EDGUY

25 Jahre EDGUY – ein silbernes Jubiläum, das gefeiert werden muss! Zwar trägt der für sein stilsicheres Modehändchen bekannte Tobias Sammet zu diesem Anlass nicht seine Garderobe vergangener Zeiten auf, präsentiert aber im Herbst gemeinsam mit dem seit der Bandgründung unveränderten Gitarrendoppel Jens Ludwig (Gitarre), Dirk Sauer (Gitarre) sowie der seit rund 20 Jahren bei EDGUY groovenden Rhythmussektion aus Tobias Exxel (Bass) und Felix Bohnke (Schlagzeug) die schmissigsten Gassenhauer auf einer »The Best Of The Best«-Tour.

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Begonnen hat die Geschichte im Februar 1992, als vier Schüler des Fuldaer Freiherr-vom-Stein-Gymnasiums eine Band gründen. Im jugendlichen Überschwang benennt das gerade einmal 14 Jahre alte Quartett aus Tobias Sammet, Jens Ludwig, Dirk Sauer und Schlagzeuger Dominik Storch ihre Band nach dem Spitznamen ihres Physiklehrers – EDGUY sind geboren, spielen anfangs Songs von BON JOVI, AC/DC oder KISS nach und veröffentlichen zwei Jahre später erste Demokassetten mit eigenen Stücken. 1995 nehmen die Jugendlichen auf eigene Kosten ihr Debütalbum »Savage Poetry« auf, das schließlich zum ersehnten Plattenvertrag führt. Auf »Kingdom Of Madness« (1997) sind bereits deutliche Fortschritte zu erkennen, in GRAVE DIGGER-Frontmann Chris Boltendahl können die Youngsters sogar einen Veteranen der deutschen Metalszene von einem Gastauftritt beim epischen ›The Kingdom‹ überzeugen.

Obwohl zu dieser Zeit der traditionelle Heavy Metal von vielen Medien lautstark totgesagt wird, setzen die EDGUY-Mitglieder alles auf eine Karte. Neben Zivildienst und halbherzigem Studium (bei dem Sammet laut eigener Aussage häufiger die Mensa als die Vorlesungen besucht) investieren die Musiker ihre ganze Kraft in die Band. „Wenn du jung bist hast du einfach den ganz großen Vorteil, dass du im positiven Sinne naiv genug bist, um diesem Traum nachzueifern“, blickt Sammet später zurück. Das Engagement beginnt sich 1998 mit »Vain Glory Opera« auszuzahlen. Mit dem Titelsong, bei dem auch BLIND GUARDIANs Hansi Kürsch zu hören ist, legen EDGUY einen ersten Klassiker vor, ohne den auch heute kaum ein Konzert der Band auskommt. Nach den Aufnahmen legt Sammet, der bisher außer seinem Gesang auch die Basslinien beisteuert, sein Instrument zur Seite: In Tobias Exxel und Schlagzeuger Felix Bohnke, der den ins seriöse Berufsleben wechselnden Storch ersetzt, bekommen EDGUY eine neue Rhythmustruppe. Diese bis heute bestehende Besetzung erlebt ihre Feuertaufe auf einer Europatournee im Vorprogramm von Iron Savior und tritt außerdem erstmals beim Wacken Open Air auf. Von einem geräumigen Tourbus können die fünf Musiker nur träumen – die Band fährt im Wohnmobil über den Kontinent. „Du konntest in dem Teil nicht mal gleichzeitig Karten spielen, während ein anderer geschlafen hat“, erinnert sich Sammet. „Der Tisch musst nämlich noch zum Bett umgebaut werden.“

Mit »Theater Of Salvation« schaffen EDGUY 1999 den Sprung in die deutschen Albumcharts und gewinnen auf einer Europatournee mit HAMMERFALL viele neue Anhänger. Weil Tobias Sammet an seiner ersten AVANTASIA-Veröffentlichung bastelt, schieben EDGUY eine Neueinspielung von »The Savage Poetry« nach, ehe 2001 mit dem bahnbrechenden »Mandrake« ein weiterer Schritt auf der Karriereleiter genommen wird. Als Headliner reist der Fünfer um den Globus, tritt in Japan, Brasilien, Mexiko den USA oder Australien auf und kann langsam der Schublade mit dem Aufkleber „hoffnungsvoller Nachwuchs“ entkommen. Dass mit dem Erfolg auch die Zahl der Neider steigt, die sich vor allem an den lockeren Bühnensprüchen und verrückten Outfits des Vorturners Sammet abarbeiten, lässt diesen reichlich unbeeindruckt. „Bon Scott, Blackie Lawless oder Dee Snider waren meine Idole, so wollte ich mal sein – keinen Chef haben, der dich morgens bei der Arbeit zusammenscheißt, sondern einfach Rock’n’Roll machen, auf die Bühne gehen, die Leute unterhalten und tun, worauf du Bock hast. Und plötzlich muss ich mich mit Leuten auseinandersetzen, die am liebsten einen Dresscode für Heavy-Metal-Konzerte einführen würden. Das ist für mich nicht nachvollziehbar. Für mich stehen Rock’n’Roll und Metal für Freiheit. Man muß nicht um jeden Preis anecken, sollte sich aber auch nicht davor scheuen.“

