SUICIDE SILENCE

Man stelle sich einen Hochgeschwindigkeitszug mit 275 Meilen pro Stunde vor, der plötzlich in eine scharfe Kurve rast ohne auch nur eine einzige Sekunde zu verlangsamen. So klingt der Sound von SUICIDE SILENCE!

Es geht dabei nicht darum, das kalifornische Extreme-Metal-Energiebündel mit dem Lärm der aus Japan berühmten Shinkansen-Züge zu vergleichen. Nein, was SUICIDE SILENCE gemeinsam mit dem High-Speed-Zug hat, ist die halsbrecherische Intensität, die furchtlose Beschleunigung und die Effizienz. Es ist eine Band, die die Subgenre-Klassifikationen im Laufe von fünf unglaublichen Alben und unzähligen internationalen Tourneen definiert und ihnen getrotzt hat.

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Mit einer Mischung aus Death Metal, Grind und sich biegenden Dissonanzen mit strukturierten, fokussierten und unbestreitbaren Grooves verschärfte ihr Debüt »The Cleansing« aus dem Jahre 2007 ohne Zweifel das aufkommende "Deathcore“-Subgenre. SUICIDE SILENCE wurde bei den Revolver Golden Gods Awards zum "Besten Neuen Talent" gekürt und beherrschte das ‘Rockstar Mayhem Touring‘-Festival bereits im Jahre 2009, als »No Time To Bleed« in den Billboard Top 40 landete und die Songs ‘Wake Up‘ und ‘Lifted‘ entpuppten sich schon schnell als Underground-Klassiker. SUICIDE SILENCE haben es geschafft über die Grenzen des Genres, das sie einst in den Grundmauern mitdefinierten, hinauszugehen und konnten sich neben Kollegen von Acts behaupten, zu dessen Musik sie einst als Kinder in Kalifornien ihre Köpfe geschüttelt hatten.

Produziert von Steve Evetts (THE DILLINGER ESCAPE PLAN, EVERY TIME I DIE, SEPULTURA) und gemischt von Zeuss (ROB ZOMBIE, QUEENSRYCHE, HATEBREED), präsentierte »The Black Crown« (2011) die Verwirklichung von allem, für und gegen das SUICIDE SILENCE steht.

Doch dann verließ uns völlig unerwartet und viel zu früh ganz plötzlich der Mann, der die "You Only Live Once"-Phrase in der Heavy Metal-Szene verbreitet hatte. Mitch Lucker starb bei einem Motorrad-Unfall in der Halloween Nacht 2012. Zwei Monate später betrat SUICIDE SILENCE zum ersten Mal in der Geschichte ohne Mitch die Bühne und spielte mit Eddie Hermida und weiteren Sängern aus Bands wie MUDVAYNE, LAMB OF GOD und MACHINE HEAD ein emotionales Set, dass ihre gesamte berufliche Laufbahn beinhaltete - in Gedenken an ihren verstorbenen Sänger. Die verständnisvollen und stets unterstützenden Fans reagierten enthusiastisch auf die Ankündigung vom Oktober 2013, dass SUICIDE SILENCE von nun an offiziell mit Hermida, dem einzigen Mann, der für diesen Job wirklich in Frage kam, weiter machen werden.

2014's »You Can‘t Stop Me« diente sowohl dazu, Hermida als neues Mitglied in die Band einzuführen, als auch dazu, die Bruderschaft mit seinem Vorgänger zu feiern. Die SUICIDE SILENCE-Fans bewiesen ihre Loyalität und unerschütterliche Unterstützung und katapultierten das vierte Album in die Billboard 200's Top 20. Die Industrie folgte diesem Beispiel und ‘Sirius XMs Liquid Metal‘ spielte das Album öfter als jedes andere aus dem Jahre 2014.

Mit dem selbstbetitelten fünften Album von SUICIDE SILENCE ist das Bestmögliche aus Musik, Literatur und kreativer Kunst entstanden - verpackt in gnadenloser Wahrheit und von grauenhaften Lebenserfahrungen gezeichnet. Die Tracks stoßen bis in die innersten Tiefen der Seele vor und entreißen sich mit ihrer Schönheit nur knapp den Klauen des Todes. Es gibt viele Bands, die sich dazu bekennen, bei Schwierigkeiten auszuharren und Kraft von innen zu schöpfen. Doch nur wenige schaffen dies so triumphierend, wie es SUICIDE SILENCE tun.