mohr
    • KNORKATOR
    • We want Mohr
    • CD - 15,99 EUR


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