Nach ihrem Wechsel zu Nuclear Blast nimmt die Karriere der Band noch mehr Fahrt auf. Die »King Of Fools«-EP und das nachfolgende »Hellfire Club«-Album setzen 2004 neue Maßstäbe. EDGUY arbeiten hier bei vier Stücken mit dem renommierten Babelsberger Filmorchester zusammen. Man zieht sich dabei aber nicht, wie es Sammet blumig formuliert, „vor der Tür die Schuhe aus, macht sich einen Zopf und fragt ganz brav, ob man mal mit den Großen spielen darf.“ Für den kreativen Kopf ist wichtig, dass die klassischen Musiker seine Metal-Platte bereichern können, anstatt eine „große Sinfonie“ zu komponieren. Einmal mehr fliegen EDGUY um die ganze Welt und absolvieren dabei eine ausgedehnte US-Tournee. Doch ohne Fleiß kein Preis: Schon im Herbst 2005 steht die »Superheroes«-EP in den Startlöchern, kurz darauf folgt mit »Rocket Ride« der nächste Longplayer. Stress ist das für EDGUY nicht, wie Sammet treffend formuliert. „Wir machen ja nichts anderes als Eierschaukeln und ab und zu ein paar hundert Konzerte zu spielen. Andere Musiker gehen jeden Tag in die Fabrik und müssen ihren Jahresurlaub nehmen, um ins Studio zu gehen und ein paar Auftritte hinzulegen. Da werden wir ja wohl nicht rumheulen, dass uns die Zeit fehlt, neue Songs zu schreiben.“ Unter der Leitung von Produzent Sascha Paeth spielt die Band ihr Material gemeinsam im Studio ein. Durch das direktere Live-Feeling bekommt die Scheibe eine rockigere Note, und auch der typische Humor kommt bei Nummern wie ›Superheroes‹, ›Fucking With Fire (Hairforce One)‹ oder ›Trinidad‹ nicht zu kurz. Neben einer Südamerika-Tournee zählt auch der erste Gig in Peking zu den Höhepunkten in der erfolgreichen Laufbahn des Fünfers, der sich schon längst zu einem weltweiten Kulturbotschafter entwickelt hat. Wie gut EDGUY auch vor riesigen Menschenmengen funktionieren, stellen sie nicht nur auf etlichen Sommerfestivals, sondern auch im Vorprogramm der SCORPIONS und von AEROSMITH unter Beweis.

Obwohl Sammet sich inzwischen wieder vermehrt um AVANTASIA kümmert und das einstige Studioprojekt immer wieder auf die Bühne holt, klingeln 2008 dank »Tinnitus Sanctus« so manche Ohren. Mit dem wieder härter und progressiver strukturierten »Age Of The Joker« bieten EDGUY 2011 einen spürbaren Kontrast, tönen dank Hammond-Orgel-Sounds und analogem Equipment schon Retro, bevor diese Welle überhaupt losgetreten wird, und beweisen trotzdem beim Videoclip für ›Robin Hood‹ eine Menge Humor. Metaller in Strumpfhosen und Kult-Comedian Bernhard Hoëcker als Lady Marian sorgen für Lachattacken, und auch das altehrwürdige Publikum der Hardrock-Legende DEEP PURPLE wird von der in diesem Umfeld noch immer vergleichsweise jungen Truppe mit launigen Ansagen, dem unsichtbaren Keyboarder Roland und irischen ›Rock Of Cashel‹-Klängen bestens unterhalten.

2014 legen EDGUY schließlich mit »Space Police – Defenders Of The Crown« ihr zehntes Studioalbum vor, bei dem sich für Sammet in gewisser Weise auch ein Kreis schließt. „Ich habe das Gefühl, dass wir uns mit dieser Platte so präsentieren, wie EDGUY sein sollten. Das ist sowohl ein Tribut an unsere Vergangenheit wie auch an unsere Zukunft. Stücke wie ›Space Police‹, ›Sabre & Torch‹ oder ›Defenders Of The Crown‹ besitzen das Feuer und die Härte unsere alten Sachen, sind aber viel räudiger, zeitgemäßer und erwachsener gezockt.“ Dass die Truppe außerdem den Falco-Megahit ›Rock Me Amadeus‹ covert, kann bei Sammets Vorliebe für den Wiener Ausnahmekünstler ebensowenig verwundern wie die persönlich eingesungenen Motorradeffekte eines Evel Knievel beim schmissigen ›Love Tyger‹. Der Frontmann bringt die Arbeitsmaxime des Fünfers auf den Punkt: „Wir können immer ruhigen Gewissens sagen, dass wir das Beste abgeliefert haben, das wir leisten konnten. Und das spüren die Leute und honorieren es auch. Wenn du dich als Musiker bescheißt und überall sparst, bescheißt du auch deine Fans!“

Nicht nur dank dieser Einstellung hat sich die Band weltweit eine begeisterte Anhängerschaft erspielt. In den 25 Jahren, die EDGUY nun im Geschäft sind, haben sie ihre eigenen, sofort wiedererkennbaren Stil geprägt, ohne sich auf ein starres Schema festnageln zu lassen. Sie haben unzählige Konzerte in über 40 Ländern gespielt und mit ihren Alben die Charts gestürmt. Die Hessen haben viel erreicht und noch viel vor – doch zuerst wird mit »Monuments« und der dazugehörigen Tournee das Jubiläum krachend gefeiert